Arten von Wundexsudat
Die Wundexsudation effizient zu kontrollieren und zu regulieren, ist nicht nur unabdingbar für die Wundheilung, sondern schützt gleichzeitig die Wundumgebung vor Mazeration. Für den Patienten kann dies bedeuten: eine verkürzte Heilungszeit, weniger Schmerzen und weniger Beeinträchtigungen bei seinen Alltagsaktivitäten.
Ursächlich kann dem Problem stark nässender Wunden durch Nekrosenabtragung, Infektionskontrolle und Behandlung von Grunderkrankungen begegnet werden. Hilfreich können auch das Hochlagern der Beine, eine Kompressionstherapie zum Ausschwemmen von Ödemen oder Maßnahmen zur Förderung des Lymphflusses sein.
Im Mittelpunkt aber steht eine adäquate Verbandbehandlung:

Die Menge des Exsudats ist oftmals schwierig einzuschätzen:
Die Beschaffenheit des Exsudats kann wichtige Hinweise zur Beurteilung der Wundsituation liefern:
bei einer unauffälligen Wundheilung ist Wundexsudat meist klar, transparent bis honigfarben und eher wässrig. Verändert sich die Wundflüssigkeit jedoch deutlich – etwa durch eine zähflüssige Konsistenz, rötliche Verfärbung, blaugrüne Farbe oder auffälligen Geruch – kann das auf eine bakterielle Kolonisation oder eine bereits bestehende Wundinfektion hinweisen. In diesem Fall ist eine fachgerechte Beurteilung und Behandlung der Wunde notwendig.1
Erfahrene Fachkräfte in der Wundversorgung können Farbe, Menge, Geruch und Konsistenz des Exsudats nutzen, um Hinweise auf die Wundsituation zu gewinnen. Teilweise lässt die Beschaffenheit des Wundexsudats sogar Rückschlüsse darauf zu, welche Bakterienart die Wunde besiedelt.1
