Eine Frau mit Grippe sitzt auf dem Sofa, in eine Decke gewickelt, und schneuzt ihre Nase.

Influenza enthüllt: Alles, was Sie wissen müssen

Interessante Fakten und hilfreiche Tipps zum Thema Grippe
Jedes Jahr fallen weltweit Millionen von Menschen dem Influenzavirus zum Opfer. Aber warum erleben wir immer wieder neue Grippewellen und warum treten sie jedes Jahr ungefähr zur gleichen Zeit auf? Worin unterscheiden sich die Grippe und eine gewöhnliche Erkältung, und welche Massnahmen können wir ergreifen, um uns zu schützen? In diesem Artikel beleuchten wir diese Fragen!

Grippe vs. Erkältung: Den Übeltäter entschlüsseln

Haben Sie schon einmal einen kratzenden Hals und plötzliches Unwohlsein gespürt und sich gefragt, ob es die Grippe oder nur eine gewöhnliche Erkältung ist? Die Infektionen werden oft wegen ihrer ähnlichen Symptome verwechselt, doch es gibt wesentliche Unterschiede. Der wichtigste Unterschied liegt im Erregertyp: Während eine Erkältung durch viele verschiedene Viren (z.B. Adenoviren, Enteroviren oder Rhinoviren) ausgelöst werden kann, hat die Grippe ihren "eigenen" Erreger: das Influenzavirus.

Von diesem Virus gibt es mehrere Untertypen. Sie haben vielleicht schon von der Influenza vom Typ H1N1 gehört, die für die berüchtigte Schweinegrippe verantwortlich ist, die erstmals 2008 auftrat. Die Buchstaben stehen für die Proteine Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N), die dem Virus helfen, in die Körperzellen einzudringen und nach der Vermehrung zu entweichen [1].

Es gibt jedoch auch andere Influenza-Untertypen, wie die Yamagata- und Victoria-Linien. Viren der Victoria-Linie verursachen Krankheiten bei Kindern, insbesondere bei denen im Alter von 5 bis 14 Jahren. Yamagata-Viren hingegen betreffen tendenziell Menschen ab 35 Jahren. Seit März 2020 wurde diese Linie jedoch nicht mehr nachgewiesen [2].
Mikroskopische Darstellung einzelner Viren.

Grippe vs. Erkältung: Die Symptome

Eine Frau mit Grippe liegt auf dem Sofa und schaut auf ein Fieberthermometer.

Trotz oberflächlicher Ähnlichkeiten unterscheiden sich die Symptome der Grippe und der Erkältung bei genauerem Hinsehen. Die Grippe tritt in der Regel plötzlich auf. Eben fühlten Sie sich noch kerngesund – dann, ganz plötzlich, plagen Sie Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie trockener Husten und allgemeine Erschöpfung. Oft tritt auch hohes Fieber auf [3].

Die Erkältung schleicht sich meist allmählich ein. Sie beginnt mit leichten Halsschmerzen und entwickelt sich dann weiter zu Husten, laufender Nase und milden Muskelschmerzen. Im Vergleich zur Grippe sind die Symptome einer Erkältung in der Regel weniger schwerwiegend [4].

Der Verlauf sowohl der Grippe als auch der Erkältung kann von Person zu Person unterschiedlich sein, aber die Symptome halten in der Regel 7 bis 10 Tage an, wobei eine Linderung der Symptome nach 5 bis 7 Tagen erwartet werden kann. Darüber hinaus können die Grippesymptome von Person zu Person stark variieren. Einige zeigen überhaupt keine Symptome, andere weisen ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung auf, und wieder andere erleben die volle Intensität der charakteristischen Grippesymptome [5].

