DESINFACTS | Ausgabe 2/2024

DESINFACTS Auftrag angenommen: Nachhaltigkeit im Gesundheitsschutz

EDITORIAL 03 FORUM Hochalkoholische Hände-Desinfektionsmittel 04 Das war unser Jubiläumsjahr 2024 06 HARTMANN beim Freiburger Hygienekongress 16 Infektionsprävention: Die wichtigsten Kampagnen 20 „Gipfeltreffen“ zum Hygienemanagement 22 TRIGOS-Award 2024 für nachhaltige Bacillol® Zero Tissues 23 WISSEN Resistenz oder Toleranz? 05 Hautpflege mit System: Bewährte Qualität, modern verpackt 14 Aktuelles Whitepaper zeigt wie Nachhaltigkeit gelingen kann 23 Ergebnisse der dritten Punktprävalenzstudie 28 GBD-Daten zur COVID-19-Pandemie 29 NEWS Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention 2024 18 PRAXIS Bacillol® Zero Tissues & Bacillol® 30 08 Sensitive Tissues ab Dezember im BIG PACK BODE handelt nachhaltig 10 Professioneller Keimschutz für Haushalt, Schule und Co 24 Bewältigung der komplexesten Herausforderungen 26 POSTER Ausbreitung tropischer Infektionserreger 12 STUDIEN EN 1500 in 15 Sekunden? 19 TERMINE 30 Inhalt Nachhaltig produzieren – unser Beitrag für kommende Generationen

Editorial DESINFACTS 2|2024 Dr. Heide Niesalla 2024 geht bald zu Ende. Für uns war es ein besonderes Jahr. Gemeinsam mit Ihnen haben wir auf ein erfolgreiches Jahrhundert Unternehmensgeschichte zurückgeblickt: auf 100 Jahre BODE Chemie mit erstaunlichen Fortschritten in der Hände- und Flächenhygiene. Grund genug, unser Jubiläumsjahr in dieser DESINFACTS-Ausgabe Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig schauen wir angesichts unübersehbarer globaler Umweltveränderungen gezielt nach vorne: Bei HARTMANN verstehen wir Umweltschutz auch als Gesundheitsschutz. Wie wir die Klimaneutralität bis 2050 erreichen wollen, erfahren Sie in diesem Heft. Mit den neuen Bacillol® Zero Tissues haben wir vor bereits einem Jahr eine neue – nachhaltige – Ära im Bereich der Flächendesinfektion eingeleitet. Wie Sie nun nachlesen können, wächst die Produktfamilie. Beispielhafte Ergebnisse liefern auch die Tests eines unabhängigen Prüflabors, die wir in diesem Heft vorstellen: Wir wollten wissen, ob zwei Hände-Desinfektionsmittel aus unserem Sortiment die Wirksamkeitsanforderungen der Prüfnorm EN 1500 auch bei einer verkürzten Einwirkzeit von 15 Sekunden erfüllen. Sie sehen schon jetzt: auch diese Ausgabe steckt voller Neuigkeiten und Ideen, die uns helfen werden, Gesundheits- und Umweltschutz als gleichrangige Ziele zu betrachten. So können wir beides erreichen: Infektionsschutz für Patienten, Pflegebedürftige und Pflegekräfte und eine gesunde Umwelt für unsere Kinder und Enkelkinder. Lassen Sie sich inspirieren! Ihre Dr. Heide Niesalla, Head of HARTMANN SCIENCE CENTER 3

