FORUM Quellen 1. Gehrke T et al. (2024) Arch Orthop Trauma Surg 145(1) : 58. 2. Metsemakers W et al (2024) Lancet Infect Dis 24(6): e386–e393. 3. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) (2024) Point prevalence survey of healthcare-associated infections and antimicrobial use in European acute care hospitals, 2022-2023. https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/PPS-HAI-AMR-acute-care-europe-2022-2023 (abgerufen am 01.03.2026) 4. Calderwood M et al (2023) Infect Control Hosp Epidemiol 44(5): 695–720. 5. Dudek B et al. (2024) Int J Mol Sci 25: 12720. 6. Watson F et al (2024) GMS Hyg Infect Control 19: Doc73. Multimodale Strategie zur Reduktion von SSI HARTMANN auf dem DKOU 2025 Periprothetische Gelenkinfektionen (PJI) und frakturassoziierte Infektionen (FRI) gehören zu den schwerwiegendsten Komplikationen in der Orthopädie und Unfallchirurgie und stellen eine erhebliche Belastung für Patienten, Chirurgen, Kliniken und das Gesundheitssystem dar [1, 2]. Postoperative Wundinfektionen (surgical site infections, SSI) treten in der Primär-Endoprothetik in 1–4 % der Fälle auf, bei Revisionen steigt die Rate auf bis zu 25 % an [3]. Verlängerte Krankenhausaufenthalte, mehrfache Revisionsoperationen, hohen Kosten (65.000–100.000 € pro Fall) und eine deutlich erhöhte Mortalität sind die Folgen [3]. DAIR-Konzept als etablierte Behandlungsstrategie bei SSI Die Behandlung und Beseitigung von Biofilmen sowie dessen Prävention sind erforderlich, um eine effiziente und zeitnahe Wundheilung zu ermöglichen. Die intraoperative Wundspülung z. B. mit PREVENTIA® Surgical Irrigation mit antimikrobiellem Zusatz kann die chirurgische Praxis ergänzen [4]. PREVENTIA® entfaltet primär eine mechanische Wirkung durch die physikalische Kraft der Spülung. Unterstützt wird diese durch einen antimibrobiellen durch PHMB (Polihexanid) und einem Tensid (Poloxamer) bei gleichzeitig geringer Zytotoxizität [5, 6]. Durchgeführt werden sollte der Einsatz einer chriurgischen Spüllösung mit antimikrobiellem Zusatz im Rahmen eines umfangreichen DAIR-Konzepts (Debridement, Antibiotics, Implant Retention). Dies umfasst eine frühzeitige operative Intervention mit konseDer Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) vom 28. bis 31. Oktober 2025 lockte unter dem Motto „Fortschritt gemeinsam gestalten“ über 11.000 Teilnehmende nach Berlin. Auch HARTMANN war mit einem Stand und einem Lunchsymposium zum Thema „Infektionsmanagement neu gedacht – multimodaler Ansatz bei PJI und FRI“ vertreten. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung stieß auf reges Interesse. quentem, radikalem Debridement sowie dem möglichen Einsatz einer chirurgischen Spüllösung mit antimikrobiellem Zusatz, wie beispielsweise PREVENTIA® Surgical Irrigation, einschließlich des Wechsels aller modularen Prothesenteile. PREVENTIA® Surgical Irrigation – innovative Spüllösung in der Praxis Das antimikrobielle Debridement kommt ergänzend zum Einsatz, ersetzt aber nicht die Chirurgie – das mechanische Debridement ist entscheidend. In der Praxis ist bei komplexen Infektionen beispielsweise folgendes PREVENTIA®-Protokoll etabliert: Nach einer initialen Natriumchlorid (NaCl)-Spülung folgt die Applikation von 1 Liter PREVENTIA® mit einer Kontaktzeit von 2–3 Minuten und ggf. eine weitere NaCl-Spülung. Das Symposium von HARTMANN verdeutlichte: Die Infektionsprävention gehört weiterhin zu den größten Herausforderungen in Orthopädie und Unfallchirurgie. Ergänzend zum radikalen mechanischen Debridement kann die Spülung z. B. mit PREVENTIA® Surgical Irrigation mit dem antimikrobiellen Zusatz von 0,1% PHMB plus Poloxamer als wirkungsvolle und leicht zu integrierende Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur Gesamtstrategie leisten. NACHHER PREVENTIA® 99.99% VORHER Testergebnisse mit PREVENTIA® zeigen eine Reduzierung von 99,99 % der Bakterien. 16
RkJQdWJsaXNoZXIy NDU5MjM=