Anlegen von Hydroclean am Knöchel (PHM25_10/ M-1099)

Das Débridement chronischer Wunden mit HydroClean®

von Prof. Dr. med. Hans Smola, Director Medical Competence Center der PAUL HARTMANN AG
Das Débridement chronischer Wunden ist durch die pathophysiologischen Verhältnisse eine oft nicht einfach zu lösende Aufgabe. Mit HydroClean steht jetzt eine hydroaktive Wundauflage zur Verfügung, die das Débridement vereinfacht und effizienter macht.
Dekubitus am Knöchel
Chronische Wunden entwickeln sich zumeist in jahrelangem, schleichendem Verlauf als Folge von Erkrankungen wie beispielsweise Venenleiden, peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK), Diabetes mellitus oder Tumoren. Aber auch ein Dekubitus stellt eine typische Grundkonstellation dar.
Da von diesen Erkrankungen weitaus mehr ältere Menschen als jüngere betroffen sind, werden chronische Problemwunden in der geriatrischen Medizin und Pflege zunehmend zu einer Herausforderung, die nicht einfach zu bewältigen ist. Denn im Falle chronischer Problemwunden muss konsequent immer auch die Erkrankung mitbehandelt werden, die zum Ulkus geführt hat. Häufig wird dabei die medizinische Situation durch Multimorbidität (gleichzeitiges Auftreten mehrerer Krankheiten bei einer einzelnen Person) verschärft, die im Alter fast die Regel ist.
Pflegerin beugt sich über Seniorin, die im Bett liegt

Reinigung als Hauptaufgabe

Den daraus entstehenden komplexen therapeutischen Problemen muss auch die lokale Wundbehandlung Rechnung tragen. Sie betreffen insbesondere die erste und wichtigste Maßnahme, mithilfe eines geeigneten Débridements das Wundbett zu reinigen und zu sanieren. In vielen Fällen ist ein chirurgisches Débridement, das eine Vorgehensweise wie bei einem gut vorbereiteten operativen Eingriff mit Patientenaufklärung und Einholung seines Einverständnisses erfordert, nicht möglich. In anderen Fällen verhindert eine Medikation mit Antikoagulanzien ein chirurgisches Débridement oder verweigern Patienten die Einwilligung aus Angst vor Schmerzen und Komplikationen. Aber auch die Art der Wunde spielt eine Rolle. Beispielsweise wird ein tiefer Dekubitus öfter unter OP-Bedingungen debridiert als ein venöses Ulkus, dessen Wundbehandlung durch Hausärzte oft an (Wund-) Pflegefachkräfte delegiert wird, die zu einem chirurgischen Débridement nicht befugt sind.

Die Lösung in diesen Situationen ist dann das Débridement mit HydroClean, das durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus schnell und zellschonend debridiert und das körpereigene autolytische Débridement in optimaler Weise unterstützt.

Wie sich eine chronische Wunde entwickelt

Obwohl das Erscheinungsbild chronischer Ulzera sehr heterogen ist, sind die pathophysiologischen Mechanismen, die zur Chronizität führen, untereinander ähnlich. Alle zugrunde liegenden Gefäßschädigungen, auch wenn sie unterschiedlicher Genese sind, münden letztlich in Ernährungsstörungen des Hautgewebes mit zunehmender Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff (Hypoxie) und verminderter bzw. aufgehobener Durchblutung (Ischämie), was den Zelltod mit Nekrosenbildung zur Folge hat.
Abbildung von einem nekrotischem Gewebe
Phasengrafik
Diese Situation ist dann die denkbar schlechteste Ausgangsbasis für eine Wundheilung, die – wie bei akuten Wunden auch – prinzipiell in den drei bekannten Phasen der Entzündung / Reinigung, des Gewebeaufbaus und der (Re-) Epithelisierung abläuft. Die Reparaturleistung der Zellen muss nämlich in einem extrem stoffwechselgeschädigten Hautgebiet gestartet werden, weshalb von Anfang an nicht gewährleistet ist, dass die „richtigen Zellen zur richtigen Zeit das Richtige tun“. Eine reguläre Wundheilung ist aber nur bei einem chronologisch korrekten Auftreten der beteiligten Zellen gegeben.

