Eine Wunde gilt als chronisch, wenn sie trotz geeigneter Therapie innerhalb eines angemessenen Zeitraums nur wenige oder keine Anzeichen der Wundheilung zeigt. Chronische Wunden entstehen meist nicht durch äußere Einwirkungen wie Schürfwunden oder Verbrennungen, sondern stehen häufig im Zusammenhang mit Grunderkrankungen, Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus oder anderen Faktoren, die den Stoffwechsel und die Gewebeversorgung beeinträchtigen. Dadurch kann die normale Wundheilung verzögert oder dauerhaft gestört werden.
Zu den häufigsten Arten chronischer Wunden zählen Dekubitus beziehungsweise Druckgeschwüre, Ulcus cruris beziehungsweise Unterschenkelgeschwüre sowie das diabetische Fußsyndrom. Diese Wunden benötigen ein strukturiertes Wundmanagement, eine fachgerechte Wundversorgung und regelmäßige Beurteilung, um den Heilungsverlauf bestmöglich zu unterstützen.
Je früher eine chronische Wunde erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Wundheilung. Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen einer schlecht heilenden Wunde richtig einzuordnen und frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.






