Fixierpflaster, Fixiervliese und Folienverbände

Um Wundauflagen bei kleineren Wunden zu befestigen, sind Fixierpflaster gut geeignet. Sie können sowohl in Form eines Kastenverbands als auch parallel angebracht werden.
Hinweis: Auf keinen Fall dürfen Pflasterstreifen bei Extremitäten zirkulär angelegt werden, da es dadurch zu Abschnürungen und Stauungen kommen kann.

Eine komfortable, vollflächige Verbandfixierung bietet das Fixiervlies Omnifix elastic. Der Patient profitiert von den hautfreundlichen Trageeigenschaften, der Anwender von der einfachen und problemlosen Handhabung.
Omnifix elastic ist weich sowie luft- und wasserdampfdurchlässig. Die Ausscheidungsfunktionen der Haut werden kaum behindert, sodass mit Omnifix elastic auch größere Körperpartien vollflächig, ohne die Gefahr von Mazerationen abgedeckt werden können.
Omnifix elastic haftet sicher, ist dabei aber schmerzlos zu entfernen. Ein weiterer Vorteil ist die Querelastizität des Fixiervlieses, wodurch eine Fixierung auch an schwierig zu verbindenden Körperstellen wie Gelenken möglich ist. Bei Bedarf kann Omnifix elastic dazu auch keil- oder ellipsenförmig eingeschnitten werden, um eine Faltenbildung zu vermeiden.
Das Fixiervlies ist in verschiedenen Breiten von 5 bis 30 cm und in drei verschiedenen Längen erhältlich.
Auch unter einem Kompressionsverband ...
... sorgt Omnifix elastic für eine sichere Fixierung. Tipp: Mazerierte Wundränder mit Mullkompressen schützen.


Das Fixiervlies bietet eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit (MVTR), lässt die Haut damit atmen und sorgt für eine gute Hautfreundlichkeit. Zugleich ist es wasserdicht und bietet eine effektive Barriere gegen das Eindringen von Bakterien.
Der spezielle Wellenschnitt der Applikationsfolie erleichtert das einfache Anlegen. Das Fixiervlies kann ebenso wie Omnifix elastic in Form und Länge zugeschnitten werden, passt sich auch an runde und konische Körperteile gut an. Auch größere Flächen lassen sich mit Omnifix Silicone problemlos abdecken.
Omnifix Silicone ist in einer Breite von 10cm und einer Länge von 2 und 5 Metern erhältlich.
Keim- und wasserdicht, aber zugleich durchlässig für Sauerstoff und Wasserdampf ist der selbsthaftende, transparente Folienverband Hydrofilm aus Polyurethan-Folie. Hydrofilm schmiegt sich jeder Körperform gut an und dank der klebenden Unterseite und der festeren Schutzfolie ist selbst mit Handschuhen eine einfache Applikation gewährleistet. Die Transparenz von Hydrofilm ermöglicht jederzeit eine Inspektion der Wundnaht bzw. der Wundumgebung und das wasserdichte Material ein Duschen mit dem Verband, was die tägliche Körperpflege erleichtert.
Hydrofilm ist in verschiedenen Größen steril und einzeln eingesiegelt erhältlich. Zusätzlich gibt es Hydrofilm roll, das leicht in die gewünschte Länge und Form zugeschnitten werden kann.
Tipp: Die Wundumgebung muss trocken und frei von Rückständen (z. B. Salben, Reste von Desinfektionsmitteln) sein, sonst haftet Hydrofilm nicht. Auch starke Behaarung kann die Klebekraft beeinträchtigen. Ggf. ist die Wundumgebung behutsam zu rasieren. Diese Problematik gilt für alle selbstklebenden Verbandstoffe.


