DESINFACTS | Ausgabe 2/2025

FORUM Denn das ist aus unserer Sicht klar: sichere Pflege basiert auf gesunden Händen! Deshalb präsentierten wir auf unserem Messestand in Genf nachhaltige Lösungen für die Desinfektion und Hautpflege sowie innovative Ansätze für die Infektionsprävention. Das von HARTMANN im Conference Center in Genf organisierte Symposium warf zudem einen kritischen Blick auf „60 Jahre alkoholhaltige Hände-Desinfektionsmittel“. Besonders im Fokus standen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und Auswirkungen auf die Hautgesundheit. HARTMANN Symposium Für die wissenschaftlichen Einblicke während des Symposiums konnten wir als Sprecher den Facharzt für Hygiene und Infektionsprävention und ehemaligen medizinischen Koordinator der Aktion Saubere Hände PD Dr. Tobias Kramer (LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kramer & Kollegen, Geesthacht) und den Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin und Berufsdermatologie Prof. Dr. Swen Malte John (iDerm an der Universität Osnabrück) gewinnen. Tobias Kramer sprach in seinem Vortag „Reassessing alcohol-based hand rubs – balancing speed, compliance and efficacy“ über die Neubewertung alkoholbasierter Hände-Desinfektionsmittel unter Abwägung der Kriterien Geschwindigkeit, Compliance und Wirksamkeit: „Wir brauchen neue Impulse, um unsere Kollegen im Krankenhausumfeld anzusprechen und die Einhaltung des 5-Momente-Modells weiter zu verbessern. Dazu muss die Benutzererfahrung berücksichtigt werden. Warum funktioniert eine 15-sekündige Handdesinfektion im Vergleich zu einer 30-sekündigen? Warum verbessert sie möglicherweise die Compliance? Dafür kann es nur eine psychologische Erklärung geben.“ Prof. Dr. Swen Malte John (Vorsitzender der Taskforce Occupational Skin Diseases der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie und Koordinator Forschung Direktor des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation – kurz: iDerm – in Osnabrück) nahm die neue Resolution der World Health Assembly (WHA) zum Anlass für seinen Vortrag „Safe hands, safe care – The role of skin health in hand hygiene“ über die Bedeutung der Hautgesundheit bei der Handhygiene: „Hautkrankheiten müssen prioritär behandelt werden. Denn gesunde und geschützte Hände, bedeuten sichere Pflege“, so eine Botschaft. „Was wir brauchen, ist Aufklärung. Dies ist umso wichtiger, wenn man bedenkt, was normalerweise passiert. Wenn bei Gebrauch von alkoholbasierten Hände-Desinfektionsmitteln die Hände zu brennen beginnen, waschen viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen ihre Hände noch häufiger. Dies führt jedoch dazu, dass sie ein Handekzem entwickeln.“ Die Prävention nosokomialer Infektionen und die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen bleiben eine weltweite Herausforderung. Das wurde auch wieder Mitte September bei der International Conference on Prevention & Infection Control – kurz: ICPIC – deutlich, die bereits zum achten Mal in der Schweiz am WHO-Sitz Genf stattfand. Wir von HARTMANN haben den Anlass genutzt, um vor Ort mit Experten aus aller Welt über die bisherigen Erfolge und die zukünftigen Herausforderungen der alkoholischen Hände-Desinfektion zu diskutieren. Kongressbericht „ICPIC 2025“ Rückblick nach vorne: die Zukunft der alkoholischen Hände-Desinfektion ICPIC 2025 4

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