Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE
Die Pandemie stellt die Marktteilnehmer der Gesundheitssysteme nicht nur vor neue Herausforderun- gen, sie beschleunigt und verstärkt auch bestehende Trends wie Budgetdruck, Digitalisierung oder den Ausbau der ambulanten Pflege. Damit bestätigen sich unsere Strategie und das Transformations- programm. Mit dessen Umsetzung wird es uns gelingen, den Herausforderungen der Marktverände- rungen noch besser zu begegnen und die sich daraus auch ergebenden Chancen zu nutzen. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte HARTMANN ein starkes organisches Umsatzwachstum von 14,6% und einen Konzernumsatz von 2.433,0 Mio. EUR. Auch das Ergebnis konnte stark gesteigert werden. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 292,4 Mio. EUR verglichen mit 211,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die Verbesserungen der Finanzkennzahlen sind im Wesentlichen auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Der Bedarf an Produkten für Operationen und die Behandlung von Wunden, u. a. aufgrund der Reduzierung nicht zwingend notwendiger Operationen, war zwar stark rückläufig, aber die Nachfrage nach Schutzprodukten und Desinfektionsmitteln hatte einen deutlich stärkeren Ein- fluss. Sie bestimmte nicht nur das Ergebnis im Segment Infektionsmanagement, sondern auch das Gesamtergebnis des Konzerns. Positiv beeinflusst wurde das Konzernergebnis auch durch erste Resul- tate aus der Umsetzung des Transformationsprogramms. Die Belastungen durch Investitionen und operativen Ausgaben des Programms überkompensierten diesen Effekt jedoch erwartungsgemäß. Aufgrund des insgesamt positiven Geschäftsverlaufs im Jahr 2020 und der Fortschritte im Transfor- mationsprogramm möchte HARTMANN seinen Aktionärinnen und Aktionären eine um rund 14% auf 8,00 EUR je Aktie erhöhte Dividende vorschlagen. Die seit mehr als 25 Jahren währende Divi- dendenkontinuität mit gleichbleibenden oder gesteigerten Dividenden setzt das Unternehmen damit fort. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 besteht eine hohe Prognoseunsicherheit. HARTMANN geht von einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA von 210 bis 260 Mio. EUR aus. Gründe hierfür sind die voraussichtlich weniger ausgeprägten positiven Effekte aus der Corona-Pandemie bei gleichzeitig anhaltenden negativen Effekten, der zunehmende Budgetdruck in den Gesundheitssystemen sowie die Investitionsanforderungen für die Umsetzung des Transformationsprogramms. Wir freuen uns darüber, dass Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, uns weiterhin auf unserem Transformationsweg begleiten. Hier liegt der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft für das Unternehmen. Daran arbeitet das gesamte Team von HARTMANN mit großem Einsatz und viel Leidenschaft. Mit den besten Grüßen und Wünschen für Ihre Gesundheit Mit der Umsetzung des Transfor mationsprogramms wird es uns ge lingen, den Herausforderungen der Marktveränderungen noch besser zu begegnen und die sich daraus auch ergebenden Chancen zu nutzen. Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE | An unsere Aktionäre 3
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