Jährliche Wiederkehr: Die Grippesaison

Die meisten Influenzaviren zirkulieren auf der Nordhalbkugel zwischen Oktober und Anfang Mai, was die Grippesaison markiert. Daher überwachen viele Länder die Infektionsraten genau. In Deutschland werden zum Beispiel regelmässig Proben von Patienten mit Atemwegserkrankungen untersucht. Sobald in jeder fünften Probe Influenzaviren nachgewiesen werden, wird offiziell eine Grippeepidemie ausgerufen [6].

Aber warum breitet sich die Grippe vor allem im Winter und Frühling aus? Ein Hauptgrund ist, dass Influenzaviren bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler sind. Experten glauben auch, dass das Immunsystem im Winter weniger effektiv ist und dass die Schleimhäute der oberen Atemwege in trockener Luft anfälliger für Infektionen sind [7]. Hinzu kommt, dass Menschen bei kälteren Temperaturen mehr Zeit in Innenräumen verbringen, wodurch noch günstigere Bedingungen für die Übertragung geschaffen werden.

Ein überfülltes Café.

Das Grippevirus: Ein wahrer Meister der Tarnung

Bild einer belebten Straße voller Menschen.

Die jährlichen Auswirkungen von Grippeausbrüchen hängen weitgehend von den genetischen Veränderungen des Virus und davon ab, ob Virusvarianten im Umlauf sind. Influenzaviren oder die einzelnen Subtypen sind besonders anfällig für solche Mutationen [8].
Mutationen, im Wesentlichen Kopierfehler während der genetischen Replikation, betreffen oft das Protein Hämagglutinin, das es dem Influenzavirus ermöglicht, in die Körperzellen einzudringen. Je mehr sich das Protein durch die Mutation verändert, desto schwieriger wird es für das Immunsystem, die Eindringlinge zu erkennen und auf sie zu reagieren – selbst wenn es bereits Grippeviren bekämpft hat [9].

Dies erklärt, warum Grippeausbrüche tendenziell schwerwiegender sind, wenn eine neue Virusvariante im Umlauf ist: Unsere Körper und Immunsysteme sind, einfach gesagt, nicht auf den ""neuen"" Erreger vorbereitet. Folglich wird der Grippeimpfstoff jedes Jahr bewertet und gegebenenfalls angepasst, um den zirkulierenden Varianten zu entsprechen.

Sich vor dem Infektionsrisiko schützen

Sie wissen wahrscheinlich bereits, dass Grippeviren, wie einige andere Viren auch, hauptsächlich über Aerosole in der Luft übertragen werden. Eine Infektion erfolgt daher in der Regel durch das Einatmen der Erreger. Die Viren überleben jedoch auch auf Oberflächen und können über die Hände und Schleimhäute in den Körper gelangen [10]. Wenn Sie das Risiko einer Erkrankung verringern möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten.

Händehygiene

Selbst Kindergartenkinder wissen heute, dass regelmässiges Händewaschen eine sinnvolle Massnahme ist, um sich vor Krankheiten wie der Grippe zu schützen, da es einen erheblichen Teil der Krankheitserreger beseitigt. Für viele Menschen ist es heute selbstverständlich, sich in vielen Situationen gründlich die Hände zu waschen, zum Beispiel nach dem Nachhausekommen, vor dem Essen oder nach dem Kontakt mit potenziell infektiösem Material.

Häufiges Waschen mit Seife und Wasser hat jedoch auch eine Nebenwirkung: Es kann die Haut belasten und zu Reizungen und Entzündungen führen. Eine praktische Alternative sind Händedesinfektionsmittel wie Sterillium® foam extra care, das Ihre Haut mit Hilfe von Inhaltsstoffen wie Vitamin E und Jojobaöl aktiv pflegt und schützt.

Darüber hinaus bieten Händedesinfektionsmittel eine bequeme Lösung für unterwegs, wenn Händewaschen möglicherweise nicht machbar ist – zum Beispiel in der U-Bahn oder beim Einkaufen im Supermarkt.

Nahaufnahme von Händen, die vor einer Sterillium® Flasche gewaschen werden.

