DESINFACTS | Ausgabe 1/2025

WISSEN Neues Whitepaper zu Flächendesinfektion und nachhaltigen Tuchfasern Auf die Fasern kommt es an Faserrückstände können im Gesundheitsbereich ernsthafte Probleme verursachen: Das ist seit vielen Jahren bekannt und deshalb sind beispielsweise Textilien, die im Operationssaal verwendet werden, besonders fusselarm. Denn das verringert das Risiko für die Patienten erheblich. Wenn nun im gesamten Gesundheitswesen Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und zunehmend neue, umweltfreundlichere Materialien zum Einsatz kommen, dann gewinnt auch das eigentlich schön gelöste „Gesundheits-Problem Faserrückstände“ neue Aktualität. Mögliche Probleme: Kontamination, Wundheilung, Messfehler, ... Faserrückstände können mit Krankheitserregern kontaminiert sein und Patienten mit Pathogenen in Kontakt bringen. Bei Desinfektionsmitteltüchern kann das der Fall sein, wenn der Alkohol verflogen ist. Faserrückstände können auch – wenn sie in eine Wunde gelangen – den Heilungsprozess behindern und/ oder zu Granulomen (meist gutartige, körnchenförmige Gewebeneubildungen) und Gewebe-Verwachsungen führen. Faserrückstände können auch bei Geräten zu Störungen führen. Beispielsweise dann, wenn sie sich in den Geräten ansammeln und Messungen beeinflussen. Nicht zuletzt können fusselnde Desinfektionstücher die Compliance beeinträchtigen: Zum Beispiel dann, wenn Anwenderinnen und Anwender das Desinfizieren von Flächen mit einem solchen Tuch als ineffizient beurteilen, weil sie ständig nachwischen müssen, um Faserrückstände zu entfernen. Mögliche Lösung: Cellulose-Tücher ohne Pulpe-Zwischen- schicht Wenn Vliestücher für die Flächendesinfektion aus nachhaltigen Quellen stammen, sind sie ein Gewinn für die Umwelt. Aber wie viele Faserrückstände hinterlassen diese neuen Materialien? Versuche mit durchtränkten und anschließend ausgepressten und getrockneten Flowpack-Tuchstapeln belegen, dass Cellulose-basierte Tücher mit Pulpe als Zwischenschicht fünfmal mehr Faserrückstände hinterlassen als Tücher ohne Pulpe als Zwischenschicht. Die dabei getesteten Cellulose-basierten neuen Tücher der Bacillol®-Produktfamilie (Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues und Bacillol® Zero Tissues), die beide ohne Pulpe-Zwischenschicht sind, unterschieden sich bei den Tests auch nicht signifikant von den seit vielen Jahren etablieren Bacillol® 30 Sensitive Tissues mit PET-Kunststoffasern. Sie sind weit mehr als „nur“ das Trägermaterial für das Desinfektionsmittel: Die Tuchfasern vorgetränkter Desinfektionstücher beeinflussen unter anderem die Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Effizienz der Flächendesinfektion. Ein neues Whitepaper des HARTMANN SCIENCE CENTERS beleuchtet nun alle Aspekte, die beim Einsatz von Desinfektionstüchern, die nicht aus KunststoffFasern, sondern aus nachwachsenden Cellulose-basierten Tuchfasern bestehen, berücksichtigt werden sollten. Hier das Wichtigste in Kürze: Faserrückstände nach dem Desinfizieren mit einem stark fusselnden Desinfektionstuch auf einer Patientenliege mit strukturierter Oberfläche Pulpe 10

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