Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

HARTMANN GRUPPE | Lagebericht | Wirtschaftsbericht 26 KNEIPP weiterhin Wachstumstreiber bei Komplementären Divisionen der Gruppe Die Umsatzerlöse im Segment Komplementäre Divisionen der Gruppe lagen im Jahr 2021 bei 447,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem organischen Umsatzwachstum von 0,8 %. Einen maßgeblich positiven Beitrag zum Umsatzwachstum leistete auch in diesem Jahr die KNEIPP-Gruppe. KNEIPP bedient weiterhin erfolgreich den Trend zu einem höheren Gesundheitsbewusstsein und Achtsamkeit. Dies zeigt sich an einer nach wie vor wachsenden Verbraucherakzeptanz in den internationalen Absatzmärkten. Während die Auswirkungen der Pandemie die Nachfrage nach Kosmetikprodukten und damit die Umsätze der CMC-Gruppe negativ beeinflusst haben, verzeichnete die KOB-Gruppe eine im Jahresvergleich positive Umsatzentwicklung. Dies liegt vor allem an den starken Zuwächsen bei Kompressionsverbänden und beim grabenlosen Sanierungssystem für Abwasserrohre BRAWO® SYSTEMS. Das bereinigte EBITDA im Segment Komplementäre Divisionen der Gruppe blieb im Berichtsjahr mit 31 Mio. EUR nahezu stabil. Coronabedingte Umsatzrückgänge in Kernmärkten Im Kernabsatzmarkt Deutschland erzielte die HARTMANN GRUPPE im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 778,4 Mio. EUR. Zum organischen Umsatzrückgang von 9 % haben coronabedingte Effekte beigetragen. In der Region EMEA (Europa ohne Deutschland, Mittlerer Osten, Afrika) lagen die Umsatzerlöse bei 1.325,8 Mio. EUR. Dies entspricht einem moderaten organischen Rückgang von -5,5 %. Die Umsatzerlöse in der Region APAC (Asien, pazifischer Raum) lagen im Berichtsjahr bei 133,5 Mio. EUR und sind damit gegenüber dem Vorjahr organisch um 13,9 % gestiegen. In der Region Americas verzeichnete HARTMANN ein starkes organisches Umsatzplus von 17,4 % auf 64,0 Mio. EUR. Leicht sinkender Inlandsanteil am Umsatz Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die Relation der Umsatzerlöse im In- und Ausland bei HARTMANN leicht in Richtung Ausland verschoben: Vom Konzernumsatz entfielen mit 778,4 Mio. EUR 33,8 % (Vorjahr: 35,0 %) auf Deutschland und 66,2 % (1.523,3 Mio. EUR) auf das Ausland. Rohstoffpreise auf Rekordhoch Durch die Corona-Pandemie und Unterbrechungen der globalen Lieferketten sind die Weltmarktpreise der für HARTMANN relevanten Rohstoffe im Berichtsjahr deutlich gestiegen. Zellulose ist der Rohstoff mit dem größten Einkaufsvolumen im Unternehmen. Bis Mai 2021 stieg der Preis für Flusen Zellstoff kontinuierlich und stagnierte dann auf hohem Niveau, bevor er nach einem leichten Rückgang im August bis zum Jahresende bei 1.640 USD/mt verblieb. Zum Jahresende lag der Kurs 475 USD über dem Vorjahresendkurs von 1.165 USD/mt. Dies entspricht einer Steigerung von 40,8 %. Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Durchschnittspreis wirkte sich negativ auf die Materialkosten aus. Auch die Preise für wesentliche Polymere wie Polyethylen und Polypropylen haben im Jahr 2021 stark zugelegt und zum Ende des Berichtsjahres ein sehr hohes Niveau erreicht. Der gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt etwas schwächere US-Dollar reduzierte diese für die HARTMANN GRUPPE insgesamt negativen Effekte.

RkJQdWJsaXNoZXIy NDU5MjM=