Inform | 2. Quartal 2019
Wechselkurseffekte beeinflusst. In Osteuropa nahm der Umsatz um 4,3 % zu, während er in West- und Süd- europa um 3,2 % gesteigert werden konnte. Nordeuropa ragte im Vergleich durch ein zweistelliges Wachstum heraus. In der Absatzregion Afrika, Asien und Ozeanien erzielte die HARTMANN GRUPPE ein Wachstum oberhalb des Konzerndurchschnitts. Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks im Krankenhausgeschäft sowie von niedri- geren Umsätzen aufgrund eines Bestandsabbaus beim Pharmagroßhandel blieb Deutschland auch mit einem Wachstum von 2,2 % hinter der Dynamik der Auslands- märkte zurück. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich von 67,4 % im Vorjahr auf 67,9 %. Steigende Rohstoffpreise reduzieren EBIT Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 53,4 Mio. EUR (Vorjahr 61,1 Mio. EUR) entspricht einer EBIT-Rendite von 5,0 % nach 5,9 % im Vorjahreszeit- raum. In diesem Rückgang spiegelt sich die Verteuerung wichtiger Rohstoffe, im Wesentlichen bei Zellulose, wider. Verstärkt wurde dieser Effekt überdies durch eine ungünstige Wechselkursentwicklung in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hinzu kamen Investitionen für Vertrieb und Verwaltung. Das Konzernergebnis verringerte sich um 5,1 Mio. EUR auf 35,9 Mio. EUR. Die Nettoumsatzrendite lag damit wie geplant bei 3,3 % gegenüber 4,0 % im Vorjahr. Weiterhin solide Finanzlage und Eigenkapitalbasis trotz Rückgang der Nettofinanzposition Die Nettofinanzposition der HARTMANN GRUPPE entwickelte sich mit -23,7 Mio. EUR (Ende 2018: 104,5 Mio. EUR) im ersten Halbjahr insgesamt rück- läufig. Im Wesentlichen ist der Rückgang gegenüber dem Stand zum Jahresende 2018 bedingt durch die Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und der damit verbundenen Verpflichtung zur bilanziellen Erfassung von Leasingverbindlichkeiten als Finanzverbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote verrin- gerte sich im Zuge der Bilanzverlängerung zum Vorjahr um 4,3-Prozentpunkte auf 56,1 % zum 30. Juni 2019. Leichter Anstieg der Beschäftigtenzahl Die Belegschaft nahm im ersten Halbjahr über alle Standorte hinweg leicht zu. Insgesamt beschäftigte die HARTMANN GRUPPE 11.110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Ende 2018: 11.027). Davon waren unver- ändert 43 % in Deutschland und 57 % an ausländischen Standorten tätig. Der Anstieg in Europa war vorrangig auf die Stärkung der KOB Medical Devices GmbH in Deutschland sowie auf den Ausbau des Produktionspersonals in Tschechien und der Vertriebsmannschaft in Frankreich zurückzu- führen. Die rückläufigen Zahlen außerhalb Europas resultieren insbesondere aus produktionsbedingten Anpassungen in Indien und Australien. Inform 1. Halbjahr 2019 | Geschäftsverlauf zum 1. Halbjahr 2019 5 Mitarbeiterzahl in der HARTMANN GRUPPE Außerhalb Europas Europa ohne Deutschland Deutschland 30. Juni 2019 31. Dezember 2018 11.110 1.085 5.247 4.778 11.027 1.164 5.114 4.749 Entwicklung des EBITDA, EBIT und Konzernergebnisses der HARTMANN GRUPPE jeweils per 30. Juni und in Mio. EUR 2019 100,2 94,0 2018 2019 35,9 41,0 2018 2019 53,4 61,1 2018 EBITDA EBIT Konzernergebnis
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