Abbau- und Reinigungsvorgänge

Jede Wundheilung ist dadurch charakterisiert, dass untergegangenes Gewebe zunächst in katabolen Prozessen abgebaut werden muss, bevor die Gefäß- und Gewebsneubildung stattfinden kann. Für die körpereigenen Abbau- und Reinigungsvorgänge der Autolyse und Phagozytose sind vorwiegend neutrophile Granulozyten und Makrophagen verantwortlich, die darüber hinaus in dieser Phase bereits auch biochemisch wirksame Substanzen absondern (sezernieren), die die Zellen für den nachfolgenden Gefäß- und Gewebeaufbau anlocken. Der Umfang der Abbauprozesse korrespondiert so direkt mit dem Beginn und der Qualität der Aufbauprozesse.
3D Darstellung Makrophage

Der Einfluss der MMPs

Die Voraussetzungen für eine physiologisch und zeitgerecht ablaufende Wundheilung liegen deshalb umso günstiger, je weniger Gewebe geschädigt ist und abgeräumt werden muss. Sind dagegen größere Mengen an devitalisiertem Gewebe, an Belägen, Eiter und Exsudat vorhanden, wie dies bei chronischen Wunden in der Regel der Fall ist, ergeben sich folgende Auswirkungen: Der Einstrom von Entzündungszellen wie neutrophilen Granulozyten und Makrophagen in das Wundgebiet hält an. Diese wiederum sezernieren entzündungsfördernde Zytokine, die ihrerseits synergistisch die Produktion vor allem von Matrix-Metalloproteasen (MMP) steigern.
Grafik der MMPs
Trengove und Mitarbeiter analysierten die Aktivität von MMPs in verschiedenen chronischen Wunden. Diese ist im Vergleich zu akuten Wunden in der Mehrheit der chronischen Wunden stark erhöht. Adaptiert nach Trengove et al., Wound Repair Regen.; 7:442-52 (1999).

Proteasen sind spezielle Enzyme, die andere Enzyme an spezifischen Stellen spalten oder ein Protein von den Enden her abbauen. Die Aufgabe von Matrix-Metalloproteasen ist es, beschädigte und avitale Bestandteile der extrazellulären Matrix – ein von den Zellen selbst produziertes Netzwerk mit vor allem Informationsaufgaben – abzubauen. Dies bedeutet eine erste Reinigung der Wunde, die physiologisch etwa drei Tage dauert. Dann geht die Entzündungsphase in die Phase des Gewebeaufbaus, also in die eigentliche Reparaturphase über.

Wie bereits erwähnt, hält jedoch bei chronischen Wunden der Einstrom von Granulozyten und Makrophagen in das Wundgebiet durch die fortdauernde Gewebeschädigung an. Demzufolge werden im Übermaß entzündungsfördernde Zytokine freigesetzt, was auch zur überschießenden Produktion von MMPs führt.

Der Überschuss an MMP-Aktivität ist nun deshalb so kritisch, weil neugebildete Bindegewebsanteile wie Fibronektin und Kollagen gleich wieder abgebaut werden können. Das Gleichgewicht von Gewebeaufbau und -abbau verschiebt sich in den chronischen Wunden zugunsten des Abbaus, die Heilung stagniert.

