

Reinigung als Hauptaufgabe
Die Lösung in diesen Situationen ist dann das Débridement mit HydroClean, das durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus schnell und zellschonend debridiert und das körpereigene autolytische Débridement in optimaler Weise unterstützt.
Wie sich eine chronische Wunde entwickelt


Abbau- und Reinigungsvorgänge

Der Einfluss der MMPs

Proteasen sind spezielle Enzyme, die andere Enzyme an spezifischen Stellen spalten oder ein Protein von den Enden her abbauen. Die Aufgabe von Matrix-Metalloproteasen ist es, beschädigte und avitale Bestandteile der extrazellulären Matrix – ein von den Zellen selbst produziertes Netzwerk mit vor allem Informationsaufgaben – abzubauen. Dies bedeutet eine erste Reinigung der Wunde, die physiologisch etwa drei Tage dauert. Dann geht die Entzündungsphase in die Phase des Gewebeaufbaus, also in die eigentliche Reparaturphase über.
Wie bereits erwähnt, hält jedoch bei chronischen Wunden der Einstrom von Granulozyten und Makrophagen in das Wundgebiet durch die fortdauernde Gewebeschädigung an. Demzufolge werden im Übermaß entzündungsfördernde Zytokine freigesetzt, was auch zur überschießenden Produktion von MMPs führt.
Zusätzlich wird die Wirkung von Wachstumsfaktoren durch die im Überschuss vorhandenen MMPs beeinträchtigt. Dies ist eine weitere Ursache dafür, dass die Wundheilungskaskade nicht fortgesetzt werden kann, weil die Mediatoren für die entsprechende Stimulation fehlen. Die Entzündung bleibt bestehen (persistiert). Gleichzeitig infiltrieren toxische Zerfallsprodukte von Gewebe und auch Bakterien das umliegende Wundgebiet, was einen weiteren Gewebsuntergang zur Folge hat und die Chronizität der Wunde unterhält.

Risiko Wundinfektion

Wichtiges zum Débridement
Als Débridement – umgangssprachlich auch Wundtoilette – bezeichnet man die Sanierung des Wundbettes durch Entfernen nekrotischen und kontaminierten Gewebes, fibrinöser Beläge, Fremdkörpern und keimbelasteten Exsudats. Dem Begriff liegt das französische Wort „débrider“ für „abzäumen“ zugrunde, das medizinisch die Bedeutung von „einschneiden“ hat.
Vorrangiges Ziel des Débridements ist eine saubere, übersichtliche und gut durchblutete Wunde, damit die Heilung in Gang kommen kann. Es soll aber auch eine sichere Wundbeobachtung möglich werden, um eventuell auftretende Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Durch die Entfernung kontaminierten oder infizierten Gewebes kann zudem eine Sekundärinfektion gesunden Gewebes bzw. das Fortschreiten einer Infektion verhindert werden, die sich andernfalls zu einer lebensbedrohenden Sepsis ausweiten könnte.
Im Falle der chronischen Wunde gilt noch eine besondere Zielsetzung: Hier soll ein Débridement im Idealfall dazu beitragen, pathophysiologische Wundverhältnisse in ein möglichst physiologisches Wundmilieu – ähnlich einer akuten Wunde – zu überführen.
Wichtige Débridementverfahren

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Débridement-Verfahrens ist die „Schnelligkeit“, mit der das Wundbett saniert werden kann. Unbestritten das „schnellste“ und effizienteste Verfahren ist das chirurgische Débridement, das allerdings bei chronischen Wunden häufig nicht durchführbar ist.
Da chronische Wunden in der Mehrzahl multimorbide Alterspatienten betreffen, sind vielfältige Kontraindikationen zu berücksichtigen, beispielsweise eine Marcumar- bzw. Heparintherapie, Fieber oder Stoffwechselentgleisungen. Nicht selten verweigern Patienten aber auch die Einwilligung zum scharfen Débridement. Mittel der Wahl ist dann das mechanisch-physikalische Débridement, beispielsweise mit HydroClean, weil es schnell, schonend und einfach durchzuführen ist.
Unabhängig davon, welches Débridement-Verfahren bei chronischen Wunden zur Anwendung kommt, müssen aber gleichzeitig Blutversorgung und Mikrozirkulation im betroffenen Hautgebiet weitestgehend normalisiert werden, um die defizitäre nutritive Situation zu beheben, die zum Gewebsuntergang geführt hat. Praktisch bedeutet dies ein kausaltherapeutisches Vorgehen, d. h. die ulkusauslösenden Ursachen sind exakt zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln.
Mit HydroClean® schnell, schonend und einfach debridieren
Der einzigartige Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean:

