Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

HARTMANN GRUPPE | Lagebericht | Wirtschaftsbericht 24 Corona-Pandemie prägt erneut den Geschäftsverlauf Die weltweite Pandemie hatte im Berichtsjahr erneut deutliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der HARTMANN GRUPPE. Mit seinem Transformationsprogramm stellt sich HARTMANN als ein führender europäischer Anbieter von Systemlösungen für Medizin und Pflege den Herausforderungen und Chancen des Gesundheitsmarktes. Moderater Umsatzrückgang 2021 In der Ertragslage machte sich das Abebben der coronabedingten Sonderkonjunktur bei Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung bemerkbar. Zurück blieb ein pandemiebedingt reduzierter Markt mit einer nach wie vor geringen Bettenauslastung in medizinischen Einrichtungen und einem nur schrittweisen Anstieg von Operationszahlen sowie Arzt- und Apothekenbesuchen. Hinzukamen deutlich gestiegene Material- und Transportkosten. Das strategische Transformationsprogramm hingegen zeigte einen sehr positiven Einfluss auf das Konzernergebnis. Zur Steuerung des Wachstums der Umsatzerlöse und im Sinne einer transparenten Kommunikation verwendet HARTMANN das organische Umsatzwachstum als zentrale Bewertungskennzahl für die Umsatzentwicklung. Insgesamt verzeichnete die HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr einen moderaten organischen Umsatzrückgang um -5,2 %. Dieser entspricht den Erwartungen für das Jahr 2021. Über alle Geschäftssegmente hinweg lag der Konzernumsatz der HARTMANN GRUPPE 2021 bei 2.301,8 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem moderaten Rückgang um -5,4 %. Dabei wirkten sich Akquisitionen/Desinvestitionen ebenso wie Währungseffekte mit jeweils -0,1 % leicht negativ auf das Gesamtwachstum der HARTMANN GRUPPE aus. Erwarteter Rückgang beim bereinigten EBITDA Im Zuge des 2019 gestarteten Transformationsprogramms tätigt die HARTMANN GRUPPE signifikante Investitionen. Vor diesem Hintergrund dient das bereinigte EBITDA seit 2020 als zentrale Steuergröße für die Ertragsentwicklung der HARTMANN GRUPPE. Die Bewertungskennzahl zeigt das EBIT vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen/Wertaufholungen sowie Anpassungen beim Ergebnis und bildet damit die operative Geschäftsentwicklung ab. Die Anpassungen beim Ergebnis beziehen sich dabei auf die Kategorien Restrukturierungsaufwendungen, Gewinne bzw. Verluste aus Desinvestitionen und akquisitionsbezogene Aufwendungen sowie sonstige Anpassungen. Das bereinigte EBITDA belief sich 2021 auf 240,6 Mio. EUR verglichen mit 292,4 Mio. EUR im Vorjahr und lag damit im Rahmen der Erwartungen des im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten Prognosekorridors. Die bereinigte EBITDA-Rendite sank von 12,0 % im Jahr 2020 auf 10,5 % im Berichtsjahr. Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete HARTMANN Anpassungen beim operativen Ergebnis. Im Zuge der strategischen Fokussierung entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 12 Mio. EUR, die im Wesentlichen durch die Verlagerung der Produktion im Segment Wundversorgung nach Polen angefallen sind. Diesen Aufwendungen standen Erträge bei den Sonstigen Anpassungen in Höhe von 4,3 Mio. EUR gegenüber, die im Wesentlichen aus pandemiebedingten Sonderumsätzen entstanden sind. Das EBITDA der HARTMANN GRUPPE belief sich damit auf 232,9 Mio. EUR. Das Finanzergebnis der HARTMANN GRUPPE verbesserte sich von -3,4 Mio. EUR im Jahr 2020 auf -0,2 Mio. EUR im Jahr 2021. Der Aufwand für Ertragsteuern betrug im Berichtszeitraum 38,1 Mio. EUR, während er 2020 bei 46,9 Mio. gelegen hatte. Die Steuerquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %. Das Konzernergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Mio. EUR auf 97,1 Mio. EUR zurückgegangen. Erholung im Segment Wundversorgung Das Segment Wundversorgung erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 492,4 Mio. EUR und damit ein organisches Wachstum von 9,7 % gegenüber dem Vorjahr. Nach dem pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres war besonders im Laufe des zweiten Halbjahres 2021 ein schrittweiser Anstieg von Operationszahlen sowie Arzt- und Apothekenbesuchen erkennbar. Diese erreichten jedoch noch nicht das Niveau von vor der Pandemie. ERTRAGSLAGE

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