Zusätzlich wird die Wirkung von Wachstumsfaktoren durch die im Überschuss vorhandenen MMPs beeinträchtigt. Dies ist eine weitere Ursache dafür, dass die Wundheilungskaskade nicht fortgesetzt werden kann, weil die Mediatoren für die entsprechende Stimulation fehlen. Die Entzündung bleibt bestehen (persistiert). Gleichzeitig infiltrieren toxische Zerfallsprodukte von Gewebe und auch Bakterien das umliegende Wundgebiet, was einen weiteren Gewebsuntergang zur Folge hat und die Chronizität der Wunde unterhält.
3D Abbildung Granoluzyten

Risiko Wundinfektion

Escherichia Coli , E. Coli Bacterial Strains, Health and Food Safety microcosm, organismal and human biology science and research.
Darüber hinaus stellt das nekrotische Gewebe einen idealen Nährboden für Keime dar, sodass mit zunehmender Nekrosenbildung die Wahrscheinlichkeit einer Wundinfektion steigt, die wiederum als die schwerste Wundkomplikation gravierende Störungen im Heilungsverlauf zur Folge haben und sogar lebensbedroh­liche Formen annehmen kann.
Es kann also nicht abgewartet werden, wie gut oder schlecht der betroffene Organismus mit dieser Kon­stellation fertig wird. Vielmehr sind die körpereigenen Reinigungsmechanismen der Autolyse durch externe Intervention, nämlich mit einem adäquaten Débridement zu unterstützen.

Wichtiges zum Débridement

Als Débridement – umgangssprachlich auch Wundtoilette – bezeichnet man die Sanierung des Wundbettes durch Entfernen nekrotischen und kontaminierten Gewebes, fibrinöser Beläge, Fremdkörpern und keimbelasteten Exsudats. Dem Begriff liegt das französische Wort „débrider“ für „abzäumen“ zugrunde, das medizinisch die Bedeutung von „einschneiden“ hat.

Vorrangiges Ziel des Débridements ist eine saubere, übersichtliche und gut durchblutete Wunde, damit die Heilung in Gang kommen kann. Es soll aber auch eine sichere Wundbeobachtung möglich werden, um eventuell auftretende Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Durch die Entfernung kontaminierten oder infizierten Gewebes kann zudem eine Sekundärinfektion gesunden Gewebes bzw. das Fortschreiten einer Infektion verhindert werden, die sich andernfalls zu einer lebensbedrohenden Sepsis ausweiten könnte.

Im Falle der chronischen Wunde gilt noch eine besondere Zielsetzung: Hier soll ein Débridement im Idealfall dazu beitragen, pathophysiologische Wundverhältnisse in ein möglichst physiologisches Wundmilieu – ähnlich einer akuten Wunde – zu überführen.

Wichtige Débridementverfahren

Foto eines Chrirurgischen Debridement
Chirurgisches Débridement
Abtragen von Nekrosen und Fibrinbelägen mithilfe von Skalpell, Kürette, Schere, scharfem Löffel oder Laser unter OP-Bedingungen bzw. stationär / ambulant; gilt als das schnellste und effektivste Débridement-Verfahren, weil „schlagartig“ alles aus der Wunde entfernt wird, was Infektionen fördert und die Heilung blockiert. Es ist dringlich erforderlich, wenn schwere Infektionen (Sepsis) bekämpft werden müssen, wobei die Durchführung im OP erfolgt.
Foto eines Enzymatischem Debridement am Unterarm
Enzymatisches Débridement
Ablösen von Fibrinbelägen und dünnen nekrotischen Schichten (weniger von geschlossenen Nekrosen) durch verschiedene Enzympräparate; kann z. B. bei Wunden in Bereichen mit geringer Hautdicke (Gelenke, Handrücken) oder zur „Feinreinigung“ nach dem chirurgischen Débridement zur Anwendung kommen. Herstellerangaben zur indikationsgerechten Applikation sind zur Vermeidung von Anwendungsfehlern exakt zu beachten.
Hydroclean wird mit Pinzette von einer offenen Wunde angehoben
Mechanisches / physikalisches Débridement
Aufweichen / Ablösen von Nekrosen und Fibrinbelägen durch die feuchte Wundbehandlung mithilfe hydroaktiver Wundauflagen; ist geeignet für alle sekundär heilenden, akuten und chronischen Wunden und Mittel der ersten Wahl, wenn ein chirurgisches Débridement aus patientenseitigen Gründen nicht möglich ist. Die Effizienz eines physikalischen Débridements ist abhängig vom Wirkprinzip der hydroaktiven Wundauflage.
Hydroclean auf offener Wunde
Autolytisches Débridement
Bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, abgestorbene Körperzellen / Fremdkörper durch im Gewebe vorhandene Enzyme selbst aufzulösen. Die Freisetzung dieser körpereigenen Enzyme setzt jedoch ein feucht-warmes Wundmilieu voraus. Damit das autolytische Débridement wirksam werden kann, muss deshalb durch eine hydroaktive Wundauflage das adäquate Wundmilieu geschaffen werden. Hervorragend eignet sich dazu HydroClean.
in einer Seniorenhand liegen mehrere Tabletten

