FORUM Mit einer Schüssel voller Keime fing es an: Seit 60 Jahren schreibt Sterillium® (Erfolgs-)Geschichte(n) Die entscheidende Idee kam ihm während einer Chefarztvisite im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf: „Die Zimmer waren klein, nur die wichtigsten Ärzte gingen hinein, ich stand mit den anderen vor der Tür. Davor stand eine Waschschüssel mit einer verdünnten Desinfektionslösung, in die alle Ärzte ihre Hände tauchten. Die Flüssigkeit erschien mir verdächtig“, erinnerte sich Professor Dr. Peter Kalmár vor Jahren in einem Interview. Nach der Visite habe er eine Probe ins Labor geschickt. „Die Lösung wimmelte vor Keimen. Plötzlich schwebte mir eine hautverträgliche Desinfektion mit Einreiben des Wirkstoffs ohne Waschung vor.“ Produktionsstart 4. Juni 1965 Der Rest ist Hygiene-Geschichte. Denn bei dem nur wenige Kilometer entfernt ansässigen Unternehmen „Dr. Bode & Co.“ fiel die Idee des jungen Chirurgen auf fruchtbaren Boden: Und am 4. Juni 1965 schließlich wurde bei „Dr. Bode & Co.“ in HamburgStellingen die erste Flasche Sterillium® abgefüllt. Sterillium® war das erste marktfähige alkoholische Hände-Desinfektionsmittel der Welt. Es kombinierte die zuverlässige Elimination von Mikroorganismen mit einer einfachen und zeitsparenden Anwendung. Zudem pflegte es die Haut dank seiner rückfettenden Komponenten. Die bis dahin übliche Form der chirurgischen Händedesinfektion ist heute nur schwer vorstellbar: „Unter fließendem Wasser mit Seife und Bürste schrubbten wir die Hände und Unterarme vor operativen Eingriffen. Danach floss noch 96-prozentiger Alkohol über die Haut, die wir mit sterilen Tüchern abtrockneten“, erinnerte sich Peter Kalmár. Das hatte Folgen: „Bei vielen Chirurgen wurde die stark entfettete Haut durch die Waschungen teils spröde und rissig.“ „Marke des Jahrhunderts“ und Name einer Produkt- familie Mittlerweile ist der Name Sterillium® ein Synonym für Hände-Desinfektionsmittel. 2025 wurde Sterillium® daher zum vierten Mal als „Marke des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Der Name steht heute aber auch für eine Produkt-Familie, deren Abkömmlinge ihre Sterillium®-DNA – das Innovative, die Nähe zur Praxis und zur Forschung – zeigen. Eine Waschschüssel für Ärzte entpuppte sich als Keimschleuder – und war damit Ausgangspunkt für die Entwicklung eines HändeDesinfektionsmittels, das revolutionär war. Es machte die Bekämpfung von Erregern mit einem Schlag effizienter, sicherer und schneller. 4
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