Wie verbreiten sich Viren?
Von begrenzt viruzid bis sporizid – Desinfektionsmittel sind in allen möglichen Wirkspektren erhältlich. Was bedeuten diese Begriffe? Benötige ich je nach Situation ein anderes Desinfektionsmittel? Wie finde ich das richtige Produkt? Wir erklären die verschiedenen Wirkspektren und was sie sowohl für den Gesundheitssektor als auch für den privaten Bereich bedeuten.
Eines der wichtigsten Kriterien zur Klassifizierung eines Desinfektionsmittels ist die Art des Erregers, gegen den es eingesetzt werden soll. Kein Produkt eliminiert alle denkbaren Keime – von Sporen bis zu Bakterien – gleichermassen effektiv [1]. Das renommierte Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland hat daher folgende Kategorien von Desinfektionsmitteln entwickelt [2]:
A: Desinfektionsmittel, die zum Abtöten von vegetativen Bakterien, einschliesslich Mykobakterien, und Pilzen, einschliesslich Pilzsporen, geeignet sind.
B: Desinfektionsmittel, die zur Inaktivierung von Viren geeignet sind.
C: Desinfektionsmittel, die zum Abtöten von Sporen des Milzbranderregers geeignet sind.
Mit anderen Worten, wir unterscheiden zwischen Desinfektionsmitteln, die hauptsächlich gegen Pilze, Bakterien, Viren oder andere Erreger kämpfen. Innerhalb dieser übergeordneten Kategorien nehmen wir jedoch weitere Unterscheidungen vor, was uns zum Wirkspektrum bringt, das auf den Etiketten von Desinfektionsmitteln wie Sterillium® zu finden ist.
Beginnen wir mit den Unterschieden zwischen Pilzen und Bakterien. Im Fall der ersteren ist der Begriff „fungizid“ besonders wichtig. Er bedeutet, dass das Desinfektionsmittel gegen alle Pilze, Pilzsporen und Hefen wirksam ist. Dazu gehören beispielsweise die bekannten Schimmelpilze. Wenn ein Produkt als „ levurozid “ gekennzeichnet ist, wirkt es nur gegen Hefen, wie den Candida albicans-Stamm.
Ein „bakterizides“ Desinfektionsmittel tötet Bakterien ab, einschliesslich aller Bakterien ausser den sogenannten Mykobakterien. Mykobakterien sind eine Gattung meist stäbchenförmiger Bakterien, zu denen beispielsweise Erreger von Lepra oder Tuberkulose gehören. Das Tuberkulose-Bakterium hat daher seine eigene Kategorie – „tuberkulozid“. Es gibt jedoch auch eine übergeordnete Kennzeichnung „mykobakterizid“, die alle Mykobakterien einschliesslich des Tuberkulosestamms umfasst.
Und es gibt eine weitere Besonderheit innerhalb der Kategorie A: Entgegen ihres Namens wirken Desinfektionsmittel mit einem „sporiziden“ Wirkungsspektrum nicht gegen Pilzsporen, sondern gegen Bakteriensporen. Dies gilt beispielsweise für Bakterien wie Clostridioides difficile, die eine Gastroenteritis mit Durchfall auslösen können und durch Schmierinfektion übertragen werden [3].


Bei den vielen unterschiedlichen Wirkspektren ist es für Laien nicht einfach zu wissen, welches Produkt am besten für die eigenen Bedürfnisse geeignet ist. Wenn Sie Desinfektionsmittel nur für private Zwecke verwenden – zum Beispiel um Ihre Hände nach einer Busfahrt zu desinfizieren – ist ein klassisches, alkoholbasiertes Desinfektionsmittel wie Sterillium® eine gute Wahl. Es schützt umfassend gegen Bakterien, Hefen und umhüllte Viren und rüstet Sie somit gegen die meisten im Alltag vorkommenden Krankheitserreger. Da Sterillium® auch die Kennzeichnung „begrenzt viruzide Wirkung“ trägt, bietet es auch einen wirksamen Schutz gegen Noroviren.
Beim Wählen des richtigen Desinfektionsmittels ist es immer gut zu wissen, mit welchem Erreger Sie es zu tun haben. Dies gilt besonders im Gesundheitssektor. Wenn Krankenhaus- oder Pflegeheimpersonal wissen, mit welchen Viren oder Bakterien ihre Patienten konfrontiert sind, können sie Infektionen gezielter bekämpfen. Dies bedeutet, dass sie nicht Desinfektionsmittel mit dem breitesten Wirkspektrum verwenden müssen. Auf diese Weise können Ausbrüche in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeheimen insgesamt besser verhindert werden [4].
Neben der Art des Erregers spielen auch andere subjektive Faktoren eine Rolle bei der Wahl des Desinfektionsmittels. Personen, die ein geruchloses Produkt bevorzugen, können Sterillium® pure – die parfümfreie Version von Sterillium® – wählen. Auch die Art des Wirkstoffs kann die Wahl beeinflussen. Für einige Menschen fühlt sich zum Beispiel ein propanolbasiertes Produkt wie Sterillium® besser auf den Händen an. Andere bevorzugen hingegen ein ethanolbasiertes Desinfektionsmittel wie Sterillium® med oder Sterillium® Gel.
Aber ganz gleich, welche Vorlieben Sie haben, die Sterillium®-Produktfamilie bietet das richtige Desinfektionsmittel für jeden. Hier finden Sie einen guten Überblick über die verschiedenen Sterillium®-Produkte.

[1] DESINFACTS 2/2021: So finden Sie das passende Desinfektionsmittel, S. 8
[2] Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren Stand: 31. Oktober 2017 (17. Ausgabe), S.1274 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Desinfektionsmittel/Downloads/BGBl_60_2017_Desinfektionsmittelliste.pdf?__blob=publicationFile
[3]Infektionsschutz.de/Clostridium difficile https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/clostridium-difficile/#:~:text=Clostridium%20difficile%20ist%20ein%20Bakterium,ver%C3%A4ndert%20oder%20sogar%20zerst%C3%B6rt%20wird.
[4] DESINFACTS 2/2020: Wirkspektrum„begrenzt viruzid PLUS“im Klinikalltag, S. 4-5
Pflichttexte zu Arzneimittel und Biozide, alternativ auch im Website-Footer.