
Am 25. und 26. September 2025 öffnete der wundkosmos-Kongress im Berliner Filmtheater Kosmos zum zweiten Mal seine Türen. Das traditionsreiche Kino verwandelte sich in einen Ort des fachlichen Austauschs, der Inspiration und des lebendigen Dialogs. Schon beim Betreten der Säle war zu spüren: Der wundkosmos ist mehr als ein Kongress – er ist ein Treffpunkt für Menschen, die die Wundversorgung mit Leidenschaft, Kompetenz und Herz gestalten.
Die diesjährigen Stargäste Miriam Höller, Moderatorin und ehemalige Stuntfrau, und Mariah McKimbrough, mehrfach überlebende Sepsis-Betroffene, Bestsellerautorin und Vorstand der Deutschen Sepsis-Stiftung, hinterließen bleibende Eindrücke. Mit ihren bewegenden Vorträgen machten sie Mut, Veränderungen anzunehmen, Herausforderungen zu meistern und mit Offenheit und Stärke neue Wege zu gehen. Ihr Auftritt sorgte für Gänsehautmomente und wurde von den Teilnehmenden als echte Inspiration gefeiert.
Ein zentraler Bestandteil des Kongresses war erneut die Industrieausstellung, die mit vielen Exponaten, modernen Wundauflagen und praxisnahen Darstellungen einen Blick in die Zukunft der Versorgung ermöglichte.
Selbstverständlich war auch HARTMANN vertreten und präsentierte sein vielfältiges Angebot an modernen Wundversorgungslösungen, unter anderme mit:
Besonders eindrucksvoll: Eine Vitrine war in diesem Jahr der Deutschen Sepsis Stiftung gewidmet. Mit eindringlichen Botschaften und einer Petition machte die Stiftung auf die Dringlichkeit der Sepsis-Aufklärung aufmerksam. Ein wichtiges Signal, das den Bogen spannte zwischen klinischer Praxis, gesellschaftlicher Verantwortung und Gesundheitspolitik.
Dass die Themen des Wundkosmos auch in der Politik ernst genommen werden, zeigte der Besuch von Simone Borchardt (MdB), der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag. Ihr Interesse am Austausch mit Expert:innen vor Ort unterstrich, wie wichtig eine enge Verzahnung zwischen Fachpraxis und politischer Entscheidungsfindung ist, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Das Setting im Filmtheater Kosmos verlieh dem Kongress eine besondere Note. In drei Kinosälen fanden parallel hochkarätige Vorträge statt – und für echtes Kino-Feeling sorgte Popcorn, das an die Teilnehmenden verteilt wurde. Die Moderation lag in den bewährten Händen von Jens Zimmermann, der mit Charme, Professionalität und dem richtigen Gespür für Dynamik durch das Programm führte.
Neben den geplanten Workshops zu Fistelversorgung und Kompression überraschte der Wundkosmos mit einem innovativen Format: sieben zusätzliche Walk-In-Stationen. Hier konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spontan stehen bleiben, Fragen stellen und praxisnahes Wissen mitnehmen – Lernen leicht gemacht, ohne feste Agenda.
Beim von HARTMANN ausgerichteten Workshop zur Kompressionstherapie am 26. September, der unter dem Titel „Richtig bandagiert, nicht schief gewickelt“ stand, zeigte Dozent Klaus Bandl aus Wien mit seinem unschlagbaren Mix aus Fachwissen, praktischer Erfahrung und viel Humor, dass Wundmanagement und Kompressionstherapie nicht nur wichtig, sondern auch spannend – und manchmal sogar unterhaltsam – sein können.
Ein inhaltlicher Höhepunkt war die Podiumsdiskussion zur Erstattungsfähigkeit in der Wundversorgung. Unter der Moderation von Jens Zimmermann diskutierten Mariah McKimbrough, Jan Schmidt, Silvia Mester und Steffi Nawrath von HARTMANN leidenschaftlich über die aktuellen Herausforderungen und Chancen.
Die Diskussion verdeutlichte: Innovative Konzepte und qualitativ hochwertige Versorgung können nur dann nachhaltig umgesetzt werden, wenn auch die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander – und genau darin lag der Wert: Praxis, Industrie und Politik im offenen Austausch zu erleben.
Traditionell wurde auch in diesem Jahr der Ehrenpreis „Wundkosmonaut®“ verliehen. 2025 ging die Auszeichnung an Robert Zimmer. Mit seinem langjährigen Engagement, seiner Expertise und seinem unermüdlichen Einsatz hat er die Wundversorgungslandschaft nachhaltig geprägt. Der Applaus bei der Verleihung zeigte, wie sehr sein Wirken geschätzt wird.
Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer machte einmal mehr deutlich: Der wundkosmos ist kein gewöhnlicher Fachkongress.
Er ist ein Raum, in dem Menschen sich auf Augenhöhe begegnen, voneinander lernen, sich austauschen und inspirieren lassen. Gerade in einem Arbeitsfeld, in dem viele seit Jahren tätig sind, kann schnell ein „Tunnelblick“ entstehen. Der wundkosmos lädt dazu ein, diesen zu verlassen, neue Blickwinkel einzunehmen und frische Motivation für den Alltag mitzunehmen.
Nach dem erfolgreichen zweiten Kongress ist klar: Die Reise geht weiter. Der wundkosmos#3 findet am 15. und 16. Oktober 2026 erneut in Berlin statt.

Dr. Martin Morgenstern, ein renommierter Top-Speaker im Gesundheitsbereich, beeindruckte mit einem Vortrag über innovative Ansätze in der Kältetherapie zur Schmerzbehandlung. Mit seiner positiven und inspirierenden Art zog er die Zuhörer in seinen Bann.
Ebenso überzeugte Dr. Carola Holzner, bekannt als „Doc Caro“, die mit Charme, Witz und Empathie das wichtige Thema Sepsis beleuchtete.

Es gab lehrreiche und thematisch breitgefächerte Fachvorträge, von zahlreichen Experten mit langjähriger praktischer Erfahrung:

Zusätzlich zum Hauptprogramm und als praxisnahe Ergänzung konnten die Kongressteilnehmer an Workshops teilnehmen:
Philipp Reinhardt und Sven Wörsdörfer führten die Teilnehmenden in die Kunst der Kompressionstherapie ein und vermittelten wertvolles Wissen zur Anwendung und Wirkweise.
Melanie und Thorsten Prennig begeisterten mit einem Workshop zum Wund-Schminken, der eindrucksvoll die Möglichkeiten der realistischen und plastischen Darstellung von Wundarten für Schulungs- und Lehrzwecke demonstrierte.
Die Vielfalt und Praxisnähe der Themen fanden großen Anklang bei den Teilnehmenden, die die Gelegenheit zum interaktiven Austausch mit den Referenten in der Frage und Antwort Runde im Anschluss an jeden Vortrag nutzten.
