Niesende Frau

Das Gripperisiko sicher im Griff

Warum die Grippe gerade für ältere Menschen so gefährlich ist und was man zum Schutz vor einer Infektion tun sollte.
von der HARTMANN Online-Redaktion
Gerade wenn man die Hoffnung hat, dass der Winter langsam zu Ende geht, erreicht sie meist Ende Februar und Anfang März erst ihren Höhepunkt: die jährliche Grippewelle. Gerade dann ist der richtige Schutz besonders wichtig – sowohl ob im privaten Bereich als auch ganz besonders in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Was dabei zu beachten ist, zeigt dieser Beitrag.

Die Grippesaison 2025/2026

Arztin horcht Patientin mit einem Stethoskop ab

Bereits in KW 48 und damit rund zwei bis drei Wochen als früher startete in dieser Saison die Grippewelle in Deutschland, wie das RKI berichtet. Ende Januar bewegen sich die Zahlen für akute Atemwegserkrankungen weiter deutlich nach oben, entsprechen dabei aber den Vorjahreswerten.

Nach einer sehr schwachen Welle im Jahr 2020/2021 – damals bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen – und stärkeren Ausschlägen im Jahr 2022/2023 bewegen wir uns nun wieder in den langjährig üblichen Fallzahlen.

Aber auch bei „gewöhnlichen“ Zahlen an Erkrankten sollten Vorsicht und Prophylaxemaßnahmen nicht nachlassen, denn die „echte“ Grippe ist eben keine einfache Erkältung, sondern gerade für ältere, multimorbide Menschen – ganz gleich, ob sie zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen leben – eine gefährliche Erkrankung.

Was genau ist eigentlich Influenza?

Verursacher der saisonalen Grippe ist das Influenza-Virus, das in verschiedenen Typen auftritt. Aktuell zirkulieren besonders zwei Typen dieser behüllten Viren:

  • Da sind zum einen Influenza-A-Viren der Subtypen H1N1 und H3N2, wobei Buchstaben die Proteine bezeichnen, die dem Virus ermöglichen, in die Zellen des Körpers einzudringen und nach der Vermehrung wieder zu entweichen: H steht für Hämagglutinin und N für Neuraminidase. Typ A verfügt über eine hohe genetische Variabilität und verändert sich damit von Jahr zu Jahr.

  • Des Weiteren gibt es Influenza-B-Viren der Linien Victoria. Bei diesem Typ ist der Verlauf meist milder und er tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf.
3D Influenzaviren

Nicht jede „Grippe“ ist eine Grippe

Fieber, Schüttelfrost, trockener Reizhusten sowie Hals-, Muskel- und Kopfschmerzen sind die typischen Symptome einer Grippe. Sie ähneln damit denen einer Erkältung oder grippalen Infekten, also akuten Infektionskrankheiten der Schleimhaut von Nase, Hals oder Bronchien. Sie werden manchmal von Bakterien, meist aber von Rhino-, Entero- oder Mastadenoviren ausgelöst.

Es gibt aber einige wichtige Unterschiede: Während sich eine Erkältung meist langsam anschleicht, also z. B. erst mit einem Kratzen im Hals, bevor es dann zur laufenden Nase oder Husten kommt, tritt eine Influenza ganz plötzlich auf. Der Patient leidet schnell an Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, er fühlt sich schwach und oft kommt auch hohes Fieber dazu.

kranke Frau sitzt im Bett und putzt die Nase

Wie wird Influenza übertragen?

Senior niest in ein Taschentuch

Influenza-Viren werden auf verschiedene Arten übertragen. Wichtigster Übertragungsweg ist das Einatmen der Erreger, die durch Niesen oder Husten freigesetzt werden. So gelangen die Viren in Aerosolen in die Atemwege anderer Personen.

Aber auch auf Oberflächen lauert ein Risiko, denn Influenzaviren überleben auch dort und können über Handkontakte von Mensch zu Mensch oder durch den Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und der anschließenden Berührung von Mund oder Nase übertragen werden.

Warum ist die Impfung so wichtig

Als wirksamste vorbeugende Maßnahme gilt die Grippeimpfung, die jährlich aufgefrischt werden muss. Jährlich deshalb, weil Grippeviren sehr wandlungsfähig sind. Mutationen betreffen dabei vor allem das Hämagglutinin, das für das Eindringen des Virus in die Körperzellen verantwortlich ist. Verändert sich das Protein, hat das Immunsystem Schwierigkeiten, den Feind zu erkennen, auch wenn es bereits vorher auf Grippeviren getroffen war. Damit werden Grippeausbrüche auch tendenziell schwerwiegender, wenn neue Varianten auftreten.

Deshalb wird auch der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Seit 2018 wird auch der sogenannte quadrivalente Impfstoff, der vier Stämme gleichzeitig abdeckt, von den Krankenkassen übernommen. Eine Grippeimpfung kann auch zusammen mit einer Corona-Impfung erfolgen.

Das RKI empfiehlt insbesondere Personen ab 60 oder mit chronisch Kranken sowie Bewohner in Alten- und Pflegeheimen und medizinischem und Pflegepersonal eine Grippeschutzimpfung.

Oberarm eines Mannes der gerade mit einer Spritze geimpft wird

Die richtige Hygiene

Eine ebenso wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Influenza-Infektionen spielt die Einhaltung der Hygieneregeln.
Hand öffnet ein Fenster
Verhaltensmaßnahmen
Mit dem richtigen Verhalten lässt sich die Gefahr für die Übertragung des Influenzavirus verringern. Dazu gehört z. B. die Hustenetikette, also das Husten und Niesen in die Armbeuge und nicht in die Hände. Ebenso ist regelmäßiges Lüften, mindestens drei- bis viermal am Tag für 10 Minuten, empfohlen. Und ist eine Infektion bekannt, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sinnvoll.
Frau reibt sich die Hände mit Desinfektionsmittel ein
Händedesinfektion
Die regelmäßige Händedesinfektion ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Infektionsschutz: Hände nach Kontakt mit infizierten oder mutmaßlich infizierten Personen sorgfältig über einen Zeitraum von 30 Sekunden desinfizieren. Zur Desinfektion bei Influenza sind Desinfektionsmittel mit begrenzt viruziden Wirkungsspektrum einzusetzen. Der Nachweis der Wirksamkeit sollte nach nationalen oder europäischen Standardmethoden erfolgen.
Patientenliege wird mit Tuch desinfiziert
Flächendesinfektion
Auch alle Flächen, die mit dem Virus in Kontakt kamen, müssen regelmäßig desinfiziert werden. Dazu zählen vor allem Handkontaktflächen, wie beispielsweise Türgriffe oder Lichtschalter. Auch bei der Flächendesinfektion sind Produkte mit dem Wirkungsspektrum begrenzt viruzid einzusetzen. Alle HARTMANN Hände- und Flächendesinfektionsmittel erfüllen diese Wirksamkeit.

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Nahaufnahme von Händen, die ein Smartphone halten und damit interagieren.

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