„Viele Dekubitalulzera heilen erst nach Monaten oder Jahren ab. Daher bedeuten Dekubitalulzera für den Patienten eine schwere Bürde: monatelange Immobilisation, Schmerzen, Sepsisgefahr und eine Reihe weiterer Komplikationen, die zu schweren physischen und psychischen Belastungen führen. Und was oft vergessen wird, auch die Pflegenden verspüren Frustration, wenn in ihrer Institution ein klares Dekubituskonzept und die notwendigen Ressourcen zu dessen Durchführung fehlen“, beschreibt Prof. Dr. med. Walter O. Seiler, Emeritus Medical Consultant Universitätsspital Basel, der durch seine grundlegenden klinischen Forschungsarbeiten zum Thema Dekubitus bekannt ist, die Situation.
Obwohl man nun der Dekubitusproblematik verstärkt Aufmerksamkeit widmet und Expertenstandards für eine praktikable Prophylaxe, Behandlung und Pflege erarbeitet und bereitgestellt hat, sind Druckgeschwüre immer noch ein viel zu häufiges Leiden. Nach vorsichtigen Schätzungen des Robert Koch-Institutes (RKI) und des Statistischen Bundesamtes entwickeln in der Bundesrepublik Deutschland jährlich mehr als 400.000 Personen einen behandlungsbedürftigen Dekubitus. Obwohl ein Dekubitus in jedem Lebensalter auftreten kann, sind davon vor allem alte und kranke Menschen betroffen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Die hohe Dekubitus-Inzidenz ist medizinisch und pflegerisch, aber auch ökonomisch eine große Herausforderung, die nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden kann. Erforderlich sind klare Konzepte zur Dekubitusprävention und -therapie, die sich praxisorientiert umsetzen lassen. Dazu gehört insbesondere ein guter Informationsfluss zwischen Ärzten, Pflegekräften, Angehörigen und Kostenträgern. Denn nur so können zum Wohle des Patienten effiziente Behandlungsmaßnahmen sichergestellt, aber auch Kosten eingespart werden, die ansonsten durch intransparente Prozesse und veraltete Methoden entstehen können.
Erforderlich sind aber auch innovative Konzepte zur lokalen Wundbehandlung, um die zumeist monatelang dauernde Behandlung therapiesicher und wirtschaftlich zu gestalten. Mithilfe der HydroTherapy kann diesen Anforderungen sicher und einfach entsprochen werden.