Händewaschen vs. Händedesinfektion

Die Händedesinfektion ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern.
Händedesinfektion bezeichnet das Abtöten bzw. Inaktivieren von Mikroorganismen auf der Haut. Dies betrifft sowohl teilweise die residente (ständige) als auch die transiente (vorübergehende) Hautflora.
Residente Hautflora: Diese Mikroorganismen sind dauerhaft auf der Haut angesiedelt und tragen zur Schutzfunktion der Haut bei.
Transiente Hautflora: Diese Mikroorganismen sind nur vorübergehend auf der Haut vorhanden und gelangen durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen oder Personen auf die Haut.
Hygienische Händedesinfektion: Ziel ist es, die Keimzahl auf der Haut erheblich zu reduzieren.
Chirurgische Händedesinfektion: Umfasst die Abtötung von Keimen, die tiefer in die Haut eindringen könnten, und wird vor chirurgischen Eingriffen oder bei besonders empfindlichen Patientengruppen durchgeführt.


Händewaschen hat in der täglichen Praxis eine wesentliche Bedeutung und sollte in bestimmten Situationen als Vorstufe zur Händedesinfektion durchgeführt werden.
Entfernung von sichtbarem Schmutz, Verunreinigungen und auch teilweise von Keimen, besonders bei Verdacht auf sporenbildende Bakterien. Händewaschen allein reicht nicht immer aus, um alle Krankheitserreger zu beseitigen, insbesondere Viren oder Bakterien, die tief in den Hautschichten verankert sind.
Gesunde Haut ist die Voraussetzung für eine effektive Händedesinfektion. Hautschutz und Hautpflege spielen eine entscheidende Rolle dabei, die Barrierefunktion der Haut aufrechtzuerhalten und ihre Integrität zu bewahren.
Gesunde Haut: Eine glatte, intakte Hautoberfläche bietet den besten Schutz vor Keimen und lässt sich effektiv desinfizieren.
Rissige oder trockene Haut: Bietet Mikroorganismen Nischen, um sich anzusiedeln und zu vermehren. Dies kann die Wirksamkeit der Händedesinfektion beeinträchtigen und das Risiko von Infektionen erhöhen.
Hautschutzcremes: Sie bilden eine Barriere auf der Haut und schützen sie vor Chemikalien wie z.B. Laugen und Feuchtigkeit. Dadurch verhindern sie aufgeweichte und rissige Haut.
Hautpflege: Regelmäßige Pflege der Haut schützt vor Rissen und Trockenheit und sorgt für eine gesunde Hautoberfläche.
