1945 war die Stunde null. Auch für die Firma PAUL HARTMANN. Deren Beschäftigte machten sich an die Arbeit – tatkräftig unterstützt von vielen der 14.000 Flüchtlinge aus dem Osten, die damals in Heidenheim ein neues Zuhause gefunden hatten. Einschneidende Änderungen gab es auf der Ebene der Unternehmensleitung. Firmenchef und Generaldirektor Walther Hartmann war 1944 gestorben. In der Familie kam es zu einem Umdenken. Sie zog sich mehr und mehr zurück, externe Manager wurden immer wichtiger. Am 1. Juli 1945 wurde Günther Klüsmann zum stellvertretenden Vorstandsmitglied ernannt, ab 1946 zum ordentlichen Vorstandsmitglied.
Der Absatz der HARTMANN-Produkte verlief in diesen Jahren nur schleppend. Dafür fehlte in Zeiten von Hunger das Geld. Erst mit der Währungsreform 1948 sollte sich das allmählich ändern. Im gleichen Jahr gab es eine weitere Personalie: Der Diplomingenieur Gerhard Marx wurde stellvertretendes Vorstandsmitglied – und ab 1950 ordentliches Vorstandsmitglied. Eines blieb indes wie immer: Neuerungen gegenüber war die Firma aufgeschlossen, sie begriff sie als Chance. So kam 1950 in Heidenheim eine Hollerithmaschine – ein Lochkartensystem, mit dem durch Lochung in bestimmten Feldern zahlenmäßige Informationen gespeichert werden – zum Einsatz.


