DESINFACTS | Ausgabe 1/2025

DESINFACTS AUSGABE 01/2025 Sterillium®: 60 Jahre in sicheren Händen

03 04 12 17 06 08 10 14 15 16 13 14 18 20 EDITORIAL FORUM Seit 60 Jahren schreibt Sterillium® (Erfolgs-) Geschichte(n) Änderungen beim Pflegebudget Hände hoch für den Welthändehygienetag: Händehygiene geht uns alle an! WISSEN 175 Jahre voller Entwicklungen Die wichtigsten Zahlen und Daten zum „Blauen Klassiker“ Auf die Fasern kommt es an Neue Erreger auf dem Vormarsch? Prävention von Biofilmen in der Chirurgie PRAXIS Gesunde Hände nach Plan STUDIEN Wie lange sind Bakterien & Co. auf Oberflächen vermehrungsfähig? Neuer Index zur Beurteilung der Händehygiene-Qualität Interview „Therapie im Schlaf!“ VERANSTALTUNGEN POSTERBEILAGE Tragen mediznischer Schutzhandschuhe Wann, wann nicht? Jahresvirenkalender 2025 Prävention durch Impfung Inhalt 2

Editorial DESINFACTS 1|2025 Dr. Heide Niesalla Manchmal folgt ein Jubiläum dem Nächsten: Nachdem wir im vergangenen Jahr 100 Jahre BODE gefeiert haben, steht nun wieder ein besonderes Ereignis an, das wir in dieser Ausgabe der DESINFACTS würdigen: Sterillium® wird 60 Jahre alt! Seit der Markteinführung im Jahr 1965 hat sich unser „Blauer Klassiker“ zu einem der weltweit erfolgreichsten Hände-Desinfektionsmittel entwickelt. Sterillium® hat die Akzeptanz der Händehygiene entscheidend gefördert und dazu beigetragen, unzählige Infektionen zu verhindern. Auch unser Geschäftsführer Arne Roettger spricht darüber als Gast des Podcast „HAMBURG AKTUELL“ – anlässlich des fünften Jahrestages der ersten Corona-Fälle in Deutschland. Den Link zum Nachhören finden Sie in dieser Ausgabe. Unser diesjähriges HARTMANN SCIENCE CENTER Symposium richtet den Blick in die Zukunft. Die hybride Veranstaltung setzt zwei Schwerpunkte: Zum einen die Infektionsprävention in der ambulanten Versorgung und Dialyse mit besonderem Fokus auf Händehygiene. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die etablierten hohen Standards bewahrt und noch weiter verbessert werden können. Zum anderen wird die Zukunft der stationären Versorgung beleuchtet und erörtert, welche Herausforderungen und Chancen uns erwarten. Ein besonderes Anliegen ist uns auch in diesem Jahr der Welttag der Händehygiene. Die WHO lenkt diesmal den Blick auf medizinische Einmalhandschuhe – ein Thema, das wir in dieser Ausgabe aufgreifen. Dazu finden Sie ein anschauliches Poster, das zeigt, wann das Tragen von Handschuhen sinnvoll ist und wann nicht. Apropos Infektionsschutz: Neue Erreger sind auf dem Vormarsch! Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen einige besonders interessante Vertreter vor. Gemeinsam für den Schutz von Patienten und Mitarbeitenden – mit Wissen, Innovation und Erfahrung. Viel Spaß beim Lesen! Ihre Dr. Heide Niesalla, Head of HARTMANN SCIENCE CENTER 3

FORUM Mit einer Schüssel voller Keime fing es an: Seit 60 Jahren schreibt Sterillium® (Erfolgs-)Geschichte(n) Die entscheidende Idee kam ihm während einer Chefarztvisite im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf: „Die Zimmer waren klein, nur die wichtigsten Ärzte gingen hinein, ich stand mit den anderen vor der Tür. Davor stand eine Waschschüssel mit einer verdünnten Desinfektionslösung, in die alle Ärzte ihre Hände tauchten. Die Flüssigkeit erschien mir verdächtig“, erinnerte sich Professor Dr. Peter Kalmár vor Jahren in einem Interview. Nach der Visite habe er eine Probe ins Labor geschickt. „Die Lösung wimmelte vor Keimen. Plötzlich schwebte mir eine hautverträgliche Desinfektion mit Einreiben des Wirkstoffs ohne Waschung vor.“ Produktionsstart 4. Juni 1965 Der Rest ist Hygiene-Geschichte. Denn bei dem nur wenige Kilometer entfernt ansässigen Unternehmen „Dr. Bode & Co.“ fiel die Idee des jungen Chirurgen auf fruchtbaren Boden: Und am 4. Juni 1965 schließlich wurde bei „Dr. Bode & Co.“ in HamburgStellingen die erste Flasche Sterillium® abgefüllt. Sterillium® war das erste marktfähige alkoholische Hände-Desinfektionsmittel der Welt. Es kombinierte die zuverlässige Elimination von Mikroorganismen mit einer einfachen und zeitsparenden Anwendung. Zudem pflegte es die Haut dank seiner rückfettenden Komponenten. Die bis dahin übliche Form der chirurgischen Händedesinfektion ist heute nur schwer vorstellbar: „Unter fließendem Wasser mit Seife und Bürste schrubbten wir die Hände und Unterarme vor operativen Eingriffen. Danach floss noch 96-prozentiger Alkohol über die Haut, die wir mit sterilen Tüchern abtrockneten“, erinnerte sich Peter Kalmár. Das hatte Folgen: „Bei vielen Chirurgen wurde die stark entfettete Haut durch die Waschungen teils spröde und rissig.“ „Marke des Jahrhunderts“ und Name einer Produkt- familie Mittlerweile ist der Name Sterillium® ein Synonym für Hände-Desinfektionsmittel. 2025 wurde Sterillium® daher zum vierten Mal als „Marke des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Der Name steht heute aber auch für eine Produkt-Familie, deren Abkömmlinge ihre Sterillium®-DNA – das Innovative, die Nähe zur Praxis und zur Forschung – zeigen. Eine Waschschüssel für Ärzte entpuppte sich als Keimschleuder – und war damit Ausgangspunkt für die Entwicklung eines HändeDesinfektionsmittels, das revolutionär war. Es machte die Bekämpfung von Erregern mit einem Schlag effizienter, sicherer und schneller. 4

