Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE

Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE | Lagebericht | Wirtschaftsbericht 23 Kurzfristiges Vermögen erhöht Das kurzfristige Vermögen der HARTMANN GRUPPE lag zum 31. Dezember 2020 bei 996,5 Mio. EUR und damit um 168,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Strukturanteil an der Bilanzsumme erhöhte sich um 6,1 Prozentpunkte auf 57,6 %. Der positive operative Geschäftsverlauf führte zu einer Zunahme der Zahlungsmittel und einem Anstieg der Vorräte. Rückgang der finanziellen Verbindlichkeiten Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen im Geschäftsjahr 2020 um 5,0 Mio. EUR auf 297,1 Mio. EUR leicht zu. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 15,0 Mio. EUR. Wesentlicher Grund hierfür war das erneut rückläu- fige Zinsniveau. Gegenläufig dazu reduzierten sich die finanziellen Verbindlichkeiten wegen geringerer Leasingverpflichtungen um 12,6 Mio. EUR. In Verbindung mit der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich der Strukturanteil der langfristigen Verbindlichkeiten um 0,9 Prozentpunkte auf 297,1 Mio. EUR. Insbesondere aufgrund des positiven operativen Geschäftsver- laufs nahmen die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um 91,9 Mio. EUR auf 460,1 Mio. EUR zu. Deutlich gestiegene Ein- kaufsvolumina führten dabei zu einem Anstieg der Verbindlichkei- ten aus Lieferungen und Leistungen um 42,6 Mio. EUR. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die HARTMANN GRUPPE hat Ende 2019 die Veräußerung der SANIMED-Gruppe vereinbart. Grund ist der stärkere Fokus auf strategisch relevante Produktgruppen und Kundensegmente. Nach IFRS 5 waren die zur Veräußerung stehenden Vermögens- werte und Verbindlichkeiten in der Bilanz des Vorjahres 2019 separat auszuweisen. Mit dem Verkauf im Geschäftsjahr 2020 ent- fiel dieser Ausweis. Bilanzverlängerung reduziert Eigenkapitalquote Das Eigenkapital der HARTMANN GRUPPE stieg im Berichtsjahr um 40,9 Mio. EUR auf 973,3 Mio. EUR. Das Konzernergebnis von 112,9 Mio. EUR führte zu einer Erhöhung des bilanziellen Eigen- kapitals. Aus Währungsumrechnungen resultierte ein negativer Effekt in Höhe von 26,6 Mio. EUR. Ausschüttungen an die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG sowie an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften reduzierten das Eigenkapital um insgesamt 27,1 Mio. EUR. Durch die erfolgsneutrale Abbildung von Bewertungsänderun- gen bei Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus dem Hedge-Accounting und der Veränderung des Konsolidierungskrei- ses reduzierte sich das Eigenkapital in Saldo um 18,3 Mio. EUR. In Verbindung mit der gestiegenen Bilanzsumme sank damit die Eigenkapitalquote von 57,9 % im Vorjahr leicht auf 56,2 % zum Bilanzstichtag 2020.

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