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Débridement-Verfahrens ist die „Schnelligkeit“, mit der das Wundbett saniert werden kann. Unbestritten das „schnellste“ und effizienteste Verfahren ist das chirurgische Débridement, das allerdings bei chronischen Wunden häufig nicht durchführbar ist.

Da chronische Wunden in der Mehrzahl multimorbide Alterspatienten betreffen, sind vielfältige Kontraindikationen zu berücksichtigen, beispielsweise eine Marcumar- bzw. Heparintherapie, Fieber oder Stoffwechselentgleisungen. Nicht selten verweigern Patienten aber auch die Einwilligung zum scharfen Débridement. Mittel der Wahl ist dann das mechanisch-physikalische Débridement, beispielsweise mit HydroClean, weil es schnell, schonend und einfach durchzuführen ist.

Unabhängig davon, welches Débridement-Verfahren bei chronischen Wunden zur Anwendung kommt, müssen aber gleichzeitig Blutversorgung und Mikrozirkulation im betroffenen Hautgebiet weitestgehend normalisiert werden, um die defizitäre nutritive Situation zu beheben, die zum Gewebsuntergang geführt hat. Praktisch bedeutet dies ein kausaltherapeutisches Vorgehen, d. h. die ulkusauslösenden Ursachen sind exakt zu diagnostizieren und adäquat zu behandeln.

Mit HydroClean® schnell, schonend und einfach debridieren

Der einzigartige Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean:

Illustration Wirkweise HydroClean - Abgabe Ringerlösung
1. Kontinuierliche Abgabe der Ringerlösung
Illustration Wirkweise HydroClean - Aufnahme und Bindung
2. Aufnahme und sichere Bindung von ­Nekrosen, Fibrin, Bakterien und Exsudat
Illustration Wirkweise HydroClean - Wundklima
3. Optimales Wundklima für einsetzenden und fortschreitenden Heilungsprozess
Hydroclean Produktabildung mit blauen 1 bis 3 Buttons
  1. Schmerzarmer Verbandwechsel:
    Silikonstreifen verhindern das Verkleben mit der Wunde.

  2. Hydroaktive Spezialmatrix:
    Superabsorber (SAP) enthält Ringer­lösung und bindet Exsudat, Bakterien und Nekrosen.

  3. Einfache Anwendung:
    Beschriftung zeigt immer nach oben, leichtes Anmodellieren dank flexiblem Aufbau.
Basis für die ausgezeichnete Dédridementleistung von HydroClean ist der Saugkern aus superabsorbierendem Polymer (SAP), der mit Ringerlösung getränkt ist. Diese wird kontinuierlich an die Wunde abgegeben. Durch die permanente Zufuhr von Ringerlösung werden Nekrosen aufgeweicht, abgelöst und ausgespült. Gleichzeitig wird aber auch keimbelastetes Wundexsudat in das Wundkissen aufgenommen – aufgesaugt – und dort fest gebunden.

Dieser Austausch – Ringerlösung wird abgegeben und Proteine werden aufgenommen – funktioniert, weil der Superabsorber des Wundkissens eine höhere Affinität, d. h. Vorliebe für das proteinhaltige Wundexsudat besitzt als für die salzhaltige Ringerlösung. Hydro­Clean verfügt mit diesem einzigartigen, wirkstofffreien Saug-Spül-Mechanismus über wundheilungsfördernde Eigenschaften, die bisher von keiner anderen derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflage erreicht wird.

