Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE

28 Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE | Lagebericht | Chancen-, Risiko- und Prognosebericht auch innovative Desinfektionsprodukte und -systeme sowie An- wendungsprozesse für die Infektionsprophylaxe. Bei seinen markt- und kundennahen Neuerungen erhält HARTMANN Unterstützung vom BODE SCIENCE CENTER, dem in- ternational als wissenschaftlich fundierter Ansprechpartner anerkannten HARTMANN-Kompetenzzentrum für Hygiene und In- fektionsschutz. Da bei Innovationen der Bedarf nach einer adäqua- ten Absicherung besteht, beobachtet und analysiert HARTMANN Patentrisiken laufend und steuert diese aktiv. Compliance als Basis des Geschäfts Als weltweit tätiges Unternehmen im Gesundheitswesen unterliegt HARTMANN einer Vielzahl von Regularien, die sich lokal teilweise stark unterscheiden. Die Einhaltung von ethischen und rechtlichen Verhaltensgrundsätzen ist ein wesentlicher Faktor des Selbstver- ständnisses und der Unternehmenskultur von HARTMANN. Der HARTMANN Code of Conduct greift diese Verhaltensgrundsätze auf und macht sie für alle Mitarbeiter verbindlich. Das Compliance-Programm von HARTMANN stellt die Einhal- tung von ethischen Standards, Gesetzen und internen Vorgaben über Prozesse, Richtlinien, Schulungen, Kontrollen und Audits sicher. Im Rahmen des globalen Programms sind die lokalen Com- pliance-Verantwortlichen insbesondere für die länderspezifischen Risiken zuständig. Die Corporate Compliance Abteilung übernimmt die zentrale Steuerung der Umsetzung und Weiterentwicklung des globalen Compliance-Programms. Ein global verantwortlicher Chief Compliance Officer mit direkter Berichtslinie zum Vorstandsvorsitz überwacht die Implementierung, Einhaltung und Fortentwicklung des Programms in allen Geschäftsbereichen. Zur Meldung von Compliance-Verstößen steht Mitarbeitern und Externen ein Melde- system zur Verfügung. Das Compliance-Verständnis beschränkt sich bei HARTMANN jedoch nicht nur auf das eigene Unternehmen und seine Mitarbei- ter. Deshalb verpflichtet HARTMANN auch seine Lieferanten dazu, die HARTMANN-Verhaltensgrundsätze zu akzeptieren oder ver- gleichbare eigene Grundsätze entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette umzusetzen. Diversifizierung reduziert Risiken Durch die Diversifizierung ihrer Geschäftsaktivitäten in die Bereiche Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Desinfektion und Risk Prevention vermeidet die HARTMANN GRUPPE Risikohäufun- gen. Über ihre lokalen Vertriebsorganisationen kann die Unterneh- mensgruppe mit hoher Geschwindigkeit und Flexibilität auf Verän- derungen nationaler Gesundheitssysteme reagieren. Marktrisiken dynamisch begegnen Weltweit kennzeichnen die Märkte, in denen die HARTMANN GRUPPE aktiv ist, ein starker Wettbewerb sowie ver- schärfte gesetzliche und regulatorischen Rahmenbedingungen der national geprägten Gesundheitssysteme. Entsprechenden Marktri- siken begegnet das Unternehmen mit seinem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, der kontinuierlichen Optimierung von Prozessen und Kosten sowie einem intensiven Fokus auf medi- zinischer Kompetenz. Die HARTMANN GRUPPE richtet ihr Pro- duktangebot konsequent am messbaren Nutzen für Patienten und Pflegende aus und schafft so einen Mehrwert für ihre Kunden. Dies versetzt das Unternehmen in die Lage, kontinuierlich neue Markt- potenziale zu erschließen und sich Wettbewerbsvorteile zu ver- schaffen. Bei der Ausrichtung auf künftige Schlüsselmärkte setzt HARTMANN auf eine systematische Identifikation von Trends und laufende Wettbewerbsanalysen. Beides erfolgt auf der Basis der langjährigen Erfahrungen des Unternehmens mit entsprechenden Prozessen sowie seiner profunden Kenntnisse der unterschiedlichen Zielmärkte. Mit seinem im Jahr 2019 gestarteten strategischen Transforma- tionsprogramm hat HARTMANN auf wichtige Trends der Gesund- heitsbranche reagiert. Mit dem Augenmerk auf einer verbesserten Kostenposition, attraktiven neuen Marktsegmenten sowie der Ent- wicklung kosteneffizienter Innovationen und digitaler Services ist das Unternehmen auf neue Chancen und Herausforderungen wie dem steigenden Preisdruck vorbereitet. Absicherung von Finanzrisiken Zur Überwachung von Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken setzt die HARTMANN GRUPPE ein für alle HARTMANN-Gesellschaften verbindliches Corporate Treasury Management ein. Das Unterneh- men begrenzt potenziell negative Auswirkungen - beispielsweise aufgrund volatiler Währungen - durch geeignete Finanzinstru- mente. Diese setzt HARTMANN systematisch ein und berücksichtigt dabei die jeweilige Risikoeinschätzung und die internen Standards. Detaillierte Informationen zu den Finanzinstrumenten und -risiken finden sich im Konzernanhang. Bei geplanten Akquisitionen prüft die HARTMANN GRUPPE im Vorfeld über eine Due Diligence systematisch potenzielle Risiken. Nach einem Zukauf überwacht die Unternehmensgruppe alle Neu- erwerbungen im Rahmen eines kontinuierlichen Beteiligungscon- trollings. So ist die Unternehmensgruppe in der Lage, Planabwei- chungen frühzeitig zu erkennen und Korrekturmaßnahmen einzu- leiten. HARTMANN unterzieht alle zur Erweiterung und Gestaltung des Konzerns notwendigen Investitionen einer eingehenden Wirt- schaftlichkeitsbetrachtung und setzt bei Finanzgeschäften auf Kernbanken mit einem soliden Rating. Aktive operative Risikosteuerung Grundsätzlich bestehen bei der Beschaffung von Rohstoffen und Handelsware Risiken im Hinblick auf Preis, Qualität und Liefertreue. Diesen begegnet die HARTMANN GRUPPE mit einer intensiven Be- obachtung der Beschaffungsmärkte, strengen Qualitätskontrollen,

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