Tipps für das richtige Ausbruchsmanagement

Bereits in KW 48 und damit rund zwei bis drei Wochen als früher startete in dieser Saison die Grippewelle in Deutschland, wie das RKI berichtet. Ende Januar bewegen sich die Zahlen für akute Atemwegserkrankungen weiter deutlich nach oben, entsprechen dabei aber den Vorjahreswerten.
Nach einer sehr schwachen Welle im Jahr 2020/2021 – damals bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen – und stärkeren Ausschlägen im Jahr 2022/2023 bewegen wir uns nun wieder in den langjährig üblichen Fallzahlen.
Aber auch bei „gewöhnlichen“ Zahlen an Erkrankten sollten Vorsicht und Prophylaxemaßnahmen nicht nachlassen, denn die „echte“ Grippe ist eben keine einfache Erkältung, sondern gerade für ältere, multimorbide Menschen – ganz gleich, ob sie zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen leben – eine gefährliche Erkrankung.
Verursacher der saisonalen Grippe ist das Influenza-Virus, das in verschiedenen Typen auftritt. Aktuell zirkulieren besonders zwei Typen dieser behüllten Viren:
Fieber, Schüttelfrost, trockener Reizhusten sowie Hals-, Muskel- und Kopfschmerzen sind die typischen Symptome einer Grippe. Sie ähneln damit denen einer Erkältung oder grippalen Infekten, also akuten Infektionskrankheiten der Schleimhaut von Nase, Hals oder Bronchien. Sie werden manchmal von Bakterien, meist aber von Rhino-, Entero- oder Mastadenoviren ausgelöst.
Es gibt aber einige wichtige Unterschiede: Während sich eine Erkältung meist langsam anschleicht, also z. B. erst mit einem Kratzen im Hals, bevor es dann zur laufenden Nase oder Husten kommt, tritt eine Influenza ganz plötzlich auf. Der Patient leidet schnell an Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, er fühlt sich schwach und oft kommt auch hohes Fieber dazu.


Influenza-Viren werden auf verschiedene Arten übertragen. Wichtigster Übertragungsweg ist das Einatmen der Erreger, die durch Niesen oder Husten freigesetzt werden. So gelangen die Viren in Aerosolen in die Atemwege anderer Personen.
Aber auch auf Oberflächen lauert ein Risiko, denn Influenzaviren überleben auch dort und können über Handkontakte von Mensch zu Mensch oder durch den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und der anschließenden Berührung von Mund oder Nase übertragen werden.
Als wirksamste vorbeugende Maßnahme gilt die Grippeimpfung, die jährlich aufgefrischt werden muss. Jährlich deshalb, weil Grippeviren sehr wandlungsfähig sind. Mutationen betreffen dabei vor allem das Hämagglutinin, das für das Eindringen des Virus in die Körperzellen verantwortlich ist. Verändert sich das Protein, hat das Immunsystem Schwierigkeiten, den Feind zu erkennen, auch wenn es bereits vorher auf Grippeviren getroffen war. Damit werden Grippeausbrüche auch tendenziell schwerwiegender, wenn neue Varianten auftreten.
Deshalb wird auch der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Seit 2018 wird auch der sogenannte quadrivalente Impfstoff, der vier Stämme gleichzeitig abdeckt, von den Krankenkassen übernommen. Eine Grippeimpfung kann auch zusammen mit einer Corona-Impfung erfolgen.
Das RKI empfiehlt insbesondere Personen ab 60 oder mit chronisch Kranken sowie Bewohner in Alten- und Pflegeheimen und medizinischem und Pflegepersonal eine Grippeschutzimpfung.


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