FORUM Drei Beispiele: 1995 war Sterillium® Virugard das erste alkoholische Hände-Desinfektionsmittel, das als viruswirksam gelistet wurde. Seit 2019 gibt es Sterillium® pure ausschließlich auf Propanolbasis, es ist damit auch für Allergiker und Atopiker geeignet. Sterillium® foam extra care ist seit 2023 die jüngste Neueinführung im Sterillium®-Produktsortiment. Der tropfarme Schaum ist nicht nur umfassend wirksam gegen Bakterien, Viren und Hefepilze, sondern pflegt die Hände dank seines innovativen Hautpflegekomplexes auch schon während der Desinfektion. Standorttreu: Sterillium® aus Stellingen Unverändert ist seit 1964 der Ort: Nach wie vor wird Sterillium® bei BODE in Hamburg-Stellingen produziert. Und das wird auch so bleiben: Erst 2022 investierte BODE dort rund 12 Millionen Euro in eine neue Produktionslinie. „Wir verfügen damit über eine der modernsten Produktionsstätten für Desinfektionsprodukte weltweit“, sagt BODE Geschäftsführer Arne Roettger. Kunden von Deutschland aus beliefern zu können, habe sich vor allem während der COVID-19-Pandemie als Vorteil erwiesen. Damals wurde rund um die Uhr produziert und das normale Volumen über Nacht verdreifacht. Zum Teil brachten LKWs Sterillium® sogar in Großgebinden – so genannten Intermediate Bulk Containern (IBC) – mit 1.000 Litern Fassungsvermögen zu den Kunden, die ihre leeren Sterillium®-Flaschen wieder selbst auffüllten. Fazit: fundamentaler Umschwung Welche grundlegende Veränderung die Entwicklung von Sterillium® bei der Bekämpfung nosokomialer Infektionen bewirkt hat, verdeutlicht eine Erinnerung von Peter Kalmár: „Mit über 10 Prozent war die Infektionsrate Mitte der 60er Jahre relativ hoch, heute liegt sie deutlich niedriger. Seit 1965 hängen in den Patientenzimmern, auf den Gängen und in den Waschräumen Spender, die natürlich auch benutzt werden müssen.“ Zum Nachhören: BODE mit Sterillium® als Thema im Podcast „Wundermittel aus Hamburg“ Es ging um die Corona-Krise und auch darum, wie ein Hamburger Unternehmen während der Pandemie mit seinem Produkt für die Menschen weltweit zum Rettungsanker wurde: Arne Roettger, Geschäftsführer von BODE, war Ende Januar Talkgast im Stadtnachrichten-Podcast „HAMBURG AKTUELL“, der von den Radiosendern „HAMBURG ZWEI“ und „Radio Hamburg“ gemeinsam gemacht wird. Die Moderatoren wollten anlässlich des 5. Jahrestages der ersten Corona-Fälle in Deutschland von ihm wissen, wie BODE damals der immensen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln gerecht werden konnte. Und auch: Wie hat die Krise BODE verändert? Und wie gut ist BODE für die nächste Pandemie gerüstet? Die Antworten können Sie hier hören HAMBURG AKTUELL - Der Stadtnachrichten Podcast von Radio Hamburg und HAMBURG ZWEI – Folge 474: Wundermittel aus Hamburg. Wie das Unternehmen BODE Chemie Leben rettet 5

WISSEN Die Geschichte der Händedesinfektion 175 Jahre voller Entwicklungen 1847: Semmelweis etabliert Händedesinfektion mit Chlorkalk Aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen verstarb Mitte des 19. Jahrhunderts etwa jeder zweite Patient nach einem chirurgischen Eingriff am sogenannten Wundfieber (Sepsis) [3]. Semmelweis stellte fest, dass Mütter nach Geburten besonders häufig verstarben, wenn sie von Ärzten entbunden wurden, die vorher Autopsien durchgeführt hatten. Er zog die richtigen Rückschlüsse und führte deshalb 1847 das Hände desinfizieren mit Chlorkalk ein. Dies sorgte dafür, dass die Müttersterblichkeit in kürzester Zeit von vormals bis zu 12 % (1842) auf etwa 1 % (1848) sank [1]. Bis sich seine Erkenntnisse durchsetzten, vergingen jedoch etliche Jahre [1,3]. 1867: Lister führt chirurgische Anti- sepsis ein In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bauten die Entdeckungen mehrerer Ärzte aufeinander auf und trieben die Hygiene voran. Während Robert Koch in Deutschland den Erreger der Tuberkulose identifizierte [4], fand Louis Pasteur in Frankreich heraus, dass Erhitzen Mikroorganismen abtötet und Lebensmittel haltbar machen kann [4,5]. Unterdessen schloss Sir Joseph Lister in Schottland aus Pasteurs Erkenntnissen, dass Bakterien auch für die schlechte Wundheilung nach chirurgischen Eingriffen verantwortlich sein könnten [5]. Er entwickelte ein Antiseptikum auf Phenolbasis, mit dem man Finger und Instrumente reinigte und Wundverbände einweichte, was die Sterblichkeit drastisch senkte [4-6]. Hygiene wurde in Gesundheitseinrichtungen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts kleingeschrieben, was viele vermeidbare Todesfälle mit sich brachte. Der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis erkannte als Erster einen Zusammenhang her zwischen den Händen von Ärzten und dem Kindbettfieber, an dem zu dieser Zeit unzählige Gebärende verstarben. Semmelweis gilt heute als Begründer der hygienischen Händedesinfektion [1]. Die Händedesinfektion mit alkoholischen HändeDesinfektionsmitteln wird erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts als wirksamste Einzelmaßnahme zur Vorbeugung nosokomialer Infektionen angesehen [2]. 1965: Sterillium® erobert die Welt Bis in die 1960er Jahre wurden für die Händedesinfektion noch allerlei hautschädigende Substanzen verwendet, deren Effekt außerdem nicht lange anhielt. Um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu verbessern, entwickelten Forschende bei BODE Chemie, ein Unternehmen der HARTMANN GRUPPE, 1965 in Zusammenarbeit mit Ärzten am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Sterillium®, das erste marktfähige, alkoholische Hände-Desinfektionsmittel. Heute steht Sterillium® synonym für Hände-Desinfektionsmittel und ist in über 50 Ländern weltweit etabliert [7]. 6

2016: Sterillium® wird erstmals zur Marke des Jahrhunderts gekürt Da nur gesunde Haut wirksam desinfiziert werden kann, standen die pflegenden Eigenschaften der Sterillium® Produkte von Anfang an im Mittelpunkt. Wegen des großen internationalen Erfolgs zeichnete die ZEIT Verlagsgruppe Sterillium® erstmals 2016 als „Marke des Jahrhunderts“, die für eine ganze Produktgattung steht, aus [8]. Seither erhält Sterillium® die Auszeichnung regelmäßig aufs Neue. 2024: Händedesinfektion in 15 statt 30 Sekunden? Die Prüfnorm EN 1500:2013 [9] gibt die Auslobung der bakteriziden Eigenschaften von Hände-Desinfektionsmitteln vor. Derzeit sieht die EN 1500 keine Prüfung in unter 30 Sekunden vor. In den vergangenen Jahren mehrten sich jedoch Forderungen nach einer verkürzten Einwirkzeit, die den Anforderungen in der klinischen Praxis näherkommen würde. Deshalb untersuchte ein unabhängiges akkreditiertes Prüflabor unter Beteiligung des HARTMANN SCIENCE CENTERs, ob zwei Hände-Desinfektionsmittel aus unserem Sortiment die Anforderungen an die bakterizide Wirksamkeit der hygienischen Händedesinfektion gemäß EN 1500 mit einer Einwirkzeit von 15 Sekunden erfüllen können [10]. Das Ergebnis: Sowohl das ethanolische als auch das propanolische Produkt waren der Referenz nicht unterlegen und erfüllen die Wirksamkeitsanforderungen der EN 1500 bereits nach 15 Sekunden [10]. Quellen 1. Stang A et al. (2022) A twenty-first century perspective on concepts of modern epidemiology in Ignaz Philipp Semmelweis‘ work on puerperal sepsis. Eur J Epidemiol 37: 437-445. https://doi.org/10.1007/s10654-022-00871-8 2. WHO (2009). WHO Guidelines on Hand Hygiene in Health Care. https://www.who.int/publications/i/item/9789241597906 (abgerufen am 25.02.2025) 3. Goddemeier C (2011) Dtsch Arztebl Int [Internet] Feb 4;22. https://www.aerzteblatt.de/archiv/ignaz-philipp-semmelweis-retter-der-muetter-edb1846a-ea5c4764-8dd0-08723fe0f215 (abgerufen am 25.02.2025) 4. Poczai P et al.. (2022) Front Public Health 10: 979464. https://doi.org/10.3389/fpubh.2022.979464 5. Roy A et al. (2020) Int J Community Med Public Health 7: 2845. https://doi.org/10.18203/2394-6040.ijcmph20203025 6. Katz JD (2004) Anesthesiol Clin North Am 22: 457-471. https://doi.org/10.1016/j.atc.2004.04.002 7. https://www.sterillium.info/de-at/%C3%BCber-sterillium (abgerufen am 25.02.2025) 8. https://www.hartmann.info/de-de/wissen/d/f/sterillium-eine-marke-des-jahrhunderts (abgerufen am 26.02.2025) 9. DIN EN 1500-2013: Chemical disinfectants and antiseptics - Hygienic handrub - Test method and requirements (phase 2/step 2). 2013. 10. Mönch E et al. (2024) GMS Hyg Infect Control 19: 1–6. https://doi.org/10.3205/dgkh000496 WISSEN 7

