Dass Anästhesisten und ihren Teams bei chirurgischen Eingriffen eine entscheidende Rolle zukommt, ist unbestreitbar.
Da die Anästhesie in der Regel ein invasives Verfahren ist, das einen engen Patientenkontakt erfordert, ist die Infektionsprävention von großer Bedeutung.
Aus diesem Grund haben wir für Sie die Maßnahmen zusammengestellt, die speziell für Sie relevant sind.
Leitlinienkonform. Kompakt. Leicht verständlich. Basierend auf über 200 Jahren Erfahrung von HARTMANN.
Wichtigste Maßnahmen
Bereichskleidung, Masken, Hauben, Schutzbrillen – der Schutz im Operationssaal hat hohe Priorität und umfasst eine Reihe von Maßnahmen.
Sollte eine systemische Wärmezufuhr zum Patienten zur Prävention von postoperativen Wundinfektionen eingesetzt werden oder nicht?
Ein deutlicher Einfluss einer perioperativen parenteralen Antibiotikaprophylaxe ist besonders erkennbar bei z. B.:1
- orthopädischen Eingriffen mit Dauer-Implantaten
- Mammachirurgie
Der Schutz des OP-Teams und der Patienten während des Eingriffs beginnt noch vor Betreten des OP-Saals, z. B. mit dem Ablegen von Schmuck und dem Bedecken der Haare.
Erfahren Sie mehr über die Grundlagen zur Prävention postoperativer Wundinfektionen …
Der Ablauf der Händehygiene richtet sich nach den Fragen WIE (z. B. Hautpflege, Technik, Mittel), WANN (z. B. die 5 Momente) und WIE OFT, die auch für Ihre Arbeitsumgebung relevant sind.
Maßnahmenpakete
Zur Prävention von postoperativen Wundinfektionen hat es sich als wirksam erwiesen, besonders wichtige Maßnahmen zu einem Maßnahmenpaket zu bündeln, Schulungen an diesem Paket auszurichten und die Einhaltung des Maßnahmenpakets in Form einer Selbstüberwachung zu überprüfen.1
Hier finden Sie Anregungen für neue Maßnahmenkombinationen und vieles mehr …
Je nach Art des Eingriffs und je nach Besiedlung des Patienten umfasst die Checkliste zur Vorbereitung des Patienten…
… eine übersichtliche Zusammenstellung fixer und variabler Punkte.
Gibt es in Ihrer Einrichtung ein Standardverfahren zur Vorbereitung auf Operationen?
Selbst offensichtliche und selbstverständliche Aspekte der Prävention von postoperativen Wundinfektionen sollten regelmäßig aufgefrischt und kommuniziert werden.
Mission: Infection Prevention

Maßnahmen auf einen Blick
Die Prävention von postoperativen Wundinfektionen ist eine Aufgabe, die sich auf verschiedene Bereiche erstreckt. Hier finden Sie alle relevanten Maßnahmen und Informationen zu verschiedenen Aspekten, sodass Sie sich Ihr persönliches Paket zur Infektionsprävention zusammenstellen können!
Machen Sie die Prävention von postoperativen Wundinfektionen zur täglichen Routine.
Operation & Verfahren
- Chirurgische Händedesinfektion
- OP-Handschuhe und OP-Kleidung
- Vorbereitung der Operationsstelle
- Chirurgische Wundversorgung
- Operationswunde
- Instrumente
- Wunddrainage
- Weitere Empfehlungen
OP-Team
- Verhalten des OP-Teams
- Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung
- Chirurgische Händedesinfektion
- OP-Handschuhe und -Kleidung
- Vorbereitung der Operationsstelle
- Chirurgische Wundversorgung
- Händehygiene
- Operationswunde
- Weitere Empfehlungen
Patient
- Baden/Duschen vor der OP
- Kleidung des Patienten
- Präoperative Haarentfernung
- Mechanische Darmreinigung und Anwendung oraler Antibiotika
- Dekolonisierung bei Staphylococcus aureus-Trägertum
- Aktives Einbinden des Patienten (Patienten-Empowerment)
- Wunddrainage
- Weitere Empfehlungen
Reinigung & Desinfektion
- Flächenreinigung
- Flächendesinfektion
- Instrumente
Anästhesist & Team
- Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung
- Perioperatives Wärmemanagement
- Perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP)
- Verhalten des OP-Teams
- Händehygiene
- Weitere Empfehlungen
Allgemeines
- Händehygiene
- Perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP)
- Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung
- Chirurgische Händedesinfektion
- Verhalten des OP-Teams
- Beobachtung
- Strukturelle Bedingungen
Literatur:
1KRINKO (2018) Prävention postoperativer Wundinfektionen. Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsbl 61: 448–473.Text