Senioren sitzen lachend am Tisch. Pflegerin legt Arme von hinten über die Schulter der Senioren

Stärkung der Pflegekompetenz – das erwartet Sie mit BEEP

Mehr Verantwortung, weniger Bürokratie: Erfahren Sie, wie das neue Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege Ihre Arbeit verändert und welche Chancen sich für die Pflegepraxis eröffnen.

Warum das „Pflegekompetenzgesetz“ wichtig ist

Um das deutsche Gesundheitssystem zukunftsfähig zu gestalten, muss Versorgung neu gedacht werden. Ende 2025 wurde daher das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege, kurz auch als BEEP bekannt, vom Gesetzgeber verabschiedet. Im Januar 2026 trat es in Kraft – mit dem Ziel, Pflegefachpersonen zu stärken, Kompetenzen zu erweitern und die Versorgung zukunftsfähig zu gestalten.

BEEP-Updates 2026 – mit der Checkliste bestens vorbereitet

Aktuell kommt Bewegung in die Umsetzung des BEEP und die Befugniserweiterung für Pflegefachpersonen. Nachdem diese bereits seit 2022 doppelfunktionale Hilfsmittel empfehlen dürfen, können sie voraussichtlich ab dem 18. August auch aufsaugende Inkontinenzprodukte empfehlen, wie z. B. eine Vielzahl von Produkten des MoliCare® Sortiments von HARTMANN. Was es dabei zu beachten gilt und wie Pflegedienste die Regelungen des BEEP sicher meistern, zeigt unsere Checkliste.


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Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Erweiterte heilkundliche Aufgaben

Pflegefachpersonen dürfen künftig eigenständig Tätigkeiten wie Wundversorgung, Katheterisierung oder Infusionstherapien übernehmen.

Empfehlungsrecht für Hilfsmittel

Auch Folgeverordnungen und Empfehlungen für Inkontinenz- und Stomaartikel oder Adaptionshilfen gehören zum neuen Aufgabenbereich.

Modellprojekte zur Begutachtung

Ab 2026 prüfen Modellprojekte, ob Pflegefachpersonen auch Gutachten und Pflegegrad-Feststellungen durchführen können.

Neue Berufsbezeichnung

Das Gesetz sieht zudem eine modernisierte Berufsbezeichnung vor, die die erweiterten Kompetenzen widerspiegelt.

Mehr Eigenverantwortung – weniger Bürokratie

Icon Paragraph blau
Verantwortung übernehmen
Pflegefachpersonen steuern den gesamten Pflegeprozess eigenständig.
Icon Oberkörper mit seitlichem Check-Haken blau
Weniger Bürokratie
Entlastung durch klare Zuständigkeiten und digitale Prozesse.
Icon Handshake blau
Mehr Zeit für Patientinnen und Patienten
Höhere Versorgungsqualität durch weniger Verwaltungsaufwand.
Icon Arzt blau
Team-Entlastung
Ärztinnen, Ärzte und andere Gesundheitsberufe sollen von einer klaren Rollenverteilung profitieren.
Icon blauer Monitor
Digitalisierung nutzen
Digitale Dokumentation und elektronische Verordnungen sollen Bürokratie reduzieren und Abläufe beschleunigen.
Arzt sitzt am Schreibtisch vor Laptop
Alle Neuerungen kompakt erklärt

Mit dem BEEP wird sich das Berufsbild der Pflege ändern. Welche praktischen Möglichkeiten daraus für Sie als Pflegefachperson entstehen, das war Thema eines Webinars im Januar 2026. Die beiden HARTMANN Expertinnen Daniela Piossek und Christiane Schulz erläuterten dabei unter anderem, welche Voraussetzungen das BEEP fordert, wer künftig welche Leistungen erbringen darf und wie die Umsetzung in der Praxis aussehen wird. Die Aufzeichnung des 75-minütigen Webinars ist in der HARTMANN Academy abrufbar. 

Bleiben Sie informiert – aktuelle Updates zum Gesetz

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Ihre Fragen zum Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege

Was ist das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (ehem. Pflegekompetenzgesetz)?
Das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (ehemals Pflegekompetenzgesetz genannt) stärkt die Rolle von Pflegefachpersonen. Es erweitert ihre Aufgaben und soll die pflegerische Versorgung in Deutschland zukunftsfähig machen.
Wann trat das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege in Kraft?
Im November 2025 wurde das Gesetz im Bundestag und am 19. Dezember auch im Bundesrat verabschiedet. Damit trat es zum 1. Januar 2026 in Kraft. Seitdem starten erste Modellprojekte, die schrittweise Umsetzung erfolgt bis 2027/28, eine Evaluation ist bis 2030 vorgesehen.
Welche neuen Aufgaben übernehmen Pflegefachpersonen?
Pflegefachpersonen dürfen künftig eigenständig heilkundliche Tätigkeiten wie Wundversorgung, Katheterisierung oder Infusionstherapie durchführen. Außerdem erhalten sie ein Empfehlungsrecht für Hilfsmittel und werden in Modellprojekten an Begutachtungen beteiligt.
Welche Vorteile bringt das Gesetz für Pflegeeinrichtungen?
Einrichtungen profitieren von klaren Zuständigkeiten, weniger Bürokratie und einer besseren Versorgungsqualität. Zudem werden Ärzte entlastet und digitale Prozesse gestärkt.
Was bedeutet Entbürokratisierung in der Pflege?
Ziel ist es, Verwaltungsaufwand deutlich zu reduzieren, die Pflegeprozessverantwortung klar bei den Pflegefachpersonen zu verankern und Abläufe effizienter zu gestalten.

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