Ernährung kann beides sein: eine gewichtige Säule unserer Gesundheit, insbesondere in Verbindung mit Bewegung, oder Hauptrisiko für vor allem zivilisatorische Krankheiten. Dabei können sowohl ein Überangebot an Nahrung als auch ein Mangel die Entstehung und den Verlauf vieler Krankheiten beeinflussen.
Für die Entwicklung und Gesunderhaltung des Menschen ist dabei von großer Bedeutung, dass er nicht nur ausreichend Nahrung zu sich nimmt, sondern diese auch „gesund“ ist, also alle essenziellen Nahrungsbestandteile in ausgewogener Zusammensetzung enthält.
Leider sieht die Wirklichkeit der Essgewohnheiten oft anders aus. Zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig – so beurteilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Kost der Deutschen, und auch der Anteil an Genussgiften wie Alkohol und Nikotin ist viel zu hoch. Erkrankungen durch falsche Ernährung wie z. B. Übergewicht, Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen mittlerweile ein ernsthaftes Problem unseres Gesundheitswesens dar.
Betrachtet man dabei speziell die Ernährungssituation älterer Menschen, ist bei jüngeren, selbstständig lebenden Senioren oft Übergewicht das Haupternährungsproblem, während mit zunehmendem Alter und sich verschlechterndem Gesundheits- und Allgemeinzustand das Risiko der Unterernährung steigt.

