Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Geschäftsentwicklung der HARTMANN GRUPPE wurde im Geschäftsjahr 2020 durch die im ersten Quartal einsetzende Corona-Pandemie stark beeinflusst. Als Hersteller systemrelevanter Produkte zur Eindämmung der Pandemie hat HARTMANN seine besondere Verantwortung für Kunden, Patienten und Mitarbeitende mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich wahr- genommen. Die umgehend ergriffenen Maßnahmen zur Siche- rung der Lieferketten und zum Ausbau der Produktionskapazitäten in den relevanten Bereichen spiegeln sich auch in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung von HARTMANN wider. Aufgrund des insgesamt positiven Geschäftsverlaufs im Jahr 2020 und der Fort- schritte im Transformationsprogramm wird den Aktionären eine auf die langjährig verfolgte Kontinuität, die unverändert heraus- fordernden Rahmenbedingungen und die Ergebnisentwicklung ausgerichtete Dividende vorgeschlagen. HARTMANN bekam auch die negativen Auswirkungen der Pande- mie zu spüren. Diese zeigten sich vor allem im Wundmanagement und bei OP-Produkten als Folge reduzierter Operationen und Arztbesuche. Wie sich die Effekte im Geschäftsjahr 2021 weiter- entwickeln werden, unterliegt aufgrund des noch unwägbaren weiteren Verlaufs der Pandemie einer hohen Prognoseunsicherheit. HARTMANN geht auch weiterhin von einer verstärkten wirtschaft lichen Belastung der Gesundheitssysteme aus. Daher unterstützen wir den Vorstand auf strategischer und operativer Ebene, Vor kehrungen für die erwartete Entwicklung zu treffen. In diesem Zusammenhang bestätigt sich die Bedeutung des seit 2019 laufenden Transformationsprogramms als notwendige Maß- nahme, um das Unternehmen zukunftssicher auszurichten. Trotz der positiven Einmaleffekte im zurückliegenden Jahr gilt es, die Kostenstruktur zu optimieren und die Effizienz zu steigern, um Voraussetzungen für eine verbesserte und nachhaltige Wettbe- werbsfähigkeit zu schaffen. Nur so lassen sich in vollem Umfang die identifizierten Potenziale von HARTMANN nutzen, die insbe- sondere aus einer erhöhten Innovationsrate, einer Fokussierung Aufbauend auf den positiven Einmaleffekten im Jahr 2020 gilt es, weiterhin die zukunfts fähige Ausrichtung verbunden mit Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierungen anzugehen. auf attraktive Marktsegmente sowie der Digitalisierung resultieren. Auch wenn die Investitionen in diese Zukunftsthemen das Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 erwartungsgemäß belasten werden, sind wir davon überzeugt, dass HARTMANN mit der Transformation auf längere Sicht den richtigen Weg einschlägt und seine Widerstands kraft auch und gerade in unsicheren Marktphasen stärken wird. Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung und die Sonder situation im Rahmen der Corona-Pandemie im Berichtszeitraum aufmerksam begleitet und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Dabei hat er den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat mittels schriftlicher und mündlicher Berichte regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und wichtige Geschäftsvorfälle unterrichtet. Hierzu zählten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisent- wicklung, die Liquiditätslage und die Wettbewerbssituation ebenso wie Quartalsabschlüsse einschließlich der jeweiligen Plan-Ist- Abweichungen und unterjährigen Prognosen. BERICHT DES AUFSICHTSRATS Fritz-Jürgen Heckmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der PAUL HARTMANN AG
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