„Eine intakte Haut ist der beste Schutz vor einer mikrobiellen Invasion.“1
Bei chirurgischen Eingriffen ist diese Intaktheit nicht mehr gegeben.
Die intraoperative Wundversorgung ist daher eine weit verbreitete Praxis bei chirurgischen Eingriffen. Sie zielt darauf ab, ein feuchtes Wundmilieu aufrechtzuerhalten und postoperative Wundinfektionen zu verhindern.2 Eine überwältigende Mehrheit der Chirurgen, nämlich rund 97 %, wendet diese Technik in Eingriffen an.3 Doch trotz der weit verbreiteten Anwendung bleibt der Ansatz umstritten und unterliegt aufgrund der Komplexität der vorliegenden Erkenntnisse zurückhaltenden Empfehlungen und Richtlinien.
Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erkennen die unsichere Abwägung zwischen Nutzen und Risiken im Zusammenhang mit der antimikrobiellen Wundspülung während der OP an.2,4


