HARTMANN: Geschäftsjahr 2021 von Corona und Fortschritten bei Transformationsprogramm geprägt

• Umsatz und Ergebnis aufgrund von Pandemie rückläufig
• Transformationsprogramm erzielt große Fortschritte durch Markteinführung neuer Produkte und durch umfangreiche Investitionen in Produktionsanlagen und Infrastruktur
• Ausblick 2022: Umsatz und Ergebnis rückläufig; Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine noch nicht quantifizierbar

22.03.2022
Heidenheim, den 22.03.2022. Das Geschäftsjahr 2021 war für die HARTMANN GRUPPE erneut von den starken Corona-Einflüssen sowie den Fortschritten des Transformationsprogramms bestimmt. Die erwartungsgemäß rückläufigen Finanzkennzahlen sind im Wesentlichen auf die Pandemie zurückzuführen. Die coronabedingte Sonderkonjunktur bei Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung ist aufgrund hoher Lagerbestände bei den Kunden abgeebbt. Zurück blieb ein reduzierter Markt mit einer nach wie vor geringen Bettenauslastung in medizinischen Einrichtungen und einem nur schrittweisen Anstieg von Operationszahlen sowie Arzt- und Apothekenbesuchen. Hinzu kamen deutlich gestiegene Material- und Transportkosten. Das strategische Transformationsprogramm hingegen zeigte einen sehr positiven Einfluss auf das Konzernergebnis.

Finanzkennzahlen 2021

Der Konzernumsatz von HARTMANN lag 2021 bei 2.301,8 Mio. EUR. Dies entspricht einem erwarteten moderaten organischen Umsatzrückgang um -5,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Gewinnkennzahl des bereinigten EBITDA reduzierte sich um -17,7 % auf 240,6 Mio. EUR (Vorjahr: 292,4 Mio. EUR) und lag damit innerhalb des veröffentlichten Prognosekorridors. HARTMANN hält am Grundsatz einer auf Kontinuität ausgerichteten Dividende fest. Der Vorschlag für die Dividende beträgt unverändert zum Vorjahr 8,00 EUR je Aktie.

  • Infektionsmanagement: Die Nachfrage ist aufgrund hoher Lagerbestände bei den Kunden zurückgegangen
  • Inkontinenzmanagement: Die noch immer geringe Bettenauslastung in Krankenhäusern und Pflegeheimen führte zu einer verhaltenen Nachfrage
  • Wundversorgung1: Trotz Wachstum verbleibt der Wundversorgungsmarkt deutlich unter der Marktentwicklung vor Corona
  • Komplementäre Divisionen der Gruppe1: KNEIPP bediente weiterhin erfolgreich den Trend zu einem höheren Gesundheitsbewusstsein; KOB verzeichnete Zuwächse bei Kompressionsverbänden

Umsatz (organisches Umsatzwachstum) 2021

Konzern

2.301,8 Mio. EUR (-5.2 %)

Infektionsmanagement

681,3 Mio. EUR (-19.3 %)

Inkontinenzmanagement

681,1 Mio. EUR (-1.8 %)

Wundversorgung1

492,4 Mio. EUR (+9.7 %)

Komplementäre Divisionen der Gruppe1

447,0 Mio. EUR (+0.8 %)

1Die Benennung dieser Geschäftssegmente wurde 2021 angepasst.

Erfolgreiches Transformationsprogramm

HARTMANN hat 2019 sein Transformationsprogramm gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Die Pandemie verstärkt die Herausforderungen der Gesundheitsmärkte. Die konsequente Umsetzung des Programms ist daher für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung.

Britta Fünfstück, CEO der HARTMANN GRUPPE: „Es ist uns erneut gelungen, die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen und gleichzeitig die geplanten Fortschritte in unserem Transformationsprogramm zu erzielen.“

  • HARTMANN hat wichtige Produktinnnovationen zur Markteinführung gebracht: Dazu zählen weitere silikonbasierte Wundauflagen (z. B. Cosmopor® Silicone), ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System zur Wundanalyse (Vintens®), ein neues steriles Komponentenset zur Infektionsprävention (MediSet®) und hochwirksame Produkte zur Flächendesinfektion (z. B. Bacillol® 30 Sensitive)
  • HARTMANN hat seine Digitalisierung und die Stärkung des Angebots im ambulanten Markt weiter vorangetrieben: Seit Januar 2021 ist das führende deutsche Online-Pflegeportal pflege.de Teil des Unternehmens
  • HARTMANN hat signifikante Investitionen in die Erweiterung und Modernisierung von Produktionsanlagen und Infrastruktur getätigt: Diese umfassten u. a. Maschinen im Bereich der modernen Wundversorgung in Frankreich, eine neue Hochleistungsproduktionslinie für Inkontinenzprodukte in Spanien sowie Kapazitätserweiterungen der Division Desinfektion in Deutschland. Insgesamt betrugen die Sachinvestitionen im vergangenen Jahr rund 154 Mio. EUR, signifikant mehr als in den vergangenen Jahren

Ausblick 2022

HARTMANN geht für das Geschäftsjahr 2022 nach wie vor von einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA in der Bandbreite von nunmehr 190 bis 230 Mio. EUR aus. Aufgrund der anhaltenden Pandemie gibt es eine hohe Prognoseunsicherheit. Darüber hinaus sind mögliche Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf das Geschäft noch nicht quantifizierbar und daher auch nicht in der Prognose berücksichtigt.

Russland-Ukraine-Konflikt

HARTMANN verurteilt jegliche Aggression, die die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährdet. Das Unternehmen hilft mit Sach- und Geldspenden vor Ort in der Ukraine und in angrenzenden Ländern, die den zahlreichen Flüchtlingen Unterkunft bieten. Darüber hinaus unterstützt HARTMANN geflüchtete Familienmitglieder der im Unternehmen beschäftigten Ukrainer.

Geschäftsbericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 finden Sie unter hartmann.info/en-corp/investor-relations.

Über die HARTMANN GRUPPE

Die HARTMANN GRUPPE ist ein führender europäischer Anbieter von Systemlösungen für Medizin und Pflege.

Medizinisches Fachpersonal und Patienten verlassen sich jeden Tag auf HARTMANNs Produktmarken in den Segmenten Inkontinenzmanagement (u. a. MoliCare®), Wundversorgung (u. a. Zetuvit®) sowie Infektionsmanagement (u. a. Sterillium®). Dies bringen wir mit unserem Markenversprechen „Hilft. Pflegt. Schützt.“ zum Ausdruck. 2021 erreichte HARTMANN einen Umsatz von 2,3 Mrd. EUR. Das 1818 gegründete Unternehmen ist mit seinen Produkten und Lösungen in mehr als 130 Ländern präsent. Die HARTMANN GRUPPE setzt aktuell mit ihrem leistungsstarken, kundenorientierten und leidenschaftlichen Team ihr strategisches Transformationsprogramm für die Zukunft um.

Die neuesten Informationen von HARTMANN finden Sie unter @HARTMANN_GROUP auf Twitter.

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Stephanie Reuter
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