Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

Geschäftsbericht 2021 | Konzernabschluss 51 Immaterielle Vermögenswerte Goodwill Der Goodwill stellt die positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Fair Value des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Tochterunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs dar. Der Goodwill, der beim Erwerb von Tochterunternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf „Cash Generating Units“ (CGUs) verteilt. In der HARTMANN GRUPPE werden die Geschäftsbereiche als CGU definiert. Für den Goodwill wird eine unbestimmte Nutzungsdauer unterstellt. Er unterliegt dementsprechend nicht der planmäßigen Abschreibung. Der Goodwill wird vielmehr nach IAS 36 mindestens jährlich und zusätzlich bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert der CGUs mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag, das heißt dem höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, verglichen. Sofern der Buchwert der CGU höher ist als sein erzielbarer Betrag, liegt in Höhe der Differenz ein Wertminderungsbedarf vor. In diesem Fall wird zunächst ein allokierter Goodwill abgeschrieben. Bei einem verbleibenden Restbetrag werden auch die zugeordneten einzelnen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt. Ein erfasster Wertminderungsaufwand für den Goodwill wird in den nachfolgenden Perioden nicht mehr aufgeholt. Forschung und Entwicklung Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden sofort als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden ebenfalls sofort als Aufwand erfasst, sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach IAS 38 nicht erfüllt sind. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden die Entwicklungskosten aktiviert und linear über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Andere immaterielle Vermögenswerte Erworbene Patente, Markenzeichen, Kundenbeziehungen und Lizenzen werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugrunde gelegte Nutzungsdauer: Patente, Lizenzen, Schutzrechte, Marken, Kundenbeziehungen 3 – 20 Jahre Software 3 – 5 Jahre Wertminderungen langfristiger nicht finanzieller Vermögenswerte Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Eine Prüfung auf Wertminderungsbedarf erfolgt für sie mindestens jährlich oder wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden planmäßig abgeschrieben. Diese werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert. Wenn die Bestimmung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, werden Vermögenswerte zur kleinsten Gruppe zusammengefasst, der unabhängige Mittelzuflüsse zugeordnet werden können (CGU). Sind die Gründe für eine zuvor bei planmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten erfasste außerplanmäßige Wertminderung entfallen, werden diese Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben. Diese Wertaufholung übersteigt nicht den fortgeführten Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine außerplanmäßige Wertminderung erfasst worden wäre. Finanzielle Vermögenswerte Die Bilanzierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 9. Der Ansatz erfolgt an dem Tag, an dem der Konzern Vertragspartei wird. Bei üblichem Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten gemäß der Ausnahmeregelungen des IFRS 9 zum Handelstag. Finanzielle Vermögenswerte und Finanzielle Verbindlichkeiten werden saldiert und mit dem Nettobetrag ausgewiesen, wenn die Aufrechnungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt sind. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Fair Value. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgezeit nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einbeziehung von Transaktionskosten, die direkt demErwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

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