Teilnehmer von hinten. Auf der Bühne Steffi Nawrath

Die Zukunft des Homecare-Marktes – Netzwerkevent bei HARTMANN

Wie sieht die Zukunft des Homecare-Marktes aus? Das war die Frage, um die es sich am 21. und 22. Mai 2025 beim Netzwerkevent von HARTMANN in Heidenheim drehte. Am ersten Tag wurde das Thema in einer spannenden Keynote, einer engagierten Podiumsdiskussion und einem interessanten Vortrag beleuchtet. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Produktinnovationen und digitale Perspektiven standen dann am zweiten Tag im Fokus der erfolgreichen Veranstaltung, die fundierte Expertise, lebendigen Austausch und praxisnahe Erlebnisse vereinte.
Über 30 Profis aus dem Bereich Homecare waren am 21. Mai 2025 in Heidenheim zu Gast. Im Kommunikationszentrum der PAUL HARTMANN AG begrüßten Eugenia Stoll, Senior Manager Sales Marketing Homecare, und Felix Sandvoß, Nationaler Verkaufsleiter KAM Homecare, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Eugenia Stoll und Felix Sandvoss auf der Bühne
Manuele Hoffmann-Lücke beim Vortrag

Für die offizielle Begrüßung übergaben die beiden an Manuela Hoffmann-Lücke, Geschäftsführerin HARTMANN Deutschland, die die Veranstaltung eröffnete.

Manuela Hoffmann-Lücke stellte fest, dass sich aktuell nicht nur der Gesundheitsmarkt, sondern auch Deutschland insgesamt in einer Neuausrichtung befinde. Wichtig sei es, die anstehenden Veränderungen gemeinsam anzugehen und aktiv mitzugestalten. „Gerade in herausfordernden Zeiten möchte HARTMANN als verlässlicher Partner zur Seite stehen, Orientierung geben und die Kunden in der Marktbearbeitung gezielt unterstützen – damit aus Unsicherheit neue Stärke wachsen kann“, betonte sie.

Trends und Chancen – das Thema der Keynote

Wie sieht aber nun die Zukunft des Homecare-Marktes aus? Detaillierte Antworten auf diese Fragen gab Steffi Nawrath, Senior Manager Health Politics & Market Access bei HARTMANN, in ihrer Keynote – einem der inhaltlichen Höhepunkt des Events.

Sie analysierte die aktuellen Entwicklungen – von Finanzierung und Demografie bis hin zu aktuellen Gesetzesvorhaben – und zeigte Perspektiven für mittelständische Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Krankenkassen, Fachkräften und Aufgaben auf

Steffi Nawrath beim Vortrag

Podiumsdiskussion: Ist Pflege Homecare 2.0?

Die Auswirkungen des Pflegekompetenzgesetzes diskutierte anschließend ein Expertenpanel unter der Moderation von Bettina Hertkorn-Ketterer. Neben Steffi Nawrath gehörten zum interdisziplinär besetzten Podium:

  • Christiane Lehmacher-Dubberke, Geschäftsführerin des DBfK Südost,
  • Oliver Harks, Deputy CEO bei der GWQ ServicePlus AG, und
  • Alexander Pohl, Geschäftsführer von Häussler Technische Orthopädie GmbH.

Es ging in der Diskussion um die Frage, wie Homecare-Dienstleister auf die neuen Anforderungen reagieren können. Die Experten beleuchteten praxisnah sowohl regulatorische Herausforderungen als auch mögliche Lösungsstrategien.

Die Praxisvertreter brachten konkrete Alltagsprobleme ein und forderten die Podiumsteilnehmer heraus, sich mit den bestehenden Versorgungsdefiziten auseinanderzusetzen. Dabei wurden nicht nur aktuelle Lücken im System sichtbar gemacht, sondern auch dringender Handlungsbedarf deutlich. Am Ende war die einhellige Meinung: „Homecare muss bereit sein, zukünftig nach einheitlichen Qualitätskriterien zu arbeiten und sich daran messen zu lassen.“

Podiumsdiskussion Referenten

Für Homecare 2:0 braucht es „3Bs“

Blick
auf die Veränderungen, die um einen herum passieren (z. B. Pflegereformen, HKP-Wunde)
Bewusstsein,
dass Effizienzsteigerungen und neue Lösungskonzepte erwartet werden
Bereitschaft,
sich in Netzwerken arbeitsteilig um die Versorgung zu kümmern bzw. sich in neue Geschäftsfelder hineinzuentwickeln

Digitale Unterstützung in der Versorgung

Wie Veränderungen in der Praxis aussehen und welche Möglichkeiten dabei die Digitalisierung bietet, zeigte Heike Walliser-Zott, Key Account Manager Digitale Services bei Hartmann in ihrem interaktiven Vortrag. Sie präsentierte digitale Lösungen, die weit über die reinen Produkte hinausgehen und zur Effizienzsteigerung und Profitabilität im Versorgungsmanagement beitragen.

Mit HARTMANN Supply, dem HARTMANN IncoGuide, dem HARTMANN Konfigurator und der HARTMANN Versorgungspartnerschaft konnten die Teilnehmer konkrete Tools kennenlernen und deren Nutzen für den Praxisalltag diskutieren.

Heike Walliser-Zott beim Vortrag

Zeit für Gedankenaustausch

Mit einem Wrap-Up als Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse wurde nach einem spannenden ersten Tag der Übergang zum Abendprogramm eingeläutet.

Die Abendveranstaltung im Forum bot allen Teilnehmern Raum, den fachlichen Austausch in entspannter Atmosphäre fortzusetzen und den Netzwerkgedanken zu leben. Auch HARTMANN CEO Britta Fünfstück schaute vorbei und nutzte die Gelegenheit, um im persönlichen Dialog mit Kunden über die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze im Marktumfeld zu diskutieren.

Publikum bei der Netzwerkveranstaltung

Zukunft des Sachleistungsprinzips

Roger Jäckel
Der zweite Tag des Netzwerktreffens startete mit einem Impulsvortrag von Prof. Roger Jaeckel, Head Governmental Affairs and Health Care Management bei HARTMANN, der die „Zukunft des Sachleistungsprinzips in Zeiten knapper Kassen“ zum Thema hatte. In seinem Vortrag beleuchtete Roger Jaeckel die Herausforderungen für Leistungserbringer, Kostenträger und Hersteller gleichermaßen und regte zur kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Versorgungspraxis an.

Produkterlebnis mit allen Sinnen – die HARTMANN Marktplätze

Ein besonderes Highlight des zweiten Tages war das interaktive Format „Erleben Sie die HARTMANN Produktvielfalt hautnah“. An verschiedenen Marktplatzständen konnten die Teilnehmer Produkte aus den Bereichen Wundversorgung, Desinfektion, Risk Prevention und Inkontinenzmanagement live ausprobieren, anfassen und sich im direkten Gespräch mit HARTMANN Experten austauschen. Dieses praxisnahe Erlebnis wurde durch viele positive Rückmeldungen begleitet und verdeutlichte die Innovationskraft der Produktlösungen.

Digitale Zukunftsperspektiven im Gesundheitswesen

Im Anschluss präsentierte Lüder Sachse, Vice President Global Digital Business bei HARTMANN, einen zukunftsorientierten Impulsvortrag. Unter dem Titel „Digitale Strategien für eine nachhaltige Versorgung“ zeigte er auf, wie digitale Tools und datenbasierte Services neue Effizienzpotenziale heben und die Versorgungsqualität verbessern können – nicht als Selbstzweck, sondern als Beitrag zur ganzheitlichen Patientenversorgung.
menschlicher Roboter füttert Senior

Exklusive Einblicke in die Logistik

Für interessierte Teilnehmer wurde optional eine Führung durch das Logistikzentrum in Herbrechtingen angeboten. Die exklusive Besichtigung bot spannende Einblicke in die komplexen Abläufe moderner Versorgungslogistik – ein gelungener praktischer Abschluss der Veranstaltung.
Luftbild HARTMANN Herbrechtingen

Zwei erfolgreiche Tage

Fundierte Expertise, lebendiger Austausch und praxisnahe Erlebnisse – die zweitägige Veranstaltung in Heidenheim war ein voller Erfolg.

„Wir konnten viele Themen rund um Pflege, Digitalisierung und Versorgung aus ganz verschiedenen Perspektiven beleuchten“, sagen die Organisatoren Eugenia Stoll und Felix Sandvoß. „Und wir denken, dass wir den Teilnehmern zahlreiche Impulse für die tägliche Praxis und strategische Weiterentwicklung mitgeben konnten.“

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Seniorenpaar zu Hause
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