Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

Geschäftsbericht 2021 | Lagebericht | Wirtschaftsbericht 25 Das Umsatzwachstum wurde vor allem durch zweistellige Wachstumsraten bei modernen Wundprodukten vorangetrieben. Treiber waren hier insbesondere die Sortimente der superabsorbierenden und silikonbeschichteten Produkte. Auch die gute Entwicklung bei traditionellen Wundprodukten und den Vivano®-Produkten zur Unterdruck-Wundtherapie leistete einen Beitrag zum Umsatzwachstum. Infolge der Geschäftserholung und einer dadurch deutlich höheren Umsatzbasis im Vergleich zum Vorjahr konnte das Segment Wundversorgung das bereinigte EBITDA um 27,2 Mio. EUR auf 87,4 Mio. EUR steigern. Inkontinenzmanagement auf Vorjahresniveau Im Segment Inkontinenzmanagement lagen die Umsatzerlöse mit 681,1 Mio. EUR unter Vorjahresniveau. Die organische Umsatzentwicklung war mit -1,8 % leicht rückläufig. Die Entwicklung begründet sich einerseits durch die noch immer geringe Bettenauslastung in medizinischen Einrichtungen, die damit verbundene verhaltene Nachfrage nach Inkontinenzprodukten sowie den Ausstieg aus unrentablen Geschäften. Andererseits verzeichnete das Segment zweistellige Wachstumsraten bei Elastic Slips sowie geschlechtsspezifischen Pants und entwickelte sich auch im Bereich der Hautpflegeprodukte positiv. Das bereinigte EBITDA im Segment Inkontinenzmanagement lag im Berichtsjahr mit 76,6 Mio. EUR um 23,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die deutliche Steigerung basiert hauptsächlich auf der Modernisierung und Optimierung von Produktionsanlagen sowie einem profitableren Produkt- und Kundenmix. Ende der Sonderkonjunktur im Infektionsmanagement Das Segment Infektionsmanagement verzeichnete einen Umsatz von 681,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem starken organischen Umsatzrückgang von -19,3 %. Die Ursachen liegen im Abebben der pandemiebedingten Sonderkonjunktur des Jahres 2020. Vor dem Hintergrund hoher Lagerbestände bei den Kunden ist die Nachfrage nach Hände- und Flächendesinfektionsmitteln ebenso zurückgegangen wie die nach Schutzbekleidung. Lediglich Untersuchungshandschuhe erfuhren Umsatzspitzen. Die Nachfrage nach anderen Teilen des Sortiments wie Tüchern und Sets im OP-Bereich ist ebenfalls gestiegen. Der erwartungsgemäße Wegfall der positiven Volumeneffekte im Vergleich zum Vorjahr sowie die höheren Material- und Frachtkosten waren Hauptursachen dafür, dass sich das bereinigte EBITDA im Segment Infektionsmanagement um 101,5 Mio. EUR auf 45,5 Mio. EUR reduzierte.

RkJQdWJsaXNoZXIy NDU5MjM=