WISSEN Die Essenz von Sterillium®: Die wichtigsten Zahlen und Daten zum Kein 08/15: In 60 Jahren Entwicklung, Optimierung, Anwendung und Prüfung wurde Sterillium® im Labor und in der Praxis mehrfach vermessen, gewogen und in ZAHL-reichen Tests für gut befunden. Dabei sind viele Daten angefallen. Wie gut kennen Sie sich aus? 0,3 oder 0,03 oder 0,003: Wieviel Liter Sterillium® benötigt man für eine hygienische Händedesinfektion? 0,003 Liter, also 3 Milliliter (ml) reichen aus, um eine Infektion zu verhindern. Das ist mehr als man denkt: ein Teelöffel fasst ungefähr 5 ml. 15 oder 30 oder 45: Wie lange - in Sekunden - sollte Sterillium® dabei in die Hände eingerieben werden? 30 Sekunden sind genug. Während dieser Zeit sollten die Hände und insbesonders die Fingerspitzen, Nagelfalzen und Daumen benetzt werden. Über 50 oder 79 oder 123: In wie vielen Ländern weltweit kommt Sterillium® zum Einsatz? Sterillium® ist weltweit in über 50 Ländern erhältlich 89,99 oder 98,99 oder 99,99: Wie hoch ist der Anteil der Bakterien auf unseren Händen, die eine hygienische Händedesinfektion mit Sterillium® nicht überleben? 99,99 % der Bakterien, die wir auf unseren Händen tragen, werden mit der hygienischen Händedesinfektion mit Sterillium® reduziert. 8

WISSEN „Blauen Klassiker“ 4.700 oder 47.000 oder 470.000: Wie viele Kilogramm Sterillium® verlassen das BODE-Werk in Hamburg-Stellingen? 47.000 Kilogramm Sterillium®, also 47 Tonnen, verlassen täglich unser Werk. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von 10 ausgewachsenen Elefanten. 350 oder 400 oder 800: Wie viele Produkte zur Desinfektion, Reinigung, Hautpflege und Hautantiseptik produziert HARTMANN neben Sterillium®? Neben Sterillium® produziert HARTMANN über 400 Produkte zur Desinfektion, Reinigung, Hautpflege und Hautantiseptik über das gesamte Sortiment und alle Länderversionen hinweg. 40.000.000 oder 4.000.000.000 oder 44.000.000.000: Wie viele Händedesinfektionen werden pro Jahr weltweit mit Sterillium® durchgeführt? 4.000.000.000 – Sterillium® ermöglicht weltweit rund 4 Milliarden Händedesinfektionen pro Jahr. Damit wurden in den letzten 65 Jahren 780 Millionen Liter Sterillium® verbraucht. Zum Vergleich: Ein olympisches Schwimmbecken fasst etwa 2,5 Millionen Liter. Mit 780 Millionen Litern könnte man also 312 olympische Schwimmbecken füllen. Kniffelig: Können Sie die Gleichung erklären: 2016 + 2019 + 2022 + 2025 = 4 ? Viermal wurde Sterillium® von der ZEIT-Verlagsgruppe zur „Marke des Jahrhunderts“ gekürt. Das erste Mal im Jahr 2016. Zuletzt Anfang dieses Jahres. Ausgezeichnet werden deutsche Marken, die beispielhaft für eine ganze Produktkategorie stehen und zu einem festen Bestandteil des deutschen Lebens geworden sind. 4 9

WISSEN Neues Whitepaper zu Flächendesinfektion und nachhaltigen Tuchfasern Auf die Fasern kommt es an Faserrückstände können im Gesundheitsbereich ernsthafte Probleme verursachen: Das ist seit vielen Jahren bekannt und deshalb sind beispielsweise Textilien, die im Operationssaal verwendet werden, besonders fusselarm. Denn das verringert das Risiko für die Patienten erheblich. Wenn nun im gesamten Gesundheitswesen Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und zunehmend neue, umweltfreundlichere Materialien zum Einsatz kommen, dann gewinnt auch das eigentlich schön gelöste „Gesundheits-Problem Faserrückstände“ neue Aktualität. Mögliche Probleme: Kontamination, Wundheilung, Messfehler, ... Faserrückstände können mit Krankheitserregern kontaminiert sein und Patienten mit Pathogenen in Kontakt bringen. Bei Desinfektionsmitteltüchern kann das der Fall sein, wenn der Alkohol verflogen ist. Faserrückstände können auch – wenn sie in eine Wunde gelangen – den Heilungsprozess behindern und/ oder zu Granulomen (meist gutartige, körnchenförmige Gewebeneubildungen) und Gewebe-Verwachsungen führen. Faserrückstände können auch bei Geräten zu Störungen führen. Beispielsweise dann, wenn sie sich in den Geräten ansammeln und Messungen beeinflussen. Nicht zuletzt können fusselnde Desinfektionstücher die Compliance beeinträchtigen: Zum Beispiel dann, wenn Anwenderinnen und Anwender das Desinfizieren von Flächen mit einem solchen Tuch als ineffizient beurteilen, weil sie ständig nachwischen müssen, um Faserrückstände zu entfernen. Mögliche Lösung: Cellulose-Tücher ohne Pulpe-Zwischen- schicht Wenn Vliestücher für die Flächendesinfektion aus nachhaltigen Quellen stammen, sind sie ein Gewinn für die Umwelt. Aber wie viele Faserrückstände hinterlassen diese neuen Materialien? Versuche mit durchtränkten und anschließend ausgepressten und getrockneten Flowpack-Tuchstapeln belegen, dass Cellulose-basierte Tücher mit Pulpe als Zwischenschicht fünfmal mehr Faserrückstände hinterlassen als Tücher ohne Pulpe als Zwischenschicht. Die dabei getesteten Cellulose-basierten neuen Tücher der Bacillol®-Produktfamilie (Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues und Bacillol® Zero Tissues), die beide ohne Pulpe-Zwischenschicht sind, unterschieden sich bei den Tests auch nicht signifikant von den seit vielen Jahren etablieren Bacillol® 30 Sensitive Tissues mit PET-Kunststoffasern. Sie sind weit mehr als „nur“ das Trägermaterial für das Desinfektionsmittel: Die Tuchfasern vorgetränkter Desinfektionstücher beeinflussen unter anderem die Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Effizienz der Flächendesinfektion. Ein neues Whitepaper des HARTMANN SCIENCE CENTERS beleuchtet nun alle Aspekte, die beim Einsatz von Desinfektionstüchern, die nicht aus KunststoffFasern, sondern aus nachwachsenden Cellulose-basierten Tuchfasern bestehen, berücksichtigt werden sollten. Hier das Wichtigste in Kürze: Faserrückstände nach dem Desinfizieren mit einem stark fusselnden Desinfektionstuch auf einer Patientenliege mit strukturierter Oberfläche Pulpe 10