HydroClean® reinigt schnell

Viele dokumentierte Behandlungsfälle zeigen, dass die hohe Reinigungswirkung von HydroClean schnell zum Tragen kommt. Nekrosen lösen sich häufig bereits in den ersten Tagen der Behandlung oder weichen so stark auf, dass sie leicht mechanisch entfernt werden können. Auch in einer Studie zeigte sich, dass Fibrinbeläge und nekrotisches Gewebe innerhalb der ersten 14 Tage um 56 % abgebaut werden konnte. Diese schnelle Reinigungswirkung von HydroClean ist insbesondere im Rahmen eines initialen Débridements und der Infektionsbekämpfung von hohem therapeutischen Nutzen.
Grafik abgebautes Fibrin und nekrotisches Gewebe
Schneller Abbau von Nekrosen [1]

HydroClean® reduziert die Bakterienlast

zwei Petrischalen nebeneinander. Einmal mit Hydroclean darin und einmal Hydroclean herausgenommen - ohne sichtbare Bakterienbelastung
[A] Staphylococcus aureus in einer Agarplatte, bedeckt von einem runden HydroClean der Größe 5,5 cm.
[B] Nach 24 Stunden: Das Bakterium wurde von HydroClean absorbiert (verschwand von der Agar-Nährbodenplatte).
Ohne Zusatz von Antiseptika sorgt HydroClean durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus für eine wirksame Infektionsbekämpfung: Alle infektionsfördernden bzw. -auslösenden Faktoren wie Beläge, Nekrosen, Bakterien und keimbelastetes Exsudat werden rasch in den Saug-Spülkern aus superabsorbierendem Polymer (SAP) aufgenommen, dort sicher gespeichert und damit inaktiviert. Der sichere Keimeinschluss gewährleistet auch Schutz vor riskanter Rekontamination, wie sie beispielsweise bei Mullverbandstoffen stattfinden kann.
Grafik Reduzierung Staphylococcus aureus

Reduzierung der Bakterienlast [2, 3, 4]

Grafik Reduzierung Pseudomonas

HydroClean® reduziert MMPs

Ein Überschuss an Matrix-Metalloproteasen, der sich in den meisten chronischen Wunden findet, ist eine schwer zu behebende Wundheilungsstörung. Umso bedeutsamer ist das Vermögen von HydroClean, durch den Saug-Spül-Mechanismus auch zur Reduzierung von MMPs beizutragen. Dieser Effekt bewirkt, dass sich das pathophysiologische Wundmilieu in Richtung physiologisch hin normalisieren kann. In Untersuchungen wurde eine MMP-Reduktion von über 87 % durch HydroClean belegt.
Grafik MMP Reduktion
Reaktivierung der Heilung durch MMP-Reduktion und Saug-Spül-Wirkung [5]

HydroClean® hält Wunden sicher feucht

Grafik Saug- Spüllösung
Reaktivierung der Heilung durch MMP-Reduktion und Saug-Spül-Wirkung [5]

Dass Wunden unter einem feuchten Wundmilieu schneller heilen als in einem trockenen, ist mittlerweile durch wissenschaftliche Grundlagenforschung hinreichend belegt. Unter den für die feuchte Wundbehandlung derzeit verfügbaren hydroaktiven Wundauflagen bietet HydroClean auch hier durch seinen einzigartigen Saug-Spül-Mechanismus ein optimales Wundklima für die Reinigung und Konditionierung der Wunde.

Über die heilungsfördernden Effekte hinaus wirkt das feuchte Wundmilieu aber auch schmerzlindernd, sodass vor allem der schmerzgeplagte Patient in hohem Maße von einer Behandlung profitiert.

HydroClean® fördert und unterstützt das autolytische Débridement

Das autolytische Débridement als körpereigener Reinigungsmechanismus basiert auf der Aktivität körpereigener Enzyme, deren Freisetzung durch ein feucht-warmes Wundmilieu gefördert wird. Und es ist wiederum der Saug-Spül-Mechanismus von HydroClean, der in der Wunde das optimale Klima für diese enzymatischen Aktivitäten schafft.

