Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE

Geschäftsbericht 2020 der HARTMANN GRUPPE | Lagebericht | Wirtschaftsbericht 17 Das bereinigte EBITDA belief sich damit 2020 auf 292,4 Mio. EUR verglichen mit 211,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2020 wurde dabei übertroffen. Für das Berichtsjahr ergibt sich eine bereinigte EBITDA-Rendite von 12,0 % gegenüber 9,7 % im Vorjahr. Das Finanzergebnis der HARTMANN GRUPPE lag 2020 bei -3,4 Mio. EUR gegenüber -6,3 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Verbes- serung ist im Wesentlichen auf das geringere Zinsniveau bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Der Auf- wand für Ertragssteuern betrug im Geschäftsjahr 46,9 Mio. EUR. Im Vorjahr lag er bei 35,1 Mio. EUR. Die im Vorjahresvergleich um 6,5 Prozentpunkte geringere Steuerquote resultiert im Wesentli- chen aus den im Geschäftsjahr 2019 nicht steuerwirksamen Wertminderungen im Zusammenhang mit der Bewertung der SANIMED-Gruppe gemäß IFRS 5. Das Konzernergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 50,0 Mio. EUR auf 112,9 Mio. EUR verbessert. Negative Auswirkung der Pandemie auf Wundmanagement Das Segment Wundmanagement verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 452,1 Mio. EUR. Die pandemiebe- dingte Reduktion von Operationen führte zusammen mit der rück- läufigen Zahl von Arztbesuchen zu einer negativen organischen Umsatzentwicklung im Segment von -4,5 %. Sortimentsbezogen war das Geschäft mit Produkten zur klas- sischen Wundversorgung wie beispielsweise das Binden- und Pflasterprogramm stark vom Umsatzrückgang betroffen. Moderne Wundbehandlungskonzepte zeigten dagegen ein positives Um- satzwachstum. So fanden innovative superabsorbierende bezie- hungsweise silikonbeschichtete Wundauflagen unter den Marken HydroClean®, RespoSorb® und Zetuvit® eine wachsende Kundenakzeptanz. Infolge der geringeren Umsatzbasis reduzierte sich das berei- nigte EBITDA des Segments Wundmanagement um 28,3 Mio. EUR auf 60,3 Mio. EUR.

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