WISSEN Reißfestigkeit bietet viele Vorteile im Klinikalltag Die Reißfestigkeit von Desinfektionstüchern ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Denn sie hat einen subtilen Einfluss auf die Verwendung der Tücher und den effizienten Einsatz im Klinikalltag. Reißfeste Tücher bieten folgende Vorteile im klinischen Alltag: Ein starkes und reißfestes Tuch kann mit mehr Druck über eine Fläche geführt werden. So werden auch hartnäckige und eingetrocknete Verschmutzungen oder Kontamination effektiver beseitigt. Ein Tuch, das mehr aushält, kann auch bei strukturierten oder rauen Oberflächen - beispielsweise bei Patientenliegen - gut verwendet werden, ohne das es reißt. Nachhaltig gewachsen: Die Cellulose-basierten Desinfektionstücher Bacillol® Zero Tissues und Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues gibt es seit Dezember auch im BIG PACK. Der „große“ Vorteil für Kunden: 160 Mal pro Packung können Sie mit den 20 mal 18 Zentimeter großen Tissues nun Flächen kosteneffizient und auf nachhaltigere Weise desinfizieren. Die seit September 2023 verfügbaren Bacillol® Zero Tissues repräsen- tieren eine neue Generation professioneller Desinfektionsmitteltücher und setzen gleich in mehreren Bereichen Maßstäbe: Das Vliestuchmaterial stammt aus den Rohstoffen einer nachhaltigen Forstwirtschaft und ist zu 100 % plastikfrei. Die Verpackungsfolie der Bacillol® Zero Tissues besteht aus sortenreinem Polypropylen und kann vollständig recycelt werden. Die desinfizierende Wirkung der Tücher basiert auf einem neuartigen, patentierten Wirkstoffkomplex aus organischen Fruchtsäuren, die auch in der Natur vorkommen: dem organic acid complex. Ebenfalls im BIG PACK verfügbar sind seit Dezember auch die Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues. Die seit April 2024 erhältlichen Desinfektionsmitteltücher sind die nachhaltigere Variante der Bacillol® 30 Sensitive Tissues: Sie sind genauso leistungsstark, material- und hautverträglich wie diese, sparen aber im Vergleich mit den Bacillol® 30 Sensitive Tissues pro Verpackung rund 30 % CO2 ein, pro Tuch sind es sogar 65 %. auch im BIG PACK Wer beim Einsatz reißfester Tücher Vertrauen in die Materialfestigkeit gewonnen hat, verzichtet zudem mit der Zeit auch auf das „vorsorgende“, reflexhafte Herausziehen mehrerer Tücher: das spart auf die Dauer Kosten und ist nachhaltiger. Bacillol® Zero Tissues & Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues 11

FORUM Hygiene in Gefahr: Änderungen beim Pflegebudget Im Zuge der Neuordnung der Krankenhausfinanzierung werden seit 2020 die Pflegepersonalkosten der Krankenhäuser aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliedert und über ein krankenhausindividuelles Pflegebudget nach dem Selbstkostendeckungsprinzip finanziert. Ab 2025 sollen aufgrund von Refinanzierungsänderungen im Pflegebudget vermehrt Reinigungs- und Servicetätigkeiten auf Pflegekräfte übertragen werden. Der Bundesverband für Hygiene und Krankenhausreinigung (BHUK) e.V. äußert sich besorgt über diese Entwicklung und befürchtet weitreichende Folgen für die Krankenhaushygiene und Patientensicherheit. Stellungnahme des BHUK e.V. zur Rückverlagerung von Service- und Reinigungstätigkeiten Seit 2012 sind die MRSA-Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern rückläufig. Diese Tendenz ist vor allem auf verstärkte Präventionsmaßnahmen zurückzuführen und wird weiter durch die aktualisierte KRINKO-Empfehlung zur Flächenhygiene und die Einführung der DIN 13063 zur Krankenhausreinigung unterstützt. Eine Entwicklung, die Hoffnung macht. Jedoch zeichnet sich aktuell eine besorgniserregende Tendenz ab: Ab 2025 sollen durch die zweckgebundene Refinanzierung der anfallenden Personalkosten in der Pflege nur noch Pflegekräfte und qualifizierte Pflegehilfskräfte über das Pflegebudget finanziert werden. In der Folge werden Service- und Reinigungstätigkeiten in patientennahen Bereichen in einigen Krankenhäusern zunehmend auf Pflegekräfte übertragen. Angehörige von Berufsgruppen ohne pflegerische Ausbildung, die diese Tätigkeiten seit einigen Jahren übernommen haben, werden entweder entlassen oder müssen sich weiterqualifizieren. Die Rückverlagerung von Reinigungstätigkeiten birgt aus Sicht des BHUK e.V. erhebliche Risiken, wenn desinfizierende Reinigungsarbeiten im direkten Umfeld der Patientinnen und Patienten aufgrund von Zeit- und Personalmangel nicht mehr oder nur noch unzureichend erfolgen. Die Hygiene der Oberflächen kann dann nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet werden. Dies könnte zu einem erneuten Anstieg der MRSA-Fallzahlen und weiterer nosokomialer Infektionen führen. Der BHUK e.V. appelliert daher eindringlich, diese Entwicklung zu überdenken. Die Patientensicherheit und die bisherigen Erfolge in der Infektionsprävention dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Melanie Reese (1. Vorstand Bundesverband für Hygiene und Krankenhausreinigung e.V.) Anna-Maria Rager (M. Sc. Public Health, 2. Vorstand Bundesverband für Hygiene und Krankenhausreinigung e.V.) 12

Oberflächenmaterial Die RF unterscheidet sich nicht nur zwischen verschiedenen Erregern gravierend, sondern wird auch durch zahlreiche externe Faktoren beeinflusst. So ist bekannt, dass Oberflächen aus Kupfer im Vergleich zu Textilien, Kunststoff oder Stahl die RF von Erregern deutlich verkürzen. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche spielt eine Rolle, wobei insbesondere Viren von einer größeren Porosität profitieren [1]. Luftfeuchtigkeit und Temperatur Dank ihrer Zellwände vertragen Gram-positive Bakterien trockene Bedingungen besser als Gram-negative. Auch bei Viren hat die Hülle Einfluss: Behüllte Viren, allen voran Atemwegserreger, behalten ihre RF bei geringer Luftfeuchtigkeit länger bei, während unbehüllte Viren feuchtere Luft benötigen. Außerdem scheinen niedrigere Temperaturen für die RF von luftübertragenen Bakterien und bestimmten Viren günstiger zu sein. SARS-CoV-2 bleibt beispielsweise bei niedrigen Temperaturen und extrem hoher Luftfeuchtigkeit am längsten infektiös. Enterische Viren, die sich hauptsächlich fäkal-oral verbreiten, vermehren sich hingegen besonders gut ab 20 °C [1]. Biofilme Biofilme sichern Erregern nicht nur das Überleben in ihrem natürlichen Lebensraum, sondern auch in Gesundheitseinrichtungen. So schützen sie diese z. B. vor Umweltfaktoren wie Trockenheit. Klebsiella pneumoniae kann beispielsweise in einem trockenen Biofilm bis zu 4 Wochen lebensfähig bleiben. Biofilme erfordern dementsprechend besonders gründliche Reinigungsmethoden [1]. Systematische Übersichtsarbeit zur Persistenz nosokomialer Erreger Wie lange sind Bakterien & Co. auf Oberflächen vermehrungsfähig? Kontaminierte Oberflächen spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung nosokomialer Infektionen (NI). Das NI-Risiko hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Exposition, dem Kontaminationsgrad und der Infektionsdosis ab. Entscheidend ist jedoch vor allem, ob die Erreger auf Oberflächen weiterhin lebens- und sogar vermehrungsfähig sind. Ein aktueller systematischer Review [1] bietet nun eine umfangreiche Übersicht zu zahlreichen relevanten Bakterien, Viren, Pilzen und Einzellern sowie deren Replikationsfähigkeit (RF) auf Oberflächen. Daraus sollen sich – nach weiterer wissenschaftlicher Diskussion – zukünftig Empfehlungen für die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen ableiten lassen. STUDIE Quelle 1. Kramer A et al. (2024) Clin Microbiol Rev 37: e0018623. https://doi.org/10.1128/cmr.00186-23 Unterschiedliche Erreger sind unterschiedlich vermehrungsfähig auf Oberflächen Unterschiedliche Oberflächen begünstigen unterschiedlich lange Vermehrungszeiten 1 Minute 1 Stunde 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Minute 1 Stunde 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 13

