Inform | 1. Quartal 2022

INFORM INFORMATIONEN FÜR UNSERE AKTIONÄRE ZUM 1. QUARTAL 2022

DIE HARTMANN GRUPPE IM ÜBERBLICK INHALTSÜBERSICHT Die HARTMANN GRUPPE im Überblick 2 An unsere Aktionäre 3 Geschäftsverlauf 4 Die HARTMANN-Aktie 6 Russland-Ukraine-Krieg 7 Verschiedene Meldungen 9 Datenschutzhinweise 11 Impressum 12 Die HARTMANN GRUPPE ist ein führender europäischer Anbieter von Systemlösungen für Medizin und Pflege. Medizinisches Fachpersonal und Patienten verlassen sich jeden Tag auf HARTMANNs Produktmarken in den Segmenten Inkontinenzmanagement (u. a. MoliCare®), Wundversorgung (u. a. Zetuvit®) sowie Infektionsmanagement (u. a. Sterillium®). Dies bringen wir mit unserem Markenversprechen „Hilft. Pflegt. Schützt.“ zum Ausdruck. Das 1818 gegründete Unternehmen ist mit seinen Produkten und Lösungen in mehr als 130 Ländern präsent. Die HARTMANN GRUPPE setzt aktuell mit ihrem leistungsstarken, kundenorientierten und leidenschaftlichen Team ihr strategisches Transformationsprogramm für die Zukunft um. Sie wollen aktuelle Informationen zu HARTMANN? Folgen Sie uns unter: www.hartmann.info oder auf LinkedIn und Facebook. Veränderung zum Vorjahr 2021 2022 absolut in % Umsatzerlöse 593,3 560,8 −32,5 −5,5 davon Auslandsanteil in % 65,4 67,9 Organisches Umsatzwachstum in % 2,0 −6,1 Bereinigtes EBITDA 82,6 53,5 −29,1 −35,3 Bereinigte EBITDA-Rendite in % 13,9 9,5 Eigenkapitalquote in % 58,1 62,5 4,4 %-Punkte Nettofinanzstatus 85,3 36,0 −49,3 −57,8 KENNZAHLEN PER 31. MÄRZ DER HARTMANN GRUPPE in Mio. EUR, Rundungsdifferenzen nicht ausgeglichen Titelmotiv: Im 1. Quartal 2022 sind u. a. Materialkosten signifikant gestiegen; im Bild: Zelluloserollen zur Herstellung von Inkontinenzprodukten 2 Inform 1. Quartal 2022 | Die HARTMANN GRUPPE im Überblick

im 1. Quartal 2022 war die Geschäftsentwicklung von HARTMANN erstmalig seit Beginn der Pandemie nicht mehr maßgeblich von Corona geprägt. Die positive pandemiebedingte Sonderkonjunktur blieb aus. Die Märkte normalisierten sich auf reduziertem Niveau gegenüber der Wachstumsdynamik vor Corona. Haupteinflussfaktoren auf die ersten drei Monate waren die bereits seit letztem Jahr steigenden Material-, Transport- und Energiekosten. Der Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs hat diese noch einmal massiv erhöht. Um die deutlich gestiegenen Kosten in Teilen auszugleichen, hat HARTMANN notwendige Preiserhöhungen in den meisten Produktkategorien und Märkten angekündigt. Die Sicherung der Stabilität der Lieferketten bis hin zu unseren Kunden erfordert erneut großes Augenmerk. Parallel wird das Transformationsprogramm weiter fortgesetzt. Die Umsatzerlöse der HARTMANN GRUPPE lagen für das 1. Quartal 2022 bei 560,8 Mio. EUR, was einem moderaten organischen Umsatzrückgang von −6,1 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Das bereinigte EBITDA lag im ersten Quartal 2022 bei 53,5 Mio. EUR, ein Rückgang von −29,1 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2021. Insgesamt liegt HARTMANN mit den Quartalszahlen im Rahmen der Erwartungen. Je nach Fortgang des Russland-Ukraine-Kriegs hat HARTMANN mögliche Szenarien mit entsprechenden Gegenmaßnahmen und unterschiedlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung erarbeitet. Das wahrscheinlichste Szenario bestätigt die im Geschäftsbericht 2021 veröffentlichte Prognose mit einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA von 190 bis 230 Mio. EUR. Auf den Folgeseiten informieren wir Sie detailliert über unsere Finanzkennzahlen und greifen auch Themen auf, die uns bei HARTMANN bewegen: der Russland-Ukraine-Krieg, Nachhaltigkeit und – unverändert – die Corona-Pandemie. Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund! Ihre Britta Fünfstück

Kostensteigerungen haben wesentlichen Einfluss auf Geschäftsverlauf Die Geschäftsentwicklung von HARTMANN wurde im 1. Quartal 2022 nicht mehr maßgeblich von der Corona-Pandemie, sondern von den weltweit stark steigenden Material-, Transport- und Energiekosten geprägt. Über alle Geschäftssegmente hinweg erzielte das Unternehmen in den ersten drei Monaten Umsatzerlöse in Höhe von 560,8 Mio. EUR. Dies entspricht einem moderaten organischen Umsatzrückgang um −6,1 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im 1. Quartal blieb die positive pandemiebedingte Sonderkonjunktur aus und die Märkte normalisierten sich schrittweise auf einem reduzierten Niveau gegenüber der Wachstumsdynamik vor Corona. Gleichzeitig haben sich erhebliche Kostensteigerungen zum wesentlichen Einflussfaktor entwickelt: Bereits 2021 sind die Material-, Transport- und Energiekosten deutlich gestiegen. Der Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs hat diese Entwicklung noch einmal deutlich verschärft. Eine wichtige Managementaufgabe im 1. Quartal war die Sicherstellung der Versorgung von Kunden und Patienten mit Produkten und Dienstleistungen. Neben erforderlichen Preisanpassungen setzt das Unternehmen auf die weiterhin konsequente Umsetzung seines Transformationsprogramms, bei dem auch Kostensenkungen einen Schwerpunkt bilden. Markt normalