Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

Trotz Pandemie haben wir in unserem Transformationsprogramms die geplanten Fortschritte erzielt. Zu Beginn des Jahres 2021 haben wir darüber hinaus Deutschlands größtes Pflegeportal, pflege.de, akquiriert. Damit stärken wir unsere digitalen Angebote für Endkonsumenten. Die Geschäftsentwicklung von pflege.de war seitdem sehr positiv und über dem Plan. Begleitet wird die Transformation von organisatorischen Weiterentwicklungen wie der verstärkten divisionalen Aufstellung, von Prozessverschlankungen und Projekten rund um die Entwicklung unserer Unternehmenskultur. Die Ende letzten Jahres durchgeführte Mitarbeiterbefragung reflektiert eine deutliche Verbesserung des Mitarbeiterengagements gegenüber der letzten Befragung 2019. Mit den guten Fortschritten im Transformationsprogramm und unserer Geschäftsaufstellung, die sich in der Pandemie als resilient erwies, sind wir strategisch auf gutem Weg. Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete HARTMANN einen moderaten organischen Umsatzrückgang von −5,2 % und einen Konzernumsatz von 2.301,8 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 240,6 Mio. EUR, verglichen mit 292,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die erwartungsgemäß rückläufigen Finanzkennzahlen sind imWesentlichen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die coronabedingte Sonderkonjunktur des Vorjahres ist abgeebbt und abgesehen von Untersuchungshandschuhen ist der Bedarf nach Schutzprodukten und Desinfektionsmitteln aufgrund hoher Lagerbestände bei unseren Kunden stark zurückgegangen. Die geringe Bettenauslastung in medizinischen Einrichtungen und ein nur schrittweiser Anstieg von Operationszahlen beschränkten das Umsatzwachstum des Konzerns. Hinzu kamen deutlich gestiegene Material- und Transportkosten. Sehr positiv beeinflusst hingegen wurde das Konzernergebnis durch Beiträge aus der Umsetzung des Transformationsprogramms. Auch unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung möchten wir unseren Aktionärinnen und Aktionären unter der stets zugrunde gelegten mehrjährigen Betrachtung eine gleichbleibende Dividende von 8,00 EUR je Aktie vorschlagen. Damit halten wir an unserem langjährigen Grundsatz einer auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik fest. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 gehen wir von einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA in der Bandbreite von 190 bis 230 Mio. EUR aus. Positive Effekte der Pandemie werden ausbleiben, vor allem beim Absatz von Schutzprodukten und Desinfektionsmitteln. Bestehen bleibt ein durch die Pandemie reduzierter Markt mit geringeren Auslastungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Darüber hinaus ist mit deutlichen Erhöhungen bei Material- und Transportkosten zu rechnen. Die benannten negativen Pandemieeffekte können in großen Teilen, aber noch nicht gänzlich, durch die hohen positiven Ergebnisbeiträge aus Maßnahmen des Transformationsprogramms ausgeglichen werden. Mögliche Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine auf die HARTMANN GRUPPE sind noch nicht quantifizierbar und daher auch nicht in diesem Ausblick berücksichtigt. HARTMANN verurteilt jegliche Aggression, die die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährdet. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und ihre Leidenschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr und bei Ihnen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen, uns weiterhin auf unserem Transformationsweg zu begleiten. Gemeinsam werden wir diesen mit hoher Motivation weitergehen, um für HARTMANN eine langfristig positive Zukunft zu schaffen. Mit den besten Grüßen und Wünschen für Ihre Gesundheit Geschäftsbericht 2021 | An unsere Aktionäre 3

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