- Schmerzarmer Verbandwechsel:
Silikonstreifen verhindern das Verkleben mit der Wunde.
- Hydroaktive Spezialmatrix:
Superabsorber (SAP) enthält Ringerlösung und bindet Exsudat, Bakterien und Nekrosen.
- Einfache Anwendung:
Beschriftung zeigt immer nach oben, leichtes Anmodellieren dank flexiblem Aufbau.
Dieser Austausch – Ringerlösung wird abgegeben und Proteine werden aufgenommen – funktioniert, weil der Superabsorber des Wundkissens eine höhere Affinität, d. h. Vorliebe für das proteinhaltige Wundexsudat besitzt als für die salzhaltige Ringerlösung. HydroClean verfügt mit diesem einzigartigen, wirkstofffreien Saug-Spül-Mechanismus über wundheilungsfördernde Eigenschaften, die bisher von keiner anderen derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflage erreicht wird.
HydroClean® reinigt schnell

HydroClean® reduziert die Bakterienlast

[B] Nach 24 Stunden: Das Bakterium wurde von HydroClean absorbiert (verschwand von der Agar-Nährbodenplatte).

Reduzierung der Bakterienlast [2, 3, 4]

HydroClean® reduziert MMPs

HydroClean® hält Wunden sicher feucht

Dass Wunden unter einem feuchten Wundmilieu schneller heilen als in einem trockenen, ist mittlerweile durch wissenschaftliche Grundlagenforschung hinreichend belegt. Unter den für die feuchte Wundbehandlung derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflagen bietet HydroClean auch hier durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus ein optimales Wundklima für die Reinigung und Konditionierung der Wunde.
Über die heilungsfördernden Effekte hinaus wirkt das feuchte Wundmilieu aber auch schmerzlindernd, sodass vor allem der schmerzgeplagte Patient in hohem Maße von einer Behandlung profitiert.
HydroClean® fördert und unterstützt das autolytische Débridement
Das autolytische Débridement als körpereigener Reinigungsmechanismus basiert auf der Aktivität körpereigener Enzyme, deren Freisetzung durch ein feucht-warmes Wundmilieu gefördert wird. Und es ist wiederum der Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean, der in der Wunde das optimale Klima für diese enzymatischen Aktivitäten schafft.
Wichtig ist außerdem, dass die Wunde durch HydroClean ausgewogen feucht gehalten wird und keine Gefahr zur Ausbildung feuchter Kammern besteht, die kontraproduktiv das Infektionsrisiko erhöhen würden.
Zusätzlich wird das autolytische Débridement durch die hohe Reinigungswirkung von HydroClean unterstützt: Keimbelastetes Exsudat, MMPs, nekrotisches Gewebe und Fibrin werden rasch in den Saugkörper aufgenommen und dort gebunden, was die körpereigene Autolyse wirkungsvoll entlastet.
HydroClean® ist universell anwendbar
Auch durch die individuellen Situationen bei den Patienten ergeben sich keine Kontraindikationen: Das Débridement mit HydroClean ist selektiv, da nur devitalisiertes Gewebe aufgeweicht und abgeräumt wird. Gesunde Zellen werden geschont. Zudem ist es „nebenwirkungsfrei“, was bei Alterspatienten mit chronischen Wunden im Hinblick auf deren potenziell erhöhte Allergiebereitschaft von hoher therapeutischer Relevanz ist. Und für den Patienten der wohl wichtigste Aspekt: Das Débridement mit HydroClean verursacht wenig oder gar keine Schmerzen.
HydroClean® ist einfach anzuwenden
Das Débridement von chronischen Wunden kann zu einer echten Herausforderung werden. Ein Débridement-Verfahren, das sowohl Könnern als auch weniger Geübten ein sicheres und einfaches Arbeiten ermöglicht, ist deshalb in der Praxis von großem Wert.
Ein Débridement mit HydroClean ist wie ein ganz normaler Verbandwechsel. Alles, was aus der Wunde raus muss, ist in HydroClean sicher gebunden und wird mit HydroClean aus der Wunde entfernt. Durch die Saug-Spül-Wirkung ist in den meisten Fällen auch keine zusätzliche Wundspülung erforderlich, was insbesondere in der ambulanten Wundbehandlung von großem Vorteil ist und Pflegezeit spart.