SicSac® gel Infektionsschutz einer vulnerablen Patientengruppe Hygienemaßnahmen in der Dialyse Die überlebensnotwendige Therapie geht mit einem erheblichen Risiko einher, denn Dialysepatienten sind aufgrund eines geschwächten Immunsystems sowie der regelmäßigen Gefäßzugänge stark infektionsgefährdet. Insbesondere mit der Anwendung von zentralen Venenkathetern assoziierte Blutstrominfektionen (Central Line-Associated Bloodstream Infections; CLABSIs) sind Treiber von Morbidität, Mortalität und Gesundheitskosten [4]. Die Infektionsprophylaxe und die Verbesserung der Patientenversorgung haben daher hohe Relevanz [4-6]. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen Infektionen die zweithäufigste Todesursache unter Dialysepatienten dar [5]. Patienten, bei denen ein zentralvenöser Katheter zur Hämodialyse genutzt wird, weisen im Vergleich zu Patienten mit Shunt ein deutlich höheres Risiko für CLABSIs auf und haben ein erhöhtes Mortalitätsrisiko [6]. Studien konnten zeigen, dass präventive Strategien wie strikte Hygieneprotokolle und standardisierte Katheterhygiene mit antimikrobiellen Locklösungen das Risiko für CLABSIs signifikant senken können und damit zu einem Rückgang von Hospitalisierungen führten [4,6]. Dies unterstreicht die Bedeutung einer wirksamen Infektionsprophylaxe in dieser vulnerablen Patientengruppe. Hände- und Flächenhygiene: Empfehlungen im Überblick Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie betont daher die Notwendigkeit einer konsequenten Basishygiene als zentralen Eckpfeiler des Infektionsschutzes bei Dialysepatienten. Dazu zählt neben einer umfassenden Hände- und Flächenhygiene auch das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung, wie medizinischer Einmalhandschuhe oder Mund-Nase-Schutz [7]. Da die Patienten während der Dialyse bewirtet werden, ist insbesondere vor und nach der Bereitstellung von Essen und Getränken die Flächendesinfektion essenziell. In Deutschland sind etwa 80.000 Menschen dauerhaft auf eine Dialyse angewiesen [1-3]. Schätzungen gehen von einem beträchtlichen Anstieg der Dialysepflichtigen bis 2040 aus [2]. Die Dialyse ist mit hohen Belastungen für die Patienten wie für das Gesundheitssystem verbunden – hierzulande belaufen sich die Versorgungskosten auf rund 4,8 Mrd. Euro [2]. Quellen 1. Deutsche Nierenstiftung. Hämodialyse. https://www.nierenstiftung.de/fuer-betroffene/niere-a-bis-z/haemodialyse/#:~:text=Aktuell%20sind%20rund%2080.000%20 Menschen%20in%20Deutschland%20dauerhaft%20auf%20die%20Dialyse%20angewiesen (abgerufen am 27.08.2025) 2. Häckel D et al. (2021) Gesundheitswesen 83: 818–828. 3. Gemeinsamer Bundesausschuss. Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Veröffentlichung des Jahresberichts 2019 zur Qualität in der Dialyse. https://www.g-ba.de/downloads/39-261-4568/2020-11-20_QSD-RL_IQTIG-Jahresbericht-2019.pdf 4. Fisher M et al. (2019) Clin J Am Soc Nephrol 15(1): 132–151. 5. Rayner H et al. (2004) Nephrology Dialysis Transplantation 19(1): 108–120. 6. Boyce J (2012) Infect Control Hosp Epidemiol 33(9): 936–944. 7. Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (Hrsg.). Leitlinie zu Infektionsprävention und Hygiene 2019 als Ergänzung zum Dialysestandard. https://www.dgfn.eu/ dialyse-standard.html?file=files/content/leitlinien/hygieneleitlinie/20200127_LL-Hygiene-Einzelseiten.pdf Praxisnahe Materialien für die tägliche Routine Unterstützung bei der Umsetzung der Hygieneempfehlungen im Dialyse-Bereich bietet das HARTMANN SCIENCE CENTER. Das Poster mit den wichtigsten hygienerelevanten Schritten zum Download finden Sie hier: https://hartmannsciencecenter.com/uNPppe WISSEN 22
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