Wenn die Haut besondere Pflege braucht
Eine beginnende IAD zeigt sich als Rötung und geht bei Nichteinschreiten in eine ausgeprägte schmerzhafte Entzündungsreaktion der Haut mit Bläschenbildung, Nässen und Krustenbildung über. Bei derart geschädigter Haut besteht zudem immer ein großes Risiko für eine oberflächliche, bakterielle Infektion (Erythrasma). Auch eine sehr schmerzhafte und belastende Candidainfektion (Candidose) im Genitalbereich ist eine häufige Komplikation. Es kann aber auch noch schlimmer kommen. Aufgequollene und mazerierte Haut führt bei Druckeinwirkung nicht selten zu einem Dekubitus, dessen Ausheilung sehr lange dauern kann.
Was therapeutische und pflegerische Teams dabei kaum realisieren, ist, dass bei einer Entgleisung einer IAD rechtliche Sanktionen zu befürchten sind. Selbst eine entzündliche Hautveränderung im Rahmen einer IAD, einhergehend mit Ammoniakgeruch, bedeutet aus rechtlicher Sicht bei unzureichendem IAD-Management einen mit Schmerzensgeld zu sanktionierenden Ersatzanspruch, wenn der geschädigte Patient wegen der allgemein störenden Geruchsbildung einen Besuchs- und Kontaktmangel erleidet.*

Für MoliCare Produkte werden natürliche Zellulosefasern in eine „gelockte“ Struktur überführt und mit Zitronensäure versetzt. Sie sind extrem weich und erhöhen die Leistungsfähigkeit der MoliCare Inkontinenzprodukte: Sie sorgen auf der Oberfläche für eine schnellere Aufnahme (Absorption) des Urins und somit für eine hohe Oberflächentrockenheit.
Zugleich erzeugen sie aber auch einen sauren pH-Wert auf der Oberfläche der MoliCare Inkontinenzprodukte. Bedenkt man, dass die optimale Barrierefunktion der Haut von einem sauren pH-Wert abhängt, gewinnt diese Eigenschaft besondere Bedeutung: MoliCare Inkontinenzprodukte haben einen pH-Wert zwischen 4,0 und 5,5. Sie sind also deutlich „saurer“ als Standardprodukte ohne diese speziellen Fasern, die einen pH-Wert zwischen 6 und 7 haben.
Beide Eigenschaften der SkinGuard Technology treten nun gemeinsam in Aktion: Treffen alkalische Flüssigkeiten auf die Oberfläche des MoliCare Inkontinenzproduktes, werden sie zum großen Teil schnell aufgesaugt. Der kleine verbleibende Anteil an alkalischer Restfeuchte wird durch den Kontakt mit der Fasern in einen sauren pH-Wert umgewandelt.
MoliCare Skin Hautpflegeserie für Reinigung, Schutz und Pflege
„Ob eine IAD entsteht oder nicht hängt vor allem vom Inkontinenzmanagement ab“, sagt auch die Pflegeexpertin Elke Kuno. Dabei sollten Reinigung und Pflege möglichst schonend und mit hautneutralen Substanzen durchgeführt werden.
Die MoliCare Skin Hautpflegeserie ist die ideale Ergänzung zu den MoliCare Inkontinenzprodukten. Denn MoliMoliCare Skin Produkte für Reinigung, Schutz und Pflege sind optimal auf die Anforderungen der von Inkontinenz strapazierten Haut abgestimmt.
Im Rahmen der IAD-Prophylaxe sind vor allem die ohne Wasser anzuwendenden MoliCare Skin Reinigungsprodukte eine wertvolle Hilfe: Reinigungsschaum und Feuchtpflegetücher reinigen gründlich, aber sanft und wirken geruchsneutralisierend. Bei den Molicare Skin Hautschutzprodukten bieten der Hautprotektor Schaumspray und die transparente Hautschutzcreme zuverlässigen Schutz vor aggressiven Substanzen. Besonders wichtig ist aber auch, dass diese beiden Hautschutzpräparate speziell für die Anwendung mit aufsaugenden Inkontinenzprodukten entwickelt wurden: Sie schränken die Saugleistung nicht ein und sind so idealer „Kombipartner“ der MoliCare aufsaugenden Inkontinenzprodukte.

*Quelle: Hans-Werner Röhlig, seminaris medizinrecht, Oberhausen, im HARTMANN PflegeDienst Ausgabe 1/2015 „IAD als Problem für Patient und therapeutisches Team“