Der Bindenverband ist die klassische Methode zur Fixierung von Wundauflagen. Dabei können Mullbinden, aber noch besser elastische Fixierbinden verwendet werden. Das gilt insbesondere, wenn eine leichte Kompression erforderlich ist, da dies nur durch zirkuläre Verbände erzielt werden kann.
Besonders praktisch sind dabei kohäsive Fixierbinden, denn bei ihnen genügen nur wenige Touren zu einer sicheren, dauerhaften Fixierung und sie erfordern keine zusätzliche Endfixierung. Bestes Beispiel dafür ist Peha-haft. Durch ein gekrepptes Bindengewebe und die mikropunktuelle Imprägnierung mit einem Synthetik-Polymer haftet die kohäsive, elastische Fixierbinde nur auf sich selbst, aber nicht auf Haut, Haaren oder Kleidung.
Peha-haft latexfrei ist für Fixierverbände aller Art, aber auch zum Fixieren von Polstermaterial, Kanülen usw. geeignet.
Tipp: Beim diabetischen Fußsyndrom dürfen nie zirkuläre Bindenverbände angelegt werden, vor allem nicht aus kohäsiv-elastischen Binden. Es besteht die Gefahr schwerer ischämischer Schädigungen!
Mit nahtlos gestrickten Schlauchverbänden wie Stülpa lassen sich Wundauflagen einfach fixieren. Zum Anlegen wird Stülpa über die Wundauflage geführt und je nach Verbandart entsprechend verankert. Auf diese Weise entsteht ein Verband, der faltenlos sitzt, nicht zerrt, nicht einschnürt und die Gelenkbewegungen nicht behindert. Vor allem aber haben Stülpverbände eine zusammenhängende, geschlossene Oberfläche, die sich auch bei starker mechanischer Beanspruchung nicht lockert. Wunden oder auch empfindliche Hautpartien werden zuverlässig geschützt.
Außer zur Fixierung von Wundauflagen eignen sich Schlauchverbände auch z. B. als schützender Unter- und Überzug bei Kompressionsverbänden, Zinkleim- oder Gipsverbänden. Stülpa lässt sich in beliebiger Länge zuschneiden, ist luftdurchlässig und in neun Größen erhältlich – von Größe 0 für Kinderfinger- und Zehenverbände bis Größe 8 für Rumpfverbände.


Der dauerelastische, hautfreundliche Schlauchverband Coverflex fast wurde zur Anwendung im Rahmen einer Fett-Feucht-Therapie bei Neurodermitis entwickelt. Der dafür optimierte Materialmix aus 91 % Viskose, 4 % Elasthan und 5 % Polyamid garantiert einen sicheren Sitz am ganzen Körper.
Diese Materialeigenschaften sind es auch, die Coverflex fast zu einem idealen Schlauchverband zur sicheren Fixierung von Wundauflagen machen. Vor allem bei chronischen Beinwunden, deren Wundumgebung oft empfindlich und ekzematös verändert ist und einer entsprechenden (Salben-) Behandlung bedarf, ist der Hautschutz durch Coverflex fast ideal. Die Anwendung ist einfach und erfordert keine Hilfsmittel.
Coverflex faststeht in verschiedenen durch einen Farbcode gekennzeichneten Größen zur Verfügung.
Zur Fixierung von Wundauflagen an allen Körperteilen ist der elastische, weitmaschige Netzschlauchverband Stülpa-fix geeignet. Stülpa-fix bewährt sich vor allem bei schwer zu verbindenden Körperbereichen, wie beispielsweise bei einem Mammaverband oder Kopfverband.
Zeitsparend ist, dass der Netzverband zum Auswechseln der Wundauflage nicht entfernt werden muss. Stülpa-fix wird etwas angehoben und die Wundauflage kann erneuert werden. Fixiert werden die Wundauflagen, auch bei Bewegungen, durch die Elastizität und Rückstellkraft von Stülpa-fix. Die wenigen Handgriffe zum Anlegen des Netzverbandes ohne komplizierte Verbandtechniken sind einfach zu erlernen.
Stülpa-fix lässt sich ebenfalls auf gewünschte Längen zuschneiden und ist in sieben Größen von Größe 1 für Fingerverbände bis Größe 7 für Verbände an großen Torsi erhältlich.