Infektionsprävention, neu gedacht: Hochalkoholische Hände-Desinfektionsmittel FORUM Alle Vorträge der Veranstaltung sind als Video auf der HSCWebseite gespeichert und abrufbar. Dort finden Interessierte auch alle während des Symposiums präsentierten Poster als PDF-Datei. Mit der Veranstaltung setzte HARTMANN seine Symposiumsreihe „Safety first – Rethinking infection prevention“ fort. Das zweitägige Symposium fand als Hybrid-Veranstaltung statt. Die meisten Teilnehmenden waren online dabei. Inhaltlich gliederte sich das Symposium in drei Blöcke zu den Themen „Klimaschutz & Nachhaltigkeit“, „Flächenhygiene“ sowie „Händehygiene“. Klimaschutz & Nachhaltigkeit Wie der fortschreitende Klimawandel und die Notwendigkeit nachhaltig zu wirtschaften die Infektionsprävention verändern werden, wurde während der zeitlich letzten Session deutlich: Der Klimawandel fördert beispielsweise in Europa nicht nur die Ausbreitung von Krankheitserregern (z.B. West-Nil-Virus, Usuntu-Virus), die durch Stechmücken übertragen werden. Erhöhte Temperaturen im OP-Saal lassen auch die Häufigkeit chirurgischer Infektionen (SSI) ansteigen, wie Prof. Dr. Andreas Widmer (Uni Basel) belegte. Dass Maßnahmen gegen den Klimawandel auch im Gesundheitswesen nicht bei der CO2-Vermeidung aufhören, zeigten im Anschluss daran Vortragende aus Deutschland, Österreich und Schottland: Kliniken sollten deshalb „Abfall als Ressource“ verstehen und Aspekte der Nachhaltigkeit in jede klinische Entscheidung einfließen lassen, beispielsweise beim Einsatz von Narkosegasen Innovationen in der Flächendesinfektion In einer anderen Session des Symposiums erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die Bedeutung von Innovationen in der Flächenhygiene. Besonders deutlich wurde dabei, dass die praktische Prüfung von Desinfektionsmitteln ständig weiterentwickelt werden muss. Labortests seien nicht geeignet, die „komplexe Realität in Krankenhäusern“ abzubilden, so der Leiter des Arbeitsbereichs Krankenhaushygiene Prof. Dr. Johannes Knobloch (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf). Um die Wirksamkeit von Flächen-Desinfektionsmitteln sicher abschätzen zu können, seien individuelle Tests vor Ort notwendig. Angesichts neuer Pathogene – Stichwort: „nächste Pandemie“ – ist den Vortragenden zufolge auch die Entwicklung neuer Desinfektionsprodukte unerlässlich, deren Wirkung beruht dann möglicherweise auf organischen Säuren – oder auf Licht oder Plasma. Händehygiene 2.0 Aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Händehygiene standen im Fokus des dritten Themenblocks: Die Vortragenden spannten dabei den Bogen von Aspekten der Arbeitssicherheit über praktische Probleme bei der Umsetzung der Empfehlungen bis hin zu den Anforderungen an automatisierte elektronische Systeme für das Compliance-Monitoring. Die grundsätzliche Bedeutung der Händehygiene für medizinische Fachkräfte brachte Prof. Dr. Ojan Assadian (Klinikum Wiener Neustadt, Österreich) in seinem Vortrag treffend auf den Punkt: „Wenn Sie im Gesundheitswesen tätig sind, sind Ihre Hände nicht Ihre Hände, sondern medizinische Geräte.“ Der Hygieniker Prof. Dr. Swen Malte John (Universität Osnabrück) steuerte zum Thema Arbeitsschutz unter anderem den folgenden Satz bei, den alle im Gesundheitswesen Beschäftigte immer im Hinterkopf behalten sollten: „Ihre Haut ist die wichtigsten zwei Quadratmeter Ihres Lebens.“ Welche Faktoren bestimmen in Zukunft den Erfolg wirksamer Infektionsprävention? Kommt es dabei vor allem auf neue Wirkstoffe an? Oder liegt der Schlüssel für eine effektivere Hände- und Flächenhygiene eher bei Verbesserungen der infrastrukturellen Rahmenbedingungen? Welche Rolle kann dabei Künstliche Intelligenz spielen? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel? Und was lässt sich aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernen? Diese und weitere Fragen diskutierten internationale ExpertInnen im Juni in Hamburg während des HSC Symposiums „Milestones in Infection Prevention and Control“. Nachschauen & Nachlesen: Hier finden Sie alle Poster und Vorträge des HSC Symposiums www.hartmann-science-center.com/de-de/newsund-themen/events/hsc-symposium-2024 Skin hydration: CCI brings light into the darkness Müller1, Krewing1, Nowak2, Niesalla1, Gerdes2 1 HARTMANN SCIENCE CENTER, BODE Chemie, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany 2 BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany Published in sofw journal in 2024 and presented at ICPIC 2023 Introduction Conclusion Contact HSC-AS@hartmann.info Acknowledgement The authors would like to thank Dr. Theresa Callaghan, Callaghan Consulting International Hamburg Germany, and Stephan Bielfeldt of SGS proderm for fruitful discussions. Methods A dermatologist assessed the skin of 20 subjects before (day 1) and after 2 weeks of product application (day 15). The subjects‘ skin improved in terms of parameters such as erythema, dryness, and scaling. Other parameters such as fissures, papules, pustules, edema, vesicles, and weeping were not observed at beginning and end of the study. The skin hydration of the test subjects was measured at the beginning of the study before use of the product (day 1), and 30 min after the last use as well as 3 h later (day 15). To investigate the long-term effect, the measurements were repeated the next day (day 16). CCI uses fingerprint sensor technology to measure and visualise skin hydration. Better skin hydration leads to brighter images. The image above shows the CCI images of one subject over the course of the study. Corneometry - the current gold standard method - was used to confirm the CCI results. Healthy skin is fundamental to hand hygiene, the most effective infection control measure in healthcare facilities1. Therefore, skin-friendly hand disinfectants are essential for skin health, especially for professional users. An intuitive, illustrative and more compelling way of assessing and presenting positive product attributes could encourage compliance with hand hygiene. The aim of this study was to establish a new method to assess and illustrate skin hydration in comparison to conventional corneometry: Capacitive Contact Imaging (CCI)2 Capacitive Contact Imaging (CCI) is based on fingerprint sensor technology. 256×300 individual measurements (pixels) of the skin permittivity are recorded by generating electric fields, which are influenced by the water content of the top layer of the skin. The electric field values are then converted to skin hydration values and illustrative visualisations. Study design • two week exploratory open-label, randomised study • 24 test persons (60% females, 40% males) with healthy or unhealthy skin • 20 product applications per day (Sterillium® foam extra care) • assessment of following parameters on Day 1, 15, and 16: • skin hydration (corneometer) • skin permittivity and hydration (CCI) • tolerability assessment by dermatologist and test persons (day 1 and day 15) • Skin hydration assessment by CCI yielded equivalent results to conventional gold standard corneometry. • CCI has the added benefit of visualising skin hydration. The product tested showed a consistent skin hydrating effect and very good tolerability with repeated use. • The good tolerability was also confirmed by the dermatologist and by the subjects‘ self-assessment. Capacitive Contact Imaging Results number of test subjects Erythema Day 1 Day 15 Scaling Day 1 Day 15 Dryness Day 1 Day 15 no findings very slightly slightly moderate References [1] WHO Guidelines on Hand Hygiene in Health Care. 2009. [2] Imhof, Biox Systems Ltd, „Stratum corneum hyfration measurement using capacitance contact imaging“. 2017. good skin hydration valley in the skin low skin hydration skin CCI: skin hydration [au]* 10 CCI corneo -meter 20 30 Day 1 baseline Day 15 30 min Day 15 3 hours Day 16 corneometer: skin hydration [au]* 20 40 60 *arbitrary units Insights from electronic hand hygiene monitoring Senges1, Herzer2, Norkus2, Krewing1, Mattner3,4, Rose3, Gebhardt2, Mattner3, Niesalla1 1 HARTMANN SCIENCE CENTER, BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany 2 GWA Hygiene GmbH, Stralsund, Germany 3 Institute for Hygiene, Cologne Merheim Medical Centre, University Witten-Herdecke, Cologne, Germany 4 Institute of Rural Studies, Johann Heinrich von Thünen Institute, Braunschweig, Germany Published in IPIP 2024 Introduction Conclusion Acknowledgement The authors would like to thank Lisa Naumann and Cornelius Breitenbach for assistance with data analysis and Thomas Kant for support with project management. Methods In this retrospective study, hand disinfections on wall-mounted dispensers (WMDs) and point-of- care dispensers (POCs) were recorded with NosoEx®. • 211 days • 9 German hospitals • 17 wards • 6 intensive care units (ICU) • 3 intermediate care units (IMC) • 3 orthopaedic and general surgery • 2 neurology • 3 ‘other‘ • 931,446 disinfections Hand hygiene is considered the single most important intervention in the prevention of healthcare-associated infections. However, despite decades of effort, hand hygiene compliance, i.e. performing hand disinfection correctly and at the right moment, is still a global problem. Electronic monitoring tools could provide new insights into healthcare worker behaviour by allowing every hand disinfection to be recorded 24 hours a day, 7 days a week, without an omnipresent observer to influence behaviour. Together with GWA Hygiene GmbH, the HARTMANN SCIENCE CENTER analysed a large number of disinfections recorded with the NosoEx® monitoring system to determine how often hands are disinfected, how much disinfectant is used and where dispensers are used. Our analysis of hand disinfections recorded by NosoEx® showed that dispenser use is influenced by ward type and workflow. While hand disinfection is most frequent in ICU and IMC wards, these wards also use the least amount of disinfectant per disinfection. Where wound care or other aseptic procedures are a primary activity, dispensers should be located close to the patient. While the highest numbers of disinfections per patient day were observed on ICU and IMC wards, these wards also used the lowest volume of disinfectant per disinfection. In general, larger amounts of disinfectant were used per disinfection in the POC dispensers. Results Volume used per disinfection at WMDs (left boxes) and POCs (right, pale boxes). The recommended volume (3 mL) is indicated by a dashed line. wall-mounted dispenser hallway patient room bathroom ICU surgical ICU ICU other neurology orthopaedic/ surgical IMC ward type 8 6 4 2 0 volume per disinfection [mL] 10 disinfections per patient day 80 60 40 20 0 In normal ICUs, dispensers are most commonly used in hallways, and in surgical ICUs they are more commonly used in patient rooms. Hand rub dispensers in corridors can be conveniently used on the go, and frequent hand disinfection in patient rooms in surgical ICUs may be due to intensive care activities, such as contact with open wounds. Frequency of dispenser use on wards, indicated by dot size. Contact HSC-AS@hartmann.info Sustainable fibres for surface disinfection Krewing1, Noderer2, Harms2, Rodriguez-Diaz2, Linke2 1 HARTMANN SCIENCE CENTER, BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany 2 BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany ahead of publication Defying Gravity In flowpacks with pre-soaked disinfectant wipes, two forces are continuously acting that are mainly responsible for the distribution of the liquid within the wipe stack: Gravity, which pulls the disinfectant downwards, and the capillary forces of the wipe fibres, which distribute the liquid equally in all directions. The downward acting forces add up, so that when flowpacks are stored over a long period of time, the liquid sinks and the first wipes are not as wet as the last ones. If the first wipes are not soaked properly, can sufficient antimicrobial efficacy be guaranteed? Fibre lint woes, hidden foes Decades ago, lints of cloths entering surgical sites represented a risk for patient safety by interfering with the healing process1,2. Particles of few micrometer were identified as causing agent of infections and health risks2. Nowadays, fibres in the healthcare sector are sufficiently free from linting. The transformation to more sustainable healthcare requires the use of new materials, such as cellulose-based wipes in surface disinfection, which could reawaken problems like linting that were thought to have been solved. Method: The liquid from flowpacks of pre-soaked disinfection wipes was squeezed out. The liquid was filtered using a pore size of 0.45 µm. The filters were dried over night and then photographed. The weight of the filters was determined before the filtering and after drying and the difference calculated. Method: Flowpacks with wipes based on cellulose fibres or PET fibres and pre-soaked with either a low-alcohol disinfectant or an organic acid-based disinfectant were stored with the lid upwards for three days. Afterwards, the weight of each wipe was determined. At least three independent replicates were performed and are shown here as dots. The average is illustrated as line, the 95% confidence interval as pale band. Capillary forces are stronger in cellulose-based fibres and thus, the difference in weight of the first wipe and the last is only 2.4 g, compared to 8.4 g for PET-based fibres. Method: The antimicrobial efficacy of disinfectant wipes i.a. depends on the degree of impregnation. The first wipes in a flowpack are less impregnated than the last wipes. To ensure sufficient antimicrobial efficacy, the very first wipe from the flowpacks, stored with the lid up for three days, was subjected to an EN 16615 efficacy test (4-field test). Both the cellulose-based wipe and the PET-based wipe passed the norm. PET-based wipes, pre-soaked with lowalcohol disinfectant ∆weight = 8.4 g Cellulose-based wipes, pre-soaked with organic acid-based disinfectant wipe weight [g] 5 10 15 20 wipe 20 40 60 80 ∆weight = 2.4 g gravity capillary forces in sum required reduction according to EN 16615 S. aureus P. aeruginosa E. hirae C. albicans log10 reduction 2 4 5 6 >6.2 >6.2 >5.2 >5.2 >5.9 >5.8 >4.0 >4.0 PET low-alcohol Bacillol® 30 Sensitive Tissues cellulose (type 1) low-alcohol Bacillol® 30 Sensitive green Tissues cellulose (type 1) organic acids Bacillol® Zero Tissues cellulose (type 2) low-alcohol competitor wipe material disinfectant product x-fold increase in linting 2 1 4 3 5 Cellulose wipes have a smaller difference in impregnation level between the first and the last wipe than PET wipes. However, the following applies to HARTMANN flowpacks: They are effective from the first to the last wipe. PET-based non-woven wipes for surface disinfection are in use for decades and have proofed to be sufficiently lint-free for their specific field of application. Modern wipes made from sustainable cellulosebased fibres can have a similar good performance. However, cellulose-based wipes containing layers of pulp release a visible amount of lints; this could pose health risks and should be observed with caution. References [1] Tinker et al. (1974). Ann Surg. 180(6):831-5. [2] Janoff et al. (1984). Am J Surg. 147(5):598-600. 5.6x 1.8x 1.1x 1.0x illustration of the wipe cross section fibres pulp Contact HSC-AS@hartmann.info EN 17430: Virucidal hygienic hand disinfection Kolbe1, Bolten1, Niesalla2, Mönch1 1 BODE Chemie, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany 2 HARTMANN SCIENCE CENTER, BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, Hamburg, Germany Presented at DGKH Congress 2024 Introduction Conclusion Claim overview Contact microbiology@bode-chemie.de Methods EN 17430 Virucidal hygienic hand disinfection Phase 2, Step 2 Hands are artificially contaminated with the surrogate murine norovirus. 1 After drying, the finger tips are sampled (prevalue). 2 Finger tips are sampled again (postvalue). 4 Hand disinfection is performed with the test product for 30-60 sec. 3 Number of viruses before and after disinfection is counted. In order to be effective, the disinfectant must not be statistically inferior to a reference of 2x 3 mL 70% (v/v) ethanol for 2x 30 sec. All tested products were sufficiently effective against murine norovirus with 3 mL in 30 seconds. The observed reductions were significantly higher than with the reference (70% v/v ethanol). Hand disinfectants based on propanols also showed a sufficient log10 reduction and were not inferior to the reference. Hygienic hand disinfection is the most important measure for preventing healthcare-associated infections and, thus, the proven reduction of microorganisms on the hands is essential for clinical practice. With EN 1500, a practical test for hygienic hand disinfection has existed since 1998. However, efficacy tests in accordance with EN 1500 only include bactericidal efficacy. A practical test for efficacy against other microorganisms did not previously exist. In May 2024, the new standard EN 17430 for virucidal hygienic hand disinfection (phase 2, step 2) was published. As a manufacturer of hand disinfectants, BODE Chemie GmbH, a company of the HARTMANN GROUP, has already carried out efficacy tests in accordance with prEN 17430:2022-09 in an accredited laboratory. The efficacy of all tested products has been successfully proven. The efficacy test for virucidal hygienic hand disinfection is another relevant step towards more patient safety. With the presented tests, we confirmed the sufficient reduction in the viral load on hands through our products and made a valuable contribution to infection protection. Results log10 reduction 1 reference (2x 3 mL ethanol for 2x 30 sec) 2 3 4 45 g propan-2-ol* 30 g propan-1-ol 0.2 g MES * all quantities based on 100 g 45 g propan-2-ol 30 g propan-1-ol 85 g ethanol 95 g ethanol 2.08 2.53 1.85 2.42 2.12 2.70 2.30 2.90 disinfectant Based on the results from tests according to EN 14476, 3 mL of a hand disinfectant (85 g ethanol) were tested for 30 and for 15 seconds. Even within this short rub-in time, the disinfectant was superior to the reference, which was used for 60 seconds. log10 reduction 1 reference (2x 3 mL ethanol for 2x 30 sec) 2 3 4 30 sec 15 sec 2.12 2.64 1.76 2.41 disinfectant suspension test phase 2, step 1 virucidal hygienic hand disinfection phase 2, step 2 EN 17430 EN 14476 Virucidal activity against enveloped viruses Vacciniavirus Limited spectrum virucidal activity Adenovirus, murine norovirus Virucidal activity Poliovirus, adenovirus, murine norovirus 4