Soziale Distanzierung

Bild aus der Vogelperspektive von Schuhen, die sich einander zuwenden, aber mit einem großen Abstand zwischen ihnen.
Während der Coronavirus-Pandemie haben wir gelernt, dass soziale Distanzierung eine sinnvolle Methode ist, um Infektionsketten zu unterbrechen. Auch während der Grippesaison hilft es, den Kontakt mit grossen Menschenmengen und kranken Personen zu vermeiden oder zu begrenzen, wo immer dies möglich ist. Ausserdem sollten Sie auch selbst zu Hause bleiben, wenn Sie Grippesymptome bemerken.

Impfung

Sich jedes Jahr impfen zu lassen, ist eine weitere Möglichkeit, der Grippe aus dem Weg zu gehen. Obwohl der Impfstoff eine Infektion nicht per se verhindert, unterstützt er das Immunsystem dabei, sich auf den möglichen Eintritt des Virus über die Luft oder die Schleimhäute vorzubereiten.

Im Wesentlichen besteht der Impfstoff aus inaktivierten Viren, die nicht in der Lage sind, eine ""echte"" Grippeinfektion auszulösen, aber vom Körper dennoch als Krankheitserreger wahrgenommen werden. Das Immunsystem reagiert entsprechend, indem es ein immunologisches Gedächtnis produziert, das bei einer zukünftigen Infektion besser in der Lage ist, die Eindringlinge zu bekämpfen. Die Impfung lehrt das Immunsystem, wie es auf Grippeviren reagieren soll, und kann Sie somit im Falle einer Infektion vor diesen Krankheitserregern schützen.

Bild einer Frau, die geimpft wird.

Hausmittel, die bei der Grippe helfen können

Es gibt keinen 100%igen Schutz vor der Grippe, daher ist es möglich, das Virus trotz aller Vorsichtsmassnahmen zu bekommen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Es gibt auch einige bewährte Hausmittel, die helfen können, lästige Symptome zu lindern und die Krankheit bestmöglich zu bekämpfen:

  1. Flüssigkeiten: Ihr Körper braucht besonders viel Flüssigkeit, wenn Sie krank sind. Achten Sie darauf, genug zu trinken, vorzugsweise 2-3 Liter pro Tag.
  2. Tee: Halsschmerzen können in der Regel mit Kamille-, Salbei- oder Ingwertee gelindert werden.
  3. Nasenspülung: Bei einer wirklich lästigen laufenden Nase kann eine Nasenspülung mit Salzwasser helfen, die Atemwege zu befreien.
  4. Inhalation: Das Inhalieren von heissem Dampf kann ebenfalls das Atmen erleichtern. Zusätze aus Kamille, Eukalyptus oder Thymian sind besonders wohltuend.
  5. Ruhe: Verzichten Sie während der Krankheit und idealerweise noch ein paar Tage nach Abklingen der Symptome auf anstrengende Aktivitäten. Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er zur Erholung benötigt.
Eine Tasse Ingwertee mit Ingwerwurzeln daneben.

Quellen

[1] Robert Koch Institut / Virus und Erkrankung https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Virus.html#FAQId8299000

[2] Robert Koch Institut / Grippesaison und Grippewelle https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html

[3] AOK.de / Grippe oder Erkältung – das ist der Unterschied https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/das-ist-der-unterschied-zwischen-grippe-und-erkaeltung/

[4] AOK.de / Grippe oder Erkältung – das ist der Unterschied https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/das-ist-der-unterschied-zwischen-grippe-und-erkaeltung/

[5] Robert Koch Institut / Influenza https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html

[6] Robert Koch Institut / Grippesaison und Grippewelle https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html

[7] Robert Koch Institut / Grippesaison und Grippewelle https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html

[8] Robert Koch Institut / Grippesaison und Grippewelle https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html

[9] Robert Koch Institut / Grippesaison und Grippewelle https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html

[10] Infektionsschutz.de / Grippe (Influenza) https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/

Desinfektionsmittel vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.