Die Acne inversa (Hidradenitis suppurativa) ist eine chronisch rezidivierende, entzündliche Erkrankung der Haut, die vor allem bei jüngeren Erwachsenen vorkommt und rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland betrifft.
Entstehung
Charakterisiert ist die Acne inversa als eine Entzündung des Follikelepithels der Talgdrüsen- und Terminalhaarfollikel. Es bilden sich zunächst Hyperkeratosen, die zu einem Verschluss des Follikelkanals führen. Wird der Druck zu stark, kommt es zu einer Ruptur (Zerreißung) des Follikels. Keratin und Bakterien gelangen in das umgebende Bindegewebe, wodurch Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. In den entzündeten Hautbereichen bilden sich Knoten, Abszesse und Fisteln, die im weiteren Krankheitsverlauf bei wiederholten Entzündungen der gleichen Körperbereiche zu Verwachsungen und Vernarbungen führen.
Lokalisation
Von den Entzündungen sind vorrangig behaarte Hautpartien wie Achselhöhlen und die Leistengegend betroffen. Häufig sind sie aber auch an Körperbereichen lokalisiert, wo die Haut aneinanderreibt wie am Gesäß, an der Innenseite der Oberschenkel oder bei Frauen unter der Brust.
Ursachen
Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt. Da es sich bei Acne inversa jedoch häufig um Raucher handelt, zählt Nikotinkonsum zu den häufigsten Ursachen. Aber auch Übergewicht, starkes Schwitzen, mechanische Hautreizung (z.B. durch eng anliegende Kleidung) und erbliche Veranlagung scheinen eine Rolle zu spielen.