Wie werden Resistenz und Toleranz definiert? „Toleranz“ bezeichnet die Fähigkeit von Mikroorganismen, die vorübergehende Exposition gegenüber normalerweise tödlichen Konzentrationen eines antimikrobiellen Wirkstoffs zu überleben. Diese KANN – MUSS aber nicht – erblich sein. Vielmehr muss die transiente Natur der Fähigkeit betont werden. Das bedeutet: Eine verlängerte Wirkstoffexposition könnte tolerante Bakterien abtöten. Im Gegensatz dazu bedeutet „Resistenz“ die erbliche Fähigkeit, normalerweise tödliche Konzentrationen des Wirkstoffs unabhängig von der Expositionsdauer zu überleben. Desinfektionsmittel und Antibiotika: Grundlegend verschieden Desinfektionsmittel werden gewöhnlich in Konzentrationen verwendet, die die minimale Hemmkonzentration (MHK) von Bakterien deutlich übersteigen, während Antibiotika so hoch wie nötig (Wirksamkeit) und so gering wie möglich (Patientenwohl) dosiert werden [2]. Darüber hinaus wirken Desinfektionsmittel nur Sekunden bis Stunden ein. Folglich bleibt Bakterien im Kontakt mit Desinfektionsmitteln wenig Zeit, sich durch Anpassung zu wappnen. Außerdem wirken Desinfektionsmittel meist unspezifisch und zielen z. B. auf die Zerstörung der Bakterienmembran ab. Im Gegensatz dazu setzen Antibiotika häufig bei einzelnen Stoffwechselwegen an [4]. Auch nutzt die Antibiotikatherapie meist nur einen Wirkstoff, während Desinfektionsmittel oft aus Wirkstoffkombinationen bestehen [5]. Risiko für Desinfektionsmittelresistenz gering Die Unterschiede zeigen, dass die Antibiotikaforschung nicht einfach auf Desinfektionsmittel übertragen werden kann. Auch wenn eine echte Desinfektionsmittelresistenz nicht ausgeschlossen werden kann, ist das Risiko bei korrekter Verwendung gering [1]. Was bedeuten die Begriffe in Bezug auf Desinfektionsmittel? Resistenz oder Toleranz? Im Zusammenhang mit Antibiotika ist der Begriff „Resistenz“ allseits bekannt. Aber wie sieht es mit Resistenzen gegen Desinfektionsmittel aus? Um zu verstehen, dass es sich meist nicht um echte Resistenzen handelt, müssen die Begriffe geklärt werden. Dessen hat sich ein Übersichtsartikel vom HARTMANN SCIENCE CENTER angenommen [1]. Darin grenzt das Team Definitionen aus der Antibiotika- gegenüber der Desinfektionsmittelforschung ab und gibt eine Einschätzung zur Gefahr „echter“ Desinfektionsmittelresistenzen. WISSEN Quellen Krewing M et al. (2024) J Hosp Infect 150: 51-60. https://doi.org/10.1016/j.jhin.2024.05.006 Abel Zur Wiesch P et al.(2017) PLoS Comput Biol 13: e1005321. https://doi.org/10.1371/journal.pcbi.1005321 Huet AA et al. (2008) Microbiology 154: 3144-3153. https://doi.org/10.1099/mic.0.2008/021188-0 Noel DJ et al.(2021) mBio 12: e0228121. https://doi.org/10.1128/mBio.02281-21 Einwirkzeit Wirkweise Zusammensetzung Konzentration Antibiotika und Desinfektionsmittel unterscheiden sich in ... 5

FORUM Das war unser Jubiläumsjahr JUNI APRIL MÄRZ JANUAR Feste feiern: Jubiläumsveranstaltung im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Am 16. Januar jährte sich die Firmengründung der heutigen BODE Chemie GmbH zum 100. Mal. BODE lud deshalb Freunde, Wegbegleiter, ehemalige und aktuelle Mitarbeitende zu einer Jubiläumsveranstaltung ein. Als Ehrengast dabei: Prof. Dr. Peter Kalmár, der als Ideengeber 1964 maßgeblich an der Entwicklung von Sterillium® mitgearbeitet hat Publikation: Platzierung von Desinfektionsmittel-Spendern Eine Studie des HARTMANN SCIENCE CENTER untersucht die ortsabhängige Nutzung von wandmontierten und Point-of-Care-Spendern mithilfe des elektronischen HändehygieneMonitoringsystems NosoEx® auf 17 Stationen in neun deutschen Krankenhäusern. Grüner wischen: Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues Das Tuchmaterial stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist komplett plastikfrei: Im April kamen die Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues auf den Markt. Neues denken: Symposium 2024 zur Infektionsprävention Das diesjährige Symposium des HARTMANN SCIENCE CENTERs am 10. und 11. Juni war ein voller Erfolg. Historische Meilensteine, die die Infektionsprävention vor allem in den letzten 100 Jahren geprägt haben, sowie die Themen KI und Nachhaltigkeit zogen sich wie ein roter Faden durch das zweitägige Programm. Feierlichkeit: 100 Jahre BODE Chemie Geburtstagsfeier Das Firmenjubiläum wurde mit einem gemeinsamen Mitarbeiterfest gefeiert. Viel erreichen: Bacillol® Zero Tissues in XL Seit Juni 2024 gibt es die im Herbst 2023 eingeführten innovativen Bacillol® Zero Tissues auch im XL-Format. 6

SEPTEMBER 2024 AUGUST OKTOBER DEZEMBER Publikation: Resistenz oder Toleranz? Notwendigkeit einer präzisen Terminologie im Bereich der Desinfektion Haben Sie sich schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen Adaption, Toleranz und Resistenz im Bereich der Desinfektion ist? Die Publikation des HARTMANN SCIENCE CENTERs klärt die Definitionen im Zusammenhang mit Desinfektionsmitteln. Publikation: Ausgewählte Hände-Desinfektionsmittel erfüllen die Anforderungen der EN 1500 in 15 Sekunden Im Rahmen einer Untersuchung konnte nachgewiesen werden, dass ein HändeDesinfektionsmittel auf Ethanol-Basis und eines auf Propanol-Basis die Anforderungen an die bakterizide Wirksamkeit der hygienischen Händedesinfektion (EN 1500) mit einer Einwirkzeit von 15 Sekunden erfüllen. Professionell desinfizieren: Sterillium® surface wipes Seit September ist professioneller Keimschutz aus der Klinik auch im Privatbereich verfügbar. Sicher schließen: BODE X-Wipes Safety Pack Neues Design spart Plastik: Die BODE X-Wipes Safety Packs bestehen seit September aus einem Standbodenbeutel mit Schnellverschluss. Dadurch verringerte sich der Plastikanteil jedes Safety Packs um 25 %. Systematisch pflegen: Baktolin® & Baktolan® mit Farbcode Türkis, violett, rot: Die bewährten Hautpflegeprodukte des Baktolin®/Baktolan®- Sortiments gibt es seit September in einem neuen, anwenderfreundlichen Design. Farbcodes und Symbole erleichtern nun die Auswahl. Das HARTMANN SCIENCE CENTER untersuchte gemeinsam mit der Hypros GmbH, welche Spender in deutschen Gesundheitseinrichtungen zu finden sind, wie viel Desinfektionsmittel sie abgeben und wie gut sie funktionieren. Mehr packen: Bacillol® Desinfektionstücher als BIG PACKS Mehr ist mehr (und günstiger): Auch die nachhaltigen Desinfektionstücher Bacillol® Zero Tissues und Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues werden ab Dezember als BIG PACKs erhältlich sein. 15 Sek. 15 Sek. 3 / 5 mL Publikation: Desinfektionsmittel-Spender in Gesundheitseinrichtungen 7

