Digitales Wundmagazin
Eine offene Wunde ist eine ideale Eintrittspforte für Bakterien, die sich dann in der Wunde vermehren und eine Infektion auslösen können. Ist die Wunde bereits klinisch infiziert, erhöht sich durch die Sekundärinfektion zusätzlich das Risiko, dass sich eine bislang lokal begrenzte Infektion über die Blut- und Lymphbahnen bis zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) ausweitet. Ein Verbandwechsel hat deshalb ausschließlich unter aseptischen Bedingungen zu erfolgen und zwar in allen medizinischen und pflegerischen Bereichen, auch in der häuslichen Kranken- und Altenpflege. In der geriatrischen Pflege ist zudem zu beachten, dass ältere Menschen mit Wunden durch die bekannten Faktoren wie Multimorbidität, schlechte Immunlage usw. besonders infektionsgefährdet sind.
Wichtig bei jedem Verbandwechsel: die richtige Dokumentation. Eine Wunddokumentation mit Bildern ist dabei heute Standard. Damit die Fotos aber einen nachvollziehbarer Nachweis der erbrachten therapeutischen und pflegerischen Leistung darstellen, müssen sie aussagekräftig und vergleichbar sein.
