Der CLEAN HOSPITALS DAY am 20. Oktober rückt die Bedeutung von Hygienemaßnahmen im Krankenhausumfeld in den Mittelpunkt.
Jeden Tag setzen sich Mitarbeitende in Gesundheitseinrichtungen dafür ein, Patienten vor vermeidbaren Risiken zu schützen. Der internationale Aktionstag soll das Bewusstsein dafür weiter stärken: Das Motto 2026 „Empowered Teams, Reduce Risk“ unterstreicht: Um das Infektionsrisiko zu mindern, ist effiziente Teamarbeit gefragt.
Clean Hospitals: Krankenhäuser als sauberer und sicherer Ort für alle
Die unsichtbare Herausforderung im Krankenhaus
Nosokomiale Infektionen, also Infektionen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung erworben werden (healthcare-associated infections; HAIs), stellen eine besondere Herausforderung für die Patientensicherheit und die Behandlungsqualität dar [1, 2].
- In Europa erkranken jedes Jahr etwa 4,3 Millionen Menschen an einer HAI [2].
- Mindestens 20 % dieser HAIs könnten Schätzungen zufolge durch Programme zur Infektionsprävention und -kontrolle (infection prevention and control; IPC) vermieden werden [2].
Neben den möglicherweise schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für die Patienten sind HAIs auch mit beträchtlichen Kosten verbunden: Diese werden in Europa auf rund 7 Milliarden Euro geschätzt [3]. Die Initiative Clean Hospitals macht sich daher für eine verbesserte Krankenhaushygiene stark. Mit Mission: Infection Prevention (M: IP®) bietet HARTMANN Krankenhäusern ein Konzept, um medizinische und pflegerische Prozesse effizienter zu gestalten. Ziel ist es, Personal zu entlasten und Infektionen zu vermeiden.
Empowered Teams machen den Unterschied
Von Wissen zu wirksamem Handeln

Empowerment bedeutet, Wissen in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Konsequente Händehygiene, professionelle Flächendesinfektion und die Umsetzung evidenzbasierter Präventionsstandards gehören zu den wirksamsten Instrumenten, um Übertragungswege zu unterbrechen und Patienten sowie Mitarbeitende zu schützen. Ob Reinigungs- und Hygienekräfte oder medizinisches Personal – Infektionsprävention ist eine gemeinsame Aufgabe. Jede korrekt durchgeführte Maßnahme reduziert Risiken und stärkt die Sicherheit entlang des gesamten Versorgungspfads.
Sicherheit durch Kompetenz und Transparenz
Neben Fachwissen und Engagement brauchen Teams Transparenz über Risiken und Ergebnisse. Die kontinuierliche Erfassung relevanter Daten, die Bewertung von Risiken und die gezielte Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen unterstützen Einrichtungen dabei, ihre Präventionsstrategien weiterzuentwickeln. Dabei zeigt sich: Wo funktionieren Prozesse bereits gut? Wo bestehen Barrieren im Arbeitsalltag? Und welche Unterstützung benötigen Teams, um Hygienemaßnahmen zuverlässig umzusetzen? Der Blick auf die Abläufe kann helfen, Verbesserungen langfristig zu verankern, damit Infektionsprävention zu einem festen Bestandteil der Organisationskultur wird.
Die richtigen Werkzeuge für bessere Ergebnisse

1. https://www.who.int/europe/activities/improving-infection-prevention-and-control-to-prevent-the-spread-of-antimicrobial-resistance (abgerufen am 13.08.2026)
2. https://www.ecdc.europa.eu/en/news-events/each-year-43-million-patients-hospitals-eueea-are-affected-healthcare-associated (abgerufen am 13.08.2026)
3. https://www.oecd.org/en/publications/health-at-a-glance-europe-2024_b3704e14-en/full-report/component-51.html (abgerufen am 13.08.2026)