PRAXIS Bacillol® Zero Tissues: Die nachhaltige Zukunft der Flächendesinfektion Bacillol® Zero Tissues repräsentieren eine neue, nachhaltigere Generation von professionellen Desinfektionsmitteltüchern und stehen ab Dezember als BIG PACK zur Verfügung. Denn die seit September 2023 verfügbaren Tücher setzen in puncto Nachhaltigkeit gleich in mehreren Bereichen Maßstäbe: Ihre desinfizierende Wirkung basiert auf einem neuartigen, patentierten Wirkstoffkomplex aus organischen Fruchtsäuren, die auch in der Natur vorkommen: dem organic acid complex. Alkohole, QAV und Peroxide werden nicht verwendet. Bacillol® Zero Tissues sind daher als nicht CLP eingestuft und benötigen keine Gefahrstoffkennzeichnung. Das heißt: man kann sie auch ohne Handschuhe nutzen.* Weitere Pluspunkte: Bacillol® Zero Tissues sind frei von Parfüm- und Farbstoffen. Das Vliestuchmaterial stammt aus den Rohstoffen einer nachhaltigen Forstwirtschaft und ist zu 100 % plastikfrei. Die flexible Verpackungsfolie der Bacillol® Zero Tissues besteht aus sortenreinem Polypropylen und kann vollständig recycelt werden. Die Desinfektionstücher sind zudem umfangreich wirksam: Bacillol® Zero Tissues sind viruzid in 2 Minuten (zusätzlich: bakterizid, levurozid, tuberkulozid, mykobakterizid, begrenzt viruzid und begrenzt viruzid PLUS). * Wenn Infektions- und Arbeitsschutz dies zulassen. Die nachhaltigen Reinigungs- und Desinfektionstücher Bacillol® Zero Tissues und Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues sind nun auch als BIG PACKs erhältlich. Wir erweitern damit unser Sortiment im Bereich der gebrauchsfertigen Desinfektionsmitteltücher. Der „große“ Vorteil für Sie: 160 Mal pro Packung können Sie mit den 20 mal 18 Zentimeter großen Tissues nun Flächen kosteneffizient und auf nachhaltigere Weise desinfizieren. Nachhaltiges Wachstum: Bacillol® Zero Tissues & Bacillol® 30 Sensitive Tissues im BIG PACK Im Dezember 8

PRAXIS Designanpassung beim BODE X-Wipes Safety Pack – weniger Plastik Sie haben es vielleicht schon bemerkt: Das Verpackungsdesign der BODE X-Wipes Safety Packs hat sich geändert. Die BODE X-Wipes Safety Packs kommen nun in einem Standbodenbeutel mit Schnellverschluss. Der Vorteil des neuen Designs: der Plastikanteil jedes Safety Packs verringert sich um weitere 25 %. BODE X-Wipes Safety Pack ist ein Einweg-Vliestuchspendersystem, das auch in Hochrisiko-Bereichen eine hohe Compliance bietet, da es komfortabel und einfach zu nutzen ist. Das System kann mit allen flüssigen Flächen-Desinfektionsmitteln sowie ausgewählten Produkten zur Aufbereitung von Instrumenten von HARTMANN verwendet werden. Bacillol® 30 Sensitive Tissues: Unser Bestseller – jetzt nachhaltig. Ebenfalls im BIG PACK mit 160 Tüchern verfügbar sind ab Dezember auch die Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues. Die Desinfektionsmitteltücher, die seit April auf dem Markt sind, sind die nachhaltige Variante unseres Klassikers, den Bacillol® 30 Sensitive Tissues. Die neuen Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues sind genauso leistungsstark, material- und hautverträglich wie unser Klassiker. Pro Verpackung sparen wir nun zudem ganze 30 % CO2 ein, pro Tuch sind es sogar 65 %.** Die Desinfektionsmitteltücher sind aldehyd-, farbstoff- und parfümfrei. Das Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsunternehmen SGS Institut Fresenius bescheinigt ihnen eine ausgezeichnete Hautverträglichkeit. Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues wirken bakterizid, levurozid, tuberkulozid und mykobakterizid. Bei Viren erfüllen sie die Wirksamkeiten „begrenzt viruzid“ (inkl. HBV, HIV, HCV) und „begrenzt viruzid PLUS“. ** Im Vergleich zu Bacillol® 30 Sensitive Tissues 9

PRAXIS Der konsequente Einsatz von Ökostrom ist für uns ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg zur Klimaneutralität. Allein durch den Wechsel zu Ökostrom konnte BODE den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) in zwei wichtigen Bereichen bereits um insgesamt zwei Drittel (66 %) senken: Dies betrifft zum einen die direkten CO2-Emissionen, die wir selbst in unseren Produktionsprozessen, unseren Einrichtungen und mit der unternehmenseigenen Fahrzeugflotte verursachen. Zudem sind das alle indirekten CO2-Emissionen, die durch von uns zugekaufte Energie – beispielsweise Strom und Fernwärme – zuvor entstanden sind. Null Emissionen bis 2050 Mit seinem konsequenten „Ja“ zu Ökostrom unterstützt BODE maßgeblich die ehrgeizigen Umweltziele des HARTMANN Mutterhauses. Die PAUL HARTMANN AG hat sich das Ziel gesetzt, den Ausstoß von Klimagasen, die aus der direkten oder indirekten Energienutzung an allen Unternehmensstandorten entstehen, bis 2030 um mindestens 50 % zu reduzieren. Bis 2050 will HARTMANN sogar komplett klimaneutral werden. Das umfasst alle Emissionen, die im Unternehmen in vor- und nachgelagerten Prozessen während der gesamten Wertschöpfungskette entstehen. Also auch bei Lieferanten, Dienstleistern oder Endverbrauchern. ESG: Nachhaltigkeit bei HARTMANN Das Ziel, den CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu senken, ist nur ein Meilenstein einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie: Vorsorge für die menschliche Gesundheit schließt für HARTMANN auch den Schutz der natürlichen Umwelt ein. Und das geht – wenn man es ernst meint – über den Klimaschutz hinaus. HARTMANN betrachtet Nachhaltigkeit deshalb ganzheitlich und engagiert sich in drei Bereichen. Wir nennen dies unseren „ESG-Ansatz“ (E = Environment/Umwelt, S = Social/Soziales, G = Governance/Unternehmensführung). Konkret bedeutet das: E: Wir schützen die Umwelt, indem wir unseren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Hierfür investieren wir in die Erschließung und Nutzung alternativer Energiequellen, Maßnahmen zur Verpakkungs- und Abfallreduzierung sowie in Strategien zur Ressourcenschonung. S: Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Wir kümmern uns deshalb um die Einhaltung der Menschenrechte, den Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie um soziale und kulturelle Belange für unsere Mitarbeitenden, Kunden und Mitmenschen. G: Wir helfen, die Wirtschaft durch innovative Produkte und Lösungen, fairen Wettbewerb und zuverlässige Lieferketten nachhaltig voranzutreiben. Nachhaltige Desinfektion - Was heißt das? Wir wollen mit unseren Produkten weniger Klimagas CO2, weniger (Plastik-)Müll und auch weniger Umweltgifte verursachen. Gleichzeitig wollen wir keine Abstriche bei der Qualität und Wirksamkeit unserer Desinfektionsprodukte in Kauf. Das heißt: Wir entwickeln alle Produkte mithilfe des Product Lifecycle Management (PLM) Ökostrom und mehr: BODE handelt nachhaltig Sie werden es sicher nicht bemerkt haben. Aber alle unsere Desinfektionsprodukte und -lösungen haben sich seit Anfang 2024 deutlich verändert: Sterillium®, Bacillol® & Co. kommen seit Beginn des Jahres mit einem geringeren CO2-Fußabdruck daher. Denn BODE nutzt seitdem in der Verwaltung und in seiner gesamten Produktionskette ausschließlich Strom, der auf nachhaltige Weise und ohne den Ausstoß von Klimagasen produziert wurde. 10

PRAXIS Ansatzes in Projektteams, die sich aus Vertretern aller relevanten Fachbereiche zusammensetzen. Wo immer es möglich und sinnvoll ist, erhöhen wir den Anteil an recycelten, biogenen und/ oder zertifizierten Rohstoffen. Und wir gestalten unsere Produkte so, dass durch sie weniger Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette emittiert werden. Die Recyclingfähigkeit unserer Produktverpackungen soll kontinuierlich zunehmen. Wir wollen die toxischen Auswirkungen unserer Produkte auf Mensch, Umwelt und Natur so gering wie möglich halten. Das heißt: mehr natürliche Wirkstoffe, weniger „harte“ Chemie und Umweltgifte. Das alles gilt für uns wie auch für unsere Zulieferer: Deshalb führen wir regelmäßige Audits bei unseren Lieferanten durch. Gute Beispiele: Bacillol® und Sterillium® Was das alles bedeutet, wird am besten sichtbar, wenn man Produkte betrachtet, die wir unter diesen Bedingungen entwickelt haben: Unsere bekannten Marken Bacillol® und Sterillium® liefern gute Beispiele, auf die wir stolz sind: Die neuen Bacillol® Zero Tissues stehen für eine neue, nachhaltige Generation professioneller Desinfektionsmitteltücher: Ihre desinfizierende Wirkung beruht auf organischen Fruchtsäuren. Das plastikfreie Vliestuchmaterial stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Es ist biologisch abbaubar*. Die Verpackungsfolie besteht aus sortenreinem Polypropylen und kann recycelt werden. Auf diese Weise haben Bacillol® Zero Tissues im Vergleich zu anderen niedrig alkoholischen Desinfektionstüchern – dem „Marktstandard“ – einen um 75 % geringeren CO2-Fußabdruck. Der Leitspruch „Weniger ist mehr“ gilt auch für unseren blauen Klassiker: Die Sterillium® Kunststoffflaschen sind nun leichter. Allein das spart jährlich 83 Tonnen Rohmaterial für die Produktion der PE-Flaschen. Durch die Optimierung der Flaschenetiketten konnten zudem Produktionsschritte eingespart und der Recyclingprozess verbessert werden. Und das zur Herstellung verwendete Ethanol stammt aus nachwachsenden Rohstoffen. Wir freuen uns, wenn Sie unseren Weg hin zu einer gesundheits- und umweltfreundlichen Wirtschaftsweise auch zu Ihrem Weg machen. Unterstützen Sie uns, indem Sie zukünftig vermehrt unsere nachhaltigeren Desinfektionslösungen wählen! *gilt nur für die Tuchfaser ohne Tränklösung Monomaterial Senkung des Klimagasausstoßes bis 2030 um mindestens 50 % 100 % klimaneutral bis 2050 Ein aktuelles Whitepaper zeigt wie Nachhaltigkeit gelingen kann. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 23! 11

Ausbreitung tropischer Infektionserreger Vorkommen Afrika, Süd- und Südostasien, Indien, Arabische Halbinsel, Inseln im Indischen Ozean, Karibische Inseln, Süd-, Mittel- und Nordamerika, vereinzelte Ausbrüche in Südeuropa (zum Beispiel Italien) Reservoir Warmblüter (Nagetiere, Primaten und andere Affen) Infektionsweg Stechmücken insbesondere Aedes spec., Culex, Anopheles Inkubationszeit 3-12 Tage Übertragung von Mensch zu Mensch Nein Chikungunya-Virus Dengue-Virus Vorkommen Endemisch in über 100 tropischen und subtropischen Gebieten Asiens, Mittel- und Südamerikas, Afrikas, des Mittleren Ostens und auf den pazifischen Inseln. Darüber hinaus zeigt sich auch eine Ausbreitungstendenz, etwa in Südeuropa. Reservoir Mensch Infektionsweg Stechmücken insbesondere Aedes aegypti, gelegentlich auch Aedes albopictus Inkubationszeit 3-14 Tage, gewöhnlich 4-7 Tage Übertragung von Mensch zu Mensch Nein Infektionsweg: verschiedene Stechmücken Prophylaxe: Schutz vor Mückenstichen, Vektorkontrolle, Beseitigung von potentiellen Mückenbrutplätzen Erforderliches Wirkspektrum: Begrenzt viruzid Chikungunya-Virus Dengue-Virus Gelbfiebervirus West-Nil-Virus Zika-Virus Vorkommen: 12

Wir forschen für den Infektionsschutz hartmann-science-center.com Erfahren Sie hier mehr, auch zu den klinischen Symptomen der jeweiligen Erreger. Hier finden Sie Produkte mit einem begrenzt viruziden Wirkungsspektrum. West-Nil-Virus Zika-Virus Vorkommen Alle Erdteile. Vor allem Afrika, Israel, Mittlerer Osten, Indien, Teile Südostasiens, Nord- und Teile Mittelamerikas und Europas (Südfrankreich, Norditalien, Westtürkei, Griechenland und weite Teile des Balkans, Teile von Tschechien, Ungarn, Slowakei und Österreich sowie Deutschland) Reservoir Wild lebende Vögel Infektionsweg • Stich infizierter Stechmücken vor allem Culex-, aber auch Aedes- und Mansonia-Arten Inkubationszeit 2-14 Tage Übertragung von Mensch zu Mensch Nein, Ausnahmen siehe Infektionsweg • Organtransplantation • Bluttransfusion • Während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind Vorkommen Weltweit wärmere Regionen, Zika-Viren zirkulieren in den tropischen und tropennahen subtropischen Regionen aller Kontinente Reservoir Unbekannt Infektionsweg • Stich infizierter Stechmücken der Gattung Aedes, Hauptüberträger ist die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) • Sexuelle Übertragung von Mensch zu Mensch möglich • Übertragungen durch Transfusionen möglich Inkubationszeit 3-12 Tage (meist 3-7 Tage) Übertragung von Mensch zu Mensch Ja (sexuell) Gelbfiebervirus Vorkommen Zentral- und West-Afrika, Südamerika sowie einzelne Inseln der Karibik Reservoir Primaten Infektionsweg Stechmücken v.a. Aedes spec., Haemagogus spec. Inkubationszeit 3-6 Tage Übertragung von Mensch zu Mensch Nein (Ausnahme: Blutspende) 13

Baktolin® und Baktolan® im neuen Design Hautpflege mit System: Bewährte Qualität, modern verpackt Die Produkte des Baktolin®/Baktolan®-Sortiments sind bei Gesundheitsfachkräften für milde Reinigung und hochwertige Pflege bekannt. An der bewährten Qualität ändert sich mit dem Relaunch nichts. Stattdessen wurden anwenderfreundliche Änderungen im Design vorgenommen. Farbcodes und Symbole erleichtern nun die Auswahl. Einprägsame Symbole ergänzen die jeweiligen Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Das Baktolan®/Baktolin®-Sortiment bietet für jeden Hauttyp das richtige Produkt. Baktolin® sensitive, Baktolan® lotion sowie Baktolan® balm sind auf normale Haut abgestimmt. Baktolin® pure, Baktolan® lotion pure und Baktolan® balm pure sind für sensible Haut geeignet. PRAXIS Reinigen / wash Türkis für die Reinigungsprodukte Baktolin® pure und Baktolin® sensitive Pflegen / care Violett für die Pflegeprodukte Baktolan® balm, Baktolan® balm pure, Baktolan® lotion, Baktolan® lotion pure und Baktolan® vital Schützen / protect Rot für die Hautschutzprodukte Baktolan® protect und Baktolan® protect + pure 14

PRAXIS Händewaschen: Milde Reinigung entscheidend Zu häufiges Händewaschen begünstigt Hautirritationen. Dies betrifft vor allem Personen, die sich 15-mal und mehr pro Tag die Hände waschen [1]. Tatsächlich erfordern nur wenige Situationen in Gesundheitsberufen das Händewaschen [2]. Um die Haut gesund zu halten, sollten das Händewaschen reduziert und milde Reinigungsprodukte gewählt werden, während alkoholbasierte Hände-Desinfektionsmittel entgegen der verbreiteten Annahme die Haut nicht schädigen [3]. Baktolin® Waschlotionen sind alkali-, seifen- und farbstofffrei und verdanken ihre gute Hautfreundlichkeit modernen, milden Inhaltsstoffen. Hautpflege lebt von regelmäßiger Anwendung Gerade die regelmäßige Hautpflege ist wichtig, um Hautirritationen vorzubeugen [4]. Eine Umfrage unter Chirurgen ergab, dass Dreiviertel keinerlei Hautpflege/-schutz verwenden, obwohl die Hälfte unter Hautirritationen leidet [5]. Unzureichende Hautpflege schädigt nicht nur die eigene Hautgesundheit, sondern beeinträchtigt auch die Patientensicherheit, da sich nur gesunde Haut sicher desinfizieren lässt. Die Produkte der Baktolan®-Pflegeserie sind auf verschiedene Bedürfnisse abgestimmt und enthalten milde, hochwertige Inhaltsstoffe, die die Hautfeuchte erhöhen und die natürliche Hautbarriere stärken. Hautschutz verwenden, BEVOR Probleme entstehen Während der COVID-19-Pandemie haben Gesundheitsfachkräfte vermehrt Maßnahmen zur Händehygiene ergriffen. Gleichzeitig nahmen Handekzeme bei ihnen stark zu [6]. Doch Hautirritationen vorzubeugen ist deutlich einfacher, als sie zu behandeln. Deshalb sollten Hautschutzprodukte bereits präventiv verwendet werden. Die Baktolan® Hautschutzcremes schützen die Haut zuverlässig und langanhaltend bei Kontakt mit Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten. Milde, natürliche Inhaltsstoffe tragen zur regenerierenden Pflege strapazierter und rissiger Haut bei. Hautirritationen und Ekzeme: Mit guten Strategien vermeidbar Wie wichtig Hautgesundheit ist, verdeutlichte auch Prof. Dr. med. Swen Malte John, Leiter der Dermatologie an der Universität Osnabrück, beim HARTMANN Symposium im Rahmen des BZH-Kongresses. Er bezeichnete die Zunahme von Handekzemen bei Gesundheitsfachkräften als „Epidemie während der Pandemie“ und machte darauf aufmerksam, dass Pflegekräfte mit berufsbedingten Hautkrankheiten ein 3-mal höheres Risiko für die Besiedelung mit Methicillinresistentem S. aureus (MRSA) haben [7]. Sein präventiver Ansatz: Die „3 Momente der Hautpflege“ – VOR Arbeitsbeginn, NACH dem Händewaschen, NACH der Arbeit [8]. Erfahren Sie auf den nächsten Seiten mehr dazu. Quellen 1. Technische Regeln für Gefahrstoffe 401 (TRGS 401) (2022). GMBl 40: 895–926. https://www.baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRGS/TRGS-401 (abgerufen am 09.09.2024) 2. Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (2016) Bundesgesundheitsbl 59: 1189-1220. https://doi. org./10.1007/s00103-016-2416-6 3. Robert Koch-Institut (RKI) (2019) Epidemiol Bull 19: 157-161. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2019/Ausgaben/19_19.pdf?__ blob=publicationFile(abgerufen am 09.09.2024) 4. Kampf G, Ennen J (2006) BMC Dermatol 6: 1. https://doi.org/10.1186/1471-5945-6-1 5. Harnoss JC et al. (2014) BMC Infect Dis 14: 315. https://doi.org/10.1186/1471-2334-14-315 6. Reinholz M et al.. (2021) Eur J Dermatol 31: 392-395. https://doi.org/10.1684/ejd.2021.4046 7. Brans R et al. (2016) Occup Environ Med 2016 73: 670-675. https://doi.org/10.1136/oemed-2016-103632 8. Hines J et al. (2017) J Eur Acad Dermatol Venereol 31: 53-64. https://doi.org/10.1111/jdv.13851 15

Keine Kompromisse bei der Händ HARTMANN beim Freiburger Hygienekongress im Oktober 2024 Der Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress im Oktober – veranstaltet vom Beratungszentrum für Hygiene (BZH) – wartete wie jedes Jahr mit zahlreichen aktuellen Themen auf. Auch HARTMANN und das HARTMANN SCIENCE CENTER (HSC) waren mit einem Stand und einem Lunchsymposium vertreten. Der HARTMANN-Stand hob sich durch Live-Demonstrationen zur Händehygiene und Flächendesinfektion positiv ab – z. B. mit Tests zur Materialverträglichkeit von Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues auf Acrylglas. Das Lunchsymposium mit dem Titel „Keine Kompromisse bei der Händehygiene“ stand ganz im Zeichen der Händehygiene, zu der Prof. Dr. Swen Malte John (Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitswissenschaften sowie Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück; Niedersächsisches Institut für Berufsdermatologie) und Dr. Marco Krewing (HSC) interessante Einblicke gaben. FORUM 16

