Brenzblick-Residenz Mergelstetten
Inkontinenzversorgung

„Auf die richtigen
Produkte setzen“

Bettlägerige Bewohner mit Inkontinenz sind besonders gefährdet, Hautirritationen zu erleiden. Mit einer guten Prävention lässt sich das erfolgreich vermeiden. Elina Ott, stv. Pflegedienstleitung, berichtet im Interview von ihren Erfahrungen.

von der HARTMANN Online-Redaktion 9/28/2020
Elina Ott
Elina Ott ist stv. Pflegedienstleitung an der Brenzblick-Residenz in Mergelstetten

Frau Ott, was ist aus Ihrer Sicht besonders wichtig, um Hautschäden bei Inkontinenz vorzubeugen?

Entscheidend ist, den Kontakt der Haut mit Urin und Stuhl zu vermeiden. Die Förderung der Kontinenz, zum Beispiel in Form von Toilettentraining, steht deshalb für uns ganz oben bei der Prävention. Bei immobilen Bewohnern ist sie aber in der Regel nicht möglich. Umso wichtiger ist es dann, die Haut besonders sorgsam zu pflegen und die richtigen Inkontinenzprodukte einzusetzen.

Was empfehlen Sie für die Intimreinigung bei inkontinenten Bewohnern?

Wir reinigen die Haut von gefährdeten Bewohnern sehr schonend und trocknen sie sehr vorsichtig ab. Starkes Rubbeln und Reiben muss dabei unbedingt vermieden werden. Grundsätzlich reinigen wir den Intimbereich einmal täglich im Rahmen der Grundpflege und unverzüglich nach jeder Stuhlausscheidung. Bettlägerige Bewohner, die sich zur Ausscheidung nicht melden können, haben wir dabei gut im Blick. Es muss unbedingt vermieden werden, dass sie versehentlich in ihrem Stuhl liegen.

Welche Hautpflegeprodukte halten Sie für sinnvoll?

Für die Reinigung selbst verwenden wir keine Seife, sondern ausschließlich pH-hautneutrale Reinigungsprodukte, um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu unterstützen. Nach der Reinigung versorgen wir bei gefährdeten Bewohnern die Haut im Intimbereich mit einer Barriere-Creme. Diese bildet einen netzartigen Schutzfilm auf der Haut, der vor aggressiven Substanzen in Urin und Stuhl schützt. Diese Creme harmoniert auch optimal mit unseren Inkontinenzprodukten und schränkt die Saugleistung nicht ein.

Welche Inkontinenzprodukte nutzen Sie bei bettlägerigen Bewohnern?

Wir setzen die MoliCare® Inkontinenzprodukte der Firma HARTMANN ein. Für die richtige Auswahl der Produkte setzen wir die dazugehörige Software HILMAS ein. Mit dieser können wir je nach Inkontinenzprofil des Bewohners die passenden Produkte auswählen und bestellen. Darum kümmert sich in unserer Einrichtung die PDL, zusammen mit den zwei Inkontinenzbeauftragten. Nachts benötigen Bewohner oft eine saugstärkere Vorlage, deshalb tauschen wir uns regelmäßig mit dem Nachtdienst aus.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den MoliCare® Produkten von HARTMANN gemacht?

Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Die Hautpflegeprodukte werden von unseren Bewohnern sehr gut vertragen, die Inkontinenzprodukte haben eine hohe Saugleistung und halten die Haut optimal trocken. Ich arbeite seit Januar 2020 in unserer Einrichtung und habe seitdem noch nicht erlebt, dass ein Bewohner eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis, kurz IAD, entwickelt hat. Daran kann man sehen: Mit einer guten Prävention kann man Komplikationen wirksam vorbeugen.

Was wünschen Sie sich für eine gute Inkontinenzversorgung?

Ich wünsche mir, dass bei der Auswahl der Produkte viel mehr auf Qualität gesetzt wird. Viele Einrichtungen nutzen Inkontinenzprodukte, die auf den ersten Blick kostengünstiger sind. Diese sind aber in der Regel von minderer Qualität, sodass sie häufiger gewechselt werden müssen und die Bewohner nicht optimal geschützt sind. Wenn man auf die richtigen Produkte setzt, erspart das den Einrichtungen viel Zeit und damit auch Geld. Und vor allem: Es erhöht die Lebensqualität der Bewohner und schützt sie sicher vor schmerzhaften Komplikationen.

Prävention ist der beste Schutz –
drei Bereiche stehen bei der IAD im Fokus

Kontinenz fördern – Hautfreundliche Inkontinenzhilfsmittel – Hautschutzprogramm umsetzen

IAD drei Bausteine

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