FORUM FORUM WISSEN STUDIEN Neue Erreger auf dem Vormarsch? Quellen 1. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/156741/WHO-kann-Berichte-zu-Ausbruch-mit-humanem-Metapneumovirus-in-China-nicht-bestaetigen (abgerufen am 10.02.2025) 2. https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/human-metapneumovirus-(hmpv)-infection (abgerufen am 10.02.2025) 3. https://www.openpr.de/news/1276284/FSME-Co-Forscherinnen-entdecken-in-den-Alpen-neues-Zeckenvirus-idw.html (abgerufen am 10.02.2025) 4. Nowotny N et al. (2025) Viruses 17: 122. https://doi.org/10.3390/v17010122 5. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/chikungunya (abgerufen am 10.02.2025) 6. https://www.ecdc.europa.eu/en/chikungunya-monthly (abgerufen am 10.02.2025) Neuer Index zur Beurteilung der Händehygiene-Qualität Handschuhnutzung und Händedesinfektion Die Indikationen für den Einsatz medizinischer Einmalhandschuhe in Gesundheitseinrichtungen sind oft unklar. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) veröffentlichte deshalb 2024 eine Stellungnahme [1]. Forscher des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene (BZH) nahmen diese zum Anlass, einen Index aus Handschuhverwendung (glove use = GU) und Händedesinfektion (HD) zu ermitteln – den sogenannten GUHDI [2]. Dieser kann als zusätzliche Messgröße dienen, um die Qualität der Händehygiene zu beurteilen. Wie wird der GUHDI berechnet? Der GUHDI setzt voraus, dass zwei Handschuhe als eine Handschuhverwendung gezählt werden. Er berechnet sich wie folgt: GU pro Patiententag geteilt durch HD pro Patiententag. Während ein GUHDI von 1 anzeigt, dass eine HD pro GU erfolgt, weist ein GUHDI von 0,5 auf zwei HD pro GU hin – und so fort. Die Forscher implementierten den GUHDI in einem Pilotprojekt in drei Krankenhäusern mit insgesamt 1.100 Betten und kamen zum Schluss, dass der Index mit geringem bis mäßigem Zusatzaufwand erhoben werden kann. Optimaler GUHDI muss ermittelt werden Da es in der Praxis mehr Indikationen für HD als für GU gibt, sollte der GUHDI unter 0,5 liegen. Ein optimaler Bereich muss jedoch noch in Studien ermittelt werden. Bei Integration in ein umfassendes Überwachungsprogramm kann der GUHDI aussagekräftige Daten zur Verbesserung der Händehygiene bieten. Quellen 1. Hoch B, Schulz-Stübner S (2024) J Infect Prev: 17571774241297671. https://doi. org/10.1177/17571774241297671 2. Robert Koch-Institut (2024) Epidemiol Bull 10: 3–15. https://www.rki.de/ DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2024/10_24.pdf?__ blob=publicationFile&v=2 (abgerufen am 10.02.2025) Humanes Metapneumovirus (hMPV)1,2 • Kommt saisonal weltweit vor allem bei Kindern vor. Derzeit vermehrt in China (Ausbruchsgeschehen von WHO nicht bestätigt). • Erkältungssymptome wie Husten, Fieber, Schnupfen. Risikogruppen (Kleinkinder, Ältere, Immungeschwächte, chronisch Kranke) können schwerer erkranken. Selten tödlich. • Übertragung durch Tröpfchen und Aerosole. Alpine chamois encephalitis virus (ACEV)3,4 • Wurde bislang in drei Gamsen in Österreich und Italien nachgewiesen (2017 und 2023). • Neurologische Störungen mit Todesfolge. • Übertragung durch Zecken. Verbreitung auf weitere Tierspezies oder den Menschen unklar. Derzeit keine Hinweise auf zoonotische Gefahr. Chikungunya-Virus5,6 • Tritt hauptsächlich in Südamerika (aktueller Schwerpunkt Brasilien mit > 400.000 Fällen in 2024) und Teilen Asiens auf. • Plötzliches Fieber, starke Gelenkschmerzen, ggf. weitere Allgemeinsymptome. Selten tödlich. • Übertragung durch Tigermücke. Risiko innerhalb Europas äußerst gering. : GUHDI GU pro Patiententag geteilt durch HD pro Patiententag. 14