dehygiene und Flächendesinfektion FORUM Gesunde Haut ist kein Zufall Im ersten Vortrag des Symposiums machte Prof. John auf die Eigenverantwortung beim Erhalt der Hautgesundheit im Gesundheitswesen aufmerksam. Dazu räumte er mit zahlreichen Mythen auf – darunter der „berufsbedingt unvermeidbaren“ Hautveränderung. Mit eindringlichen Bildern von stark geschädigter Haut sensibilisierte er für den Ernst der berufsbedingten Kontaktdermatitis (BKD), die in Europa bis zu 35 % aller arbeitsbedingten Erkrankungen ausmacht [1] und jährlich Kosten in Milliardenhöhe verursacht [2]. In Deutschland ist etwa jede fünfte Pflegekraft betroffen [3]. BKD erhöht darüber hinaus das Risiko für eine Besiedelung mit Methicillin-resistentem S. aureus (MRSA) [4]. Primärprävention: Die „3 Momente der Hautpflege“ Daten belegen, dass alkoholbasierte Hände-Desinfektionsmittel weniger hautreizend sind als Seifen [5], auch wenn etwa 70 % der Pflegekräfte das Gegenteil annehmen [6]. Diese falsche Annahme führt nach Ansicht von Prof. John zu einem Teufelskreis, der die Problematik verschärft: Häufiges Händewaschen trocknet die Haut aus, die daraufhin bei der Händedesinfektion brennt. Diese wird deshalb vermieden, stattdessen werden die Hände häufiger gewaschen. Dies begünstigt ein leichtes Handekzem, das sich durch Beibehaltung der falschen Strategie verschlechtert. Prof. John setzt daher auf eine gute Aufklärung darüber, wie sich Hautekzeme von vornherein LIVE-DEMO Station – Händehyiene: Hier hatten die Besucher die Möglichkeit, die Hautfeuchtigkeit ihrer Hände vor- und nach der Nutzung unserer Produkte aus dem Händehygiene-System zu messen. Ergebnis: Die Haut hat durch das Sterillium® med und Sterillium® classic pure bereits zusätzlich Feuchtigkeit mit dem bewährten Sterillium® Hautpflegekomplex erhalten. Durch die Verwendung der passenden Hautpflege- und passendem Hautschutz, konnte der Wert noch weiter gesteigert werden. LIVE-DEMO Station – Qualität in der Flächendesinfektion: Auf einer gut ausgeleuchteten schwarzen Plexiglasplatte wurde die Benetzung der Fläche durch die vorgetränkten nachhaltigen Tücher anschaulich visualisiert. Ergebnis: Unser hochwertiges nachhaltiges Vliesmaterial der Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues und Bacillol® Zero Tissues benetzt die Oberfläche genau so gut, wie PET Tücher. Neben der Benetzung, wurde an dieser Station zusätzlich die Haptik und Reißfestigkeit verschiedener nachhaltiger Tücher anschaulich getestet. Auch hier konnte die Tuchqualität der Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues und Bacillol® Zero Tissues überzeugen. LIVE-DEMO Station – Materialverträglichkeit: Drei Plexiglasstäbchen in einer Vitrine wurden durch einen Halter unter Spannung gebracht und mit den geringalkoholischen Bacillol® 30 Sensitive Green Tissues sowie alkoholischen Tüchern mit 40-50 % Alkoholgehalt und hochalkoholisch (> 70 %) getränkten Tüchern benetzt. Bei der Verwendung der alkoholischen Tücher mit einem Alkoholgehalt > 40 % zeigten sich Spannungsrisse und die Stäbchen zersprangen nach kurzer Zeit. Dieser Versuch wurde mehrfach auf Wunsch der Besucher durchgeführt. 17

FORUM Andreas F. Widmer wurde mit dem Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention 2024 ausgezeichnet. Die Preisverleihung, die mit 50.000 Euro dotiert ist, fand dieses Jahr im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 8. November in Berlin statt. Prof. Dr. Andreas F. Widmer wird für seine herausragende und langjährige Arbeit in der Infektionskontrolle und -prävention gewürdigt. Als Präsident des Nationalen Zentrums für Infektionsprävention, Swissnoso, das er 1994 gemeinsam mit Patrick Francioli und Didier Pittet gründete, war er über zehn Jahre als Experte am Robert Koch-Institut tätig und hat mehr als 15 Jahre für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Themen wie Händehygiene und Wundinfektionen gearbeitet. NEWS Quellen 1. Bauer A et al. (2023) Contact Dermatitis 88: 263-274. https://doi.org/10.1111/cod.14280 2. Augustin M et al. (2022) J Eur Acad Dermatol Venereol 36 Suppl 7: 3-16. https://doi.org/10.1111/jdv.18168 3. Skudlik C et al. (2009) Contact Dermatitis 60: 136-143. https://doi.org/10.1111/j.1600-0536.2008.01496.x 4. Brans R et al. (2016) Occup Environ Med 2016 73: 670-675. https://doi.org/10.1136/oemed-2016-103632 5. Pedersen LK et al. (2005) Less skin irritation from alcohol-based disinfectant than from detergent used for hand disinfection. Br J Dermatol 153: 1142-1146. https:// doi.org/10.1111/j.1365-2133.2005.06875.x 6. Stutz N et al. (2009) Br J Dermatol 160: 565-572. https://doi.org/10.1111/j.1365-2133.2008.08951.x 7. Hines J et al. (2017) J Eur Acad Dermatol Venereol 31: 53-64. https://doi.org/10.1111/jdv.13851 8. Brans Ret al. (2016) Contact Dermatitis 75: 205-212. https://doi.org/10.1111/cod.12614 9. Valim MD et al. (2024) Antimicrob Resist Infect Control 13: 7. https://doi.org/10.1186/s13756-023-01356-3 vermeiden lassen – mit einem individuell abgestuften Präventionsansatz, der als primäre Strategie die „3 Momente für den Hautschutz“ zugrunde legt. Die Momente basieren auf der Verwendung schützender Hautpflegeprodukte: 1. VOR der Arbeit, 2. NACH dem Händewaschen und 3. NACH der Arbeit [7]. Der Erfolg des Präventionsprogramms wurde in einer multizentrischen Kohortenstudie belegt: Von 1.410 Beschäftigten mit BKD konnten 3 Jahre nach der Teilnahme 87 % weiterhin arbeiten, 75 % sogar im ursprünglichen Beruf [8]. Darüber hinaus erläuterte Prof. John ausführlich, wie Betroffene mit einer BKD Hilfe bei Betriebsärzten, Dermatologen und der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bekommen können. Eigen- und Fremdschutz: Die Wahl des Hände-Desinfektionsmittels Im Anschluss präsentierte Dr. Marco Krewing (HSC) weitere Erkenntnisse zur Händehygiene. So lassen sich bei der Wahl des Hände-Desinfektionsmittels Eigen- und Fremdschutz nicht trennen, denn Eigenschutz beinhaltet auch die Erhaltung der Hautgesundheit, die sich wiederum auf die Wirksamkeit (nur gesunde Haut lässt sich wirksam desinfizieren) und damit den Fremdschutz auswirkt. Hierzu zeigte Dr. Krewing, dass Hände-Desinfektionsmittel durchaus einen positiven Effekt auf die Hautfeuchtigkeit haben können [9]. Außerdem erläuterte er die Vorteile hochalkoholischer Hände-Desinfektionsmittel im Vergleich zu niedrig-alkoholischen sowie Möglichkeiten und Grenzen einer verkürzten Einwirkzeit. Andreas F. Widmer wurde mit dem Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention 2024 ausgezeichnet 18

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