Wichtig ist außerdem, dass die Wunde durch HydroClean ausgewogen feucht gehalten wird und keine Gefahr zur Ausbildung feuchter Kammern besteht, die kontraproduktiv das Infektionsrisiko erhöhen würden.

Zusätzlich wird das autolytische Débridement durch die hohe Reinigungswirkung von HydroClean unterstützt: Keimbelastetes Exsudat, MMPs, nekrotisches Gewebe und Fibrin werden rasch in den Saugkörper aufgenommen und dort gebunden, was die körpereigene Autolyse wirkungsvoll entlastet.

HydroClean® ist universell anwendbar

Hydroaktiv und wirkstofffrei ist HydroClean das Mittel der Wahl zum Débridement und zur Konditionierung einer Vielzahl von Wunden: infiziert und nicht infiziert, akut und chronisch – und insbesondere bei chronischen Problemwunden, bei denen ein chirurgisches Débridement nicht durchführbar ist.

Auch durch die individuellen Situationen bei den Patienten ergeben sich keine Kontraindikationen: Das Débridement mit HydroClean ist selektiv, da nur devitalisiertes Gewebe aufgeweicht und abgeräumt wird. Gesunde Zellen werden geschont. Zudem ist es „nebenwirkungsfrei“, was bei Alterspatienten mit chronischen Wunden im Hinblick auf deren potenziell erhöhte Allergiebereitschaft von hoher therapeutischer Relevanz ist. Und für den Patienten der wohl wichtigste Aspekt: Das Débridement mit HydroClean verursacht wenig oder gar keine Schmerzen.
Behandlung eines Dekubitus mit HydroClean
Dekubitus
Abbildung einer tiefen Wunde am Kniegelenk
Traumatische Wunde am Fuss
Abbildung einer Schürfwunde am Ellbogen
Offene Ellbogenwunde
Abbildung Wundgrund Fibin am Arm
Ulcus cruris venosum

HydroClean® ist einfach anzuwenden

Das Débridement von chronischen Wunden kann zu einer echten Herausforderung werden. Ein Débridement-Verfahren, das sowohl Könnern als auch weniger Geübten ein sicheres und einfaches Arbeiten ermöglicht, ist deshalb in der Praxis von großem Wert.

Ein Débridement mit HydroClean ist wie ein ganz normaler Verbandwechsel. Alles, was aus der Wunde raus muss, ist in HydroClean sicher gebunden und wird mit HydroClean aus der Wunde entfernt. Durch die Saug-Spül-Wirkung ist in den meisten Fällen auch keine zusätzliche Wundspülung erforderlich, was insbesondere in der ambulanten Wundbehandlung von großem Vorteil ist und Pflegezeit spart.

Fixierung von Hydroclean mittels Verband am unteren Bein
Nichtklebende Fixierung
Fixierung von HydroClean transparent am unteren Bein
Klebende Fixierung
Prof. Dr. med. Hans Smola
Der Autor: Prof. Dr. med. Hans Smola, Director Medical Competence Center der PAUL HARTMANN AG
Quellen: [1] Humbert P., et al. on behalf of the CLEANSITE study group. Protease-modulating polyacrylate- based hydrogel stimulates wound bed preparation in venous leg ulcers a randomized controlled trial. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2014; 28:12, 1742-50.; [2] Knestele, M (2004) The treatment of problematic wounds with Hydro­Clean plus - tried and tested over many years in clinical practice. HARTMANN Data on file; [3] Bruggisser, R. (2005). Bacterial and fungal absorption properties of a hydrogel dressing with a super­absorbent poly­mer core. J Wound Care 14, 438 -42; [4] Smola H.: Stimulation of epithelial migration - novel material based approaches. Presented at EWMA Congress, 2015, London. Data on file: in-vivio study, H. Smola; [5] Ousey, K. et al. The importance of hydration in wound healing: reinvigorating the clinical perspective Journal of Wound Care Vol 25, No 3, March 2016.