WISSEN PREVENTIA® Surgical Irrigation Prävention von Biofilmen in der Chirurgie Zur Auflösung eines Biofilmes ist ein Zusammenspiel aus der mechanischen Wirkung des Spülens und unterstützenden Inhaltsstoffen erforderlich [4]. Aktuelle Studien bestätigen die Wirksamkeit von PREVENTIA® gegen Biofilme und planktonische Zellen sowie die Verträglichkeit für humane Zellen und Gewebe [4-6]. Diese Spüllösung besteht aus dem Wirkstoff Polyhexanid (PHMB) und dem Tensid Poloxamer. Während PHMB für seine antimikrobielle Aktivität lange bekannt ist, bewirkt die neuartige Kombination, dass es effizienter zum Wirkort gelangen kann [7]. PREVENTIA® kann u. a. bei orthopädischen Eingriffen sowie generell in der Wundverschlussphase eingesetzt werden. PREVENTIA® Surgical Irrigation in stärkerer Verdünnung immer noch wirksamer als PVP-Iod Die In-vitro-Studie von Dudek et al. [4] untersuchte die Wirksamkeit verschiedener antiseptischer Spüllösungen gegen mehrere Krankenhauskeime. So tötete PREVENTIA® beispielsweise alle getesteten Erreger selbst in stärkerer Verdünnung als PVP-Iod wirksam ab. Biofilme stellen in der Chirurgie eine große Herausforderung dar. Die abgeschirmte Umgebung, die ein Biofilm Mikroorganismen bietet, schützt sie vor äußeren Einflüssen und kann die Entstehung von antibiotikaresistenten Keimen begünstigen [1]. Postoperative Wundinfektionen machen in Europa etwa 16 % aller nosokomialen Infektionen aus [2] und sind zu 80 % auf Biofilme zurückzuführen [3]. Außerdem wurde die Zytotoxizität u. a. in vivo im Larvenmodell untersucht. Interessanterweise verursachte nur PVP-Iod merkliche Schäden [4]. Vollständige Inaktivierung binnen einer Minute Watson et al. [5] bestätigten die Wirksamkeit von PREVENTIA® u. a. im Time-Kill-Assay: Hier bewirkte PREVENTIA® die vollständige Inaktivierung aller mikrobiologischen Kulturen innerhalb einer Minute. Auch der therapeutische Index (Verhältnis zwischen erforder- licher Wirkkonzentration und Toxizität auf Säugerzellen) fiel für PREVENTIA® im Vergleich zu PVP-Iod und anderen am günstigsten aus [5]. Zu guter Letzt wurde die Wirksamkeit von PREVENTIA® in einer dritten In-vitro-Studie nachgewiesen, in der alle Lösungen bis auf eine die Anforderungen an die Abtötung von Bakterien erfüllten, während Toxizität nicht Bestandteil der Untersuchung war [6]. Fazit Wirksamkeit und Verträglichkeit müssen stets sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. PREVENTIA® Surgical Irrigation zeigte sich insgesamt gut wirksam gegen Biofilme und planktonische Zellen – bei gleichzeitig hoher Verträglichkeit. Mit PREVENTIA® leistet HARTMANN einen weiteren Beitrag zur Mission: Infektionsprävention. Abbildung basiert auf Daten aus [4]. MBEC = minimal biofilm eradication concentration (kleinste notwendige Verdünnung zur Auflösung eines Biofilms). * = keine getestete Verdünnung führte zur Auflösung des Biofilms. Konzentration von PHMB in Kombination mit Macrogol geringer als in PREVENTIA® (0,04 % vs. 0,1 %). Abbildung modifiziert nach [5]. Time-Kill-Assay, hier beispielhaft für P. aeruginosa. KBE = koloniebildende Einheiten. Konzentration von PHMB in Kombination mit Macrogol geringer als in PREVENTIA® (0,04 % vs. 0,1 %). Quellen 1. Sahoo K, Meshram S (2024) Cureus 16: e70629. https://doi.org/10.7759/cureus.70629 2. European Centre for Disease Prevention and Control. Point prevalence survey of healthcare-associated infections and antimicrobial use in European acute care hospitals. Stockholm: ECDC; 2024. https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/healthcare-associated-point-prevalence-survey-acute-carehospitals-2022-2023.pdf (abgerufen am 27.02.2025) 3. Hrynyshyn A et al. (2022) Antibiotics (Basel) 11: 69. https://doi.org/10.3390/antibiotics11010069 4. Dudek B et al. (2024) Int J Mol Sci 25: 12720. https://doi.org/10.3390/ijms252312720 5. Watson F et al. (2014) GMS Hyg Infect Control 19: Doc73. https://doi.org/10.3205/dgkh000528 6. Honegger AL et al. (2025) Antibiotics (Basel) 14: 25. https://doi.org/10.3390/antibiotics14010025 7. https://www.hartmann.info/de-de/themen/surgical-site-infection/preventia (abgerufen am 27.02.2025) 50 S. epidermidis MRSA P. aeruginosa C. albicans C. acnes C. amycolatum MBEC [%] PREVENTIA® PVP-Iod HOCl/OCl40 30 20 10 0 10 Log 10 [KBE/ml] 8 6 4 2 0 Zeit [min] PREVENTIA® PHMB+ Macrogol HOCl/OCl0,9 % Saline 10 15 30 1440 15

PRAXIS HARTMANN Händehygiene-System Gesunde Hände nach Plan Hautpflege und -schutz in den Alltag einbinden Leitlinien zur Händehygiene geben nicht nur Empfehlungen zur Reinigung und Desinfektion der Hände, sondern befassen sich auch mit Hautschutz und -pflege [4,5]. So wird allen ärztlich und pflegerisch Tätigen empfohlen, die Hände regelmäßig einzucremen – und zwar mit für den Hauttyp geeigneten Hautschutz- und Hautpflegemitteln mit dermatologisch nachgewiesener Effektivität [4]. Idealerweise erfolgt dies in den „3 Momenten der Hautpflege”: vor der Arbeit, während der Arbeit (z. B. nach dem Händewaschen) und nach der Arbeit [6]. Wird dieser Ansatz konsequent verfolgt, lassen sich die meisten Hautprobleme von vornherein verhindern. Aus einer Hand – für alle Hände HARTMANN bietet als einer von wenigen Anbietern ein komplettes Händehygiene-System an. Dieses umfasst nicht nur hochwertige Produkte zur Händereinigung und -desinfektion, sondern auch medizinische Einmalhandschuhe, Dispenser, digitale Lösungen für das Monitoring der Händehygiene sowie das Hautpflege-System der Baktolan®-Range. Die Hände von Gesundheitspersonal sind Tag für Tag großen Strapazen ausgesetzt. Etwa 85 % der Pflegekräfte leiden phasenweise unter Hautirritationen [1]. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von zu häufigem Händewaschen bis zu mangelnder Hautpflege [2,3]. Dabei sind berufsbedingte Hauterkrankungen größtenteils vermeidbar – wenn die richtige Strategie zum Einsatz kommt! Quellen 1. Robert Koch-Institut (2019) Epidemiol Bull 19: 157-161. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2019/19_19.pdf?__ blob=publicationFile&v=1 (abgerufen am 18.02.2025) 2. Hamnerius N et al. (2018) Br J Dermatol 178: 452-461. https://doi.org/10.1111/bjd.15813 3. Soltanipoor M et al. (2019) Contact Dermatitis 80: 26-34. https://doi.org/10.1111/cod.13148 4. Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (2016) Bundesgesundheitsbl Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 59: 59:1189-1220. https://doi.org/10.1007/s00103-016-2416-6 5. WHO (2009). WHO Guidelines on Hand Hygiene in Health Care. https://www.who.int/publications/i/item/9789241597906 (abgerufen am 18.02.2025) 6. Hines J et al. (2017) J Eur Acad Dermatol Venereol 31: 53-64. https://doi.org/10.1111/jdv.13851 Hautpflege und -Schutz in die tägliche Arbeit integrieren … mit den richtigen Produkten zur richtigen Zeit Händewaschen Hände- waschen bei Verschmutzung Hautschutz nach längeren Arbeits- unterbrechungen HautSchutz Hautpflege Händedesinfektion und Handschuhe, wenn angezeigt Händedesinfektion und Handschuhe, wenn angezeigt Vor der Arbeit: Nach der Arbeit: Während der Arbeit: 16

FORUM Welthändehygienetag am 5.5. Hände hoch für den Welthändehygienetag: Händehygiene geht uns alle an! Gute Händehygiene in der Gesundheitsversorgung – in den richtigen Momenten angewandt – verhindert nosokomiale Infektionen und rettet dadurch alljährlich Millionen von Leben [1]. Deshalb geht Händehygiene alle Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen an. Händedesinfektion ist zweifellos eine der wichtigsten Maßnahmen zur Infektionsprävention. Doch Händewaschen, Hautpflege und -schutz sowie Untersuchungshandschuhe gehören ebenso dazu. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass die Nutzung von medizinischen Untersuchungshandschuhen nicht die Händedesinfektion ersetzt [2] und es viele Tätigkeiten gibt, bei denen keine Handschuhe getragen werden müssen. Um nosokomiale Infektionen zu vermeiden, sind jedoch nicht nur die Gesundheitsfachkräfte gefragt. Auch Patienten und Besuchende können dazu beitragen, die Übertragung von Erregern zu verhindern. Da unsere Hände täglich mit den verschiedensten Erregern in Kontakt kommen, ist eine gute Händehygiene wichtig, um die Verbreitung zu unterbinden. Hände hoch für den Welthändehygienetag! HARTMANN unterstützt – wie in jedem Jahr – die Initiative der WHO. Unter dem Motto „Hands up for World Hand Hygiene Day“ möchten wir diesmal alle ermutigen, ihre Hände symbolisch zu heben und sich für eine bessere Händehygiene stark zu machen: Ob in Gesundheitseinrichtungen, im privaten Umfeld oder in der Öffentlichkeit – jede und jeder kann einen Beitrag leisten, um die Verbreitung von Erregern zu verhindern und Mitmenschen zu schützen. Das HARTMANN SCIENCE CENTER hat diverse Materialien zum richtigen Umgang mit Handschuhen erstellt, welche Ihnen auf unserer Kampagnen-Website zum Download zur Verfügung stehen: https://www.hartmann-science-center.com/ de-de/news-und-themen/internationale-aktionstage/world-hand-hygiene-day-2025 Akzeptanz der Händehygiene rettet Leben Besonders motivierend für uns ist in diesem Jahr ein Jubiläum: Sterillium® gibt es 2025 seit 60 Jahren. Seit seiner Einführung 1965 hat es dank seiner guten Hautverträglichkeit die Akzeptanz der Händehygiene weltweit gefördert – und so viele Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen bewahrt. Zum 60-jährigen Jubiläum präsentiert sich Sterillium® deshalb nicht nur in einem frischen Look, es hat auch einem neuen Claim, der zum aktuellen Anliegen der WHO passt: „Sterillium®. In sicheren Händen.“ Wir haben das Jubiläum zudem als Anlass genutzt, um das Thema Händehygiene im Rahmen des HARTMANN SCIENCE CENTER Symposiums 2025 mit spannenden Vorträgen zu bereichern: https://www.hartmann-science-center.com/ de-de/news-und-themen/events/hsc-symposium-2025 Am 5. Mai ist wieder „Welthändehygienetag“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO lenkt den Blick unter dem Motto „It might be gloves. It‘s always hand hygiene.“ dieses Jahr auf die Bedeutung der Händehygiene. Quellen 1. WHO-Kampagnen-Webseite zum „World Hand Hygiene Day 2025“: https://www.who.int/campaigns/world-hand-hygiene-day/2025 2. Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin 19/2024. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2024/19_24.pdf?__ blob=publicationFile&v=5 (aufgerufen am 04.03.2025) Händehygiene Pocket-Guide 17

INTERVIEW Arbeitssicherheit und Handhygiene „Therapie im Schlaf!“ Herr Prof. John, Ihren Veröffentlichungen zufolge gehören Hautkrankheiten – Dermatosen – zu den häufigsten Berufskrankheiten überhaupt. Rund ein Drittel aller beruflich bedingten Erkrankungen in der EU und den USA betreffen allein die Haut. Warum ist das so? Viele Erkrankte arbeiten im Gesundheitssektor. Die sollten doch wissen, wie sie ihre Haut schützen können, oder nicht? Es gibt Berufe, die aufgrund der typischen Tätigkeiten ein deutlich erhöhtes Risiko für Hauterkrankungen haben. Berufe im Gesundheitswesen gehören dazu. Vor allem Pflegekräfte sind gefährdet. Studien unter Krankenschwestern und Altenpflegerinnen haben eine Punktprävalenz von rund 20 % gezeigt. Das heißt: Eine von fünf hat eine berufsbedingte Hauterkrankung. Ein bedeutender Risikofaktor für Berufsdermatosen ist beispielsweise die Anzahl der täglichen Handwaschungen mit Seife. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist die Tragedauer von Einmalhandschuhen. Beides ist im Gesundheitswesen häufig. Je länger Einmalhandschuhe während der Arbeit getragen Prof. Dr. Swen Malte John ist Leiter der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück, Vorsitzender der Taskforce Occupational Skin Diseases der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation – kurz: iDerm – in Osnabrück. werden, desto wahrscheinlicher ist eine Hauterkrankung. Beim Händewaschen mit Seife ist es ebenso: je öfter, desto häufiger sind Ekzeme, also entzündliche Veränderungen der Haut. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch, dass viele Betroffene berufsbedingte Ekzeme als unvermeidliches Schicksal hinnehmen und als Zeichen dafür, dass sie „richtig“ arbeiten. Das ist ein Fehler. Kaputte Hände gehören nicht zum Job! Und sie sind auch kein Zeichen für Einsatzwillen. Wer hat denn grundsätzlich ein erhöhtes Risiko und sollte auf Hautpflege und -schutz achten? Etwa 30 bis 40 % der Menschen haben anlagebedingt eine empfindliche Haut. Auf Hautpflege und Hautschutz sollte aber eigentlich jeder achten. Und damit ist vor allem auch das korrekte Desinfizieren der Hände mit einem rückfettenden alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel gemeint. Insgesamt haben aber Frauen ein doppelt so hohes Risiko, im Laufe des Lebens eine Kontaktdermatose zu entwickeln. Also Nur unversorgte Hauterkrankungen sind unheilbar! 18

INTERVIEW eine entzündliche Hauterkrankung, die durch Kontakt mit einem schädigenden Stoff ausgelöst wird. Denn Frauen sind im Beruf und auch im Haushalt eher mit nassen Tätigkeiten beschäftigt: sie putzen, spülen und waschen häufiger als Männer. Und Wasser schädigt die Haut auf Dauer! Die uns schützende Hornschicht in der Oberhaut, die Epidermis, ist lediglich 0,02 Millimeter dick. Im gesunden Zustand liegen die Zellen dort wie in einer Mauer dicht an dicht. Wenn die Haut länger Feuchtigkeit ausgesetzt ist, quellen die Backsteine und der ganze Verband gerät aus den Fugen und wird durchlässig. Nicht zuletzt können dann auch Krankheitserreger leichter eindringen. Und dann? Wie können Sie den Betroffenen helfen? Worauf kommt es bei der Therapie an? Die Behandlung besteht je nach Schweregrad der Erkrankung aus der lokalen Anwendung von antientzündlichen Wirkstoffen, dazu gehört auch die kurzzeitige Anwendung von Glukokortikoiden, also Kortison, und systemischen Therapien, die im gesamten Körper wirken. Ganz wichtig ist dabei aber die regelmäßige Je länger Einmalhandschuhe während der Arbeit getragen werden, desto wahrscheinlicher ist eine Hauterkrankung. Anwendung von Hautpflegemitteln. Die Patienten cremen sich beispielsweise jeden Abend die Hände ein und tragen dann über Nacht dünne Baumwollhandschuhe, damit sie die Bettwäsche nicht verschmutzen und das Pflegepräparat gut einzieht. Wir nennen das „Therapie im Schlaf“. Sie dient dazu, die geschädigte epidermale Barriere zu stabilisieren. Und das ist die gute Nachricht: Mit der richtigen Behandlung bilden sich die Schädigungen der Haut meistens zurück. Nur unversorgte Hauterkrankungen sind unheilbar! Der Weg zu einer solchen fachgerechten Therapie ist auch denkbar einfach: Jeder, der eine berufsbedingte Hauterkrankung hat, kann zu jedem Hautarzt gehen. Es ist keine Überweisung erforderlich. Solange sie berufsfähig sind, haben Betroffene auch ein Anrecht auf die Übernahmen der Kosten für Hautpflegeprodukte. Das gilt auch für den Privatgebrauch und ist Teil der Versorgung von Hauterkrankungen durch die gesetzliche Unfallversicherung. Vielen Dank für das Gespräch! Richtige Verwendung von Handschuhen: Händedesinfektion: Desinfizieren Sie Ihre Hände und lassen Sie sie trocknen, bevor Sie Handschuhe anziehen. Handschuhe richtig anziehen: Handschuhe richtig anziehen, um Kontamination zu vermeiden. Handschuhe regelmäßig wechseln: Handschuhe alle 10 bis 15 Minuten wechseln, um Kreuzkontamination und Handschweiß zu vermeiden [1]. Richtiges Ausziehen der Handschuhe: Ziehen Sie die Handschuhe richtig aus, um eine Kontamination der Hände zu vermeiden. Händedesinfektion: Nach dem Ausziehen der Handschuhe sollten die Hände mit einem alkoholhaltigen Händedesinfektionsmittel desinfiziert werden. Hautpflege- und Hautschutzmittel verwenden: Verwenden Sie Hautpflege- und Hautschutzmittel, um Ihre Haut zu schützen. 2 Min. 10-15 Min Quellen 1. Hübner NO et al (2013) BMC infectious diseases 13:1-7. https://doi.org/10.1186/1471-2334-13-226 19

DESINFACTS erscheint im Auftrag der BODE Chemie GmbH – Ein Unternehmen der HARTMANN GRUPPE, Hamburg www.hartmann-science-center.de www.hartmann.info Redaktion: HARTMANN SCIENCE CENTER Text: Dr. Julia Dittmann, Arnd Petry Gestaltung: Beling Agentur für visuelle Kommunikation, Hamburg Bildnachweise: Titel: IStockphoto; S. 2/3: BODE Chemie; S. 4/5: Beling Grafikdesign, IStockphoto; S. 6/7: BODE Chemie, Marco Grundt, S.8/9: BODE Chemie, Stockphoto; S. 10/11: BODE Chemie, Marco Grundt; S.12/13: Patrick Schwalb Fotografie, www.christineschube.de; S.14: Stockphoto; S. 16: Marco Grundt; S. 18: iDerm, Marco Grundt; S.19: Synthese VERANSTALTUNGEN ICPIC 2025 8th International Conference on Prevention & Infection Control (ICPIC) Wann? 16.-19. September 2025 Wo? Genf, Schweiz www? https://conference.icpic.com/ Als Ergänzung zum Kongressprogramm der ICPIC 2025 laden wir Interessierte in diesem Jahr zum HARTMANN Symposium zum Thema „60 years of Alcoholic Hand Disinfection: New Perspectives on Efficacy and Skin Health​„ ein. Geplant ist unsere Veranstaltung für Dienstag, 16. September (15.00–16.00 Uhr). Sie können sich auf folgende Vorträge freuen: PD Dr. Tobias Kramer LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kramer & Kollegen, Geesthacht Vortrag 1: „Reassessing Hand Disinfection - Balancing Speed, Compliance, and Efficacy“ Prof. Dr. Swen Malte John Leiter der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) in der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation HARTMANN ist mit einem Messestand auf der ICPIC vertreten. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Die Informationen auf dem Produktetikett sind stets zu befolgen. Sterillium Virugard, Lösung zur Anwendung auf der Haut: Wirkstoff: Ethanol. Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten: Wirkstoff: Ethanol 99 % 95,0 g. Sonstige Bestandteile: Butan-2-on, Glycerol, Tetradecan-1-ol, Benzin. Anwendungsgebiete: Hygienische und chirurgische Händedesinfektion. Gegenanzeigen: Nicht auf Schleimhäuten anwenden. Nicht in unmittelbarer Nähe der Augen oder offener Wunden anwenden. Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe. Nebenwirkungen: Selten treten leichte, diffuse Hautirritation auf. In solchen Fällen wird empfohlen, die allgemeine Hautpflege zu intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. (Stand: 08/2022) Sterillium®, Lösung zur Anwendung auf der Haut: Wirkstoffe: Propan-2-ol, Propan-1-ol, Mecetroniumetilsulfat. Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten: Wirkstoffe: Propan-2-ol 45,0 g, Propan-1-ol 30,0 g, Mecetroniumetilsulfat 0,2 g. Sonstige Bestandteile: Glycerol 85%, Tetradecan-1-ol, Patentblau V 85%, Gereinigtes Wasser, Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Coumarin, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Hydroxycitronellal, Limonene und Linalool. Anwendungsgebiete: Zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion. Zur Hautdesinfektion vor Injektionen und Punktionen. Gegenanzeigen: Für die Desinfektion von Schleimhäuten nicht geeignet. Nicht in unmittelbarer Nähe der Augen oder offener Wunden anwenden. Überempfindlichkeit (Allergie) gegen einen der Wirkstoffe oder der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Gelegentlich kann eine leichte Trockenheit oder Reizung der Haut auftreten. In solchen Fällen wird empfohlen, die allgemeine Hautpflege zu intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. Dieses Arzneimittel enthält einen Duftstoff mit Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Coumarin, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Hydroxycitronellal, Limonene und Linalool. Duftstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen. Benzylalkohol kann leichte Reizungen hervorrufen. Warnhinweise: Enthält einen Duftstoff mit Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Coumarin, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Hydroxycitronellal, Limonene und Linalool. (Stand: 03/2021) Sterillium med, Lösung zur Anwendung auf der Haut: Wirkstoff: Ethanol. Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten: Wirkstoff: Ethanol 99 % 85,0 g, Sonstige Bestandteile: Butan-2-on, 1-Propanol (Ph.Eur.), Tetradecan-1-ol, Glycerol 85 %, Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion. Gegenanzeigen: Für die Desinfektion von Schleimhäuten nicht geeignet. Nicht in unmittelbarer Nähe der Augen oder offenen Wunden anwenden. Hinweis: Bei Kontakt der Lösung mit den Augen sollten die geöffneten Augen für einige Minuten mit fließendem Wasser gewaschen werden. Nicht bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile anwenden. Nebenwirkungen: Gelegentlich kann eine leichte Trockenheit oder Reizung der Haut auftreten. In solchen Fällen wird empfohlen, die allgemeine Hautpflege zu intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. (Stand: 09/2020) Pharmazeutischer Unternehmer: BODE Chemie GmbH, Melanchthonstraße 27, 22525 Hamburg SGSH Jahresversammlung 2025 Wann? 24.-26. September 2025 Wo? Interlaken, Schweiz WWW? https://sginf2025.congress-imk.ch/frontend/index. php?folder_id=3998&page_id= Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress 2025 Wann? 8.-10. Oktober 2025 Wo? Freiburg, Deutschland WWW? https://www.hygienekongress.de/de Vortrag 2: „Safe Hands, Safe Care - The Role of Skin Health in Hand Hygiene“ Einladung zum Austausch – mit Extraportion Fachwissen Gefahrstoffklassifizierung Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues: Achtung H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H319: Verursacht schwere Augenreizung. Gefahrstoffklassifizierung Sterillium® pure: Achtung H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H319: Verursacht schwere Augenreizung. H336: Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Gefahrstoffklassifizierung Sterillium® foam extra care: Achtung H226: Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H319: Verursacht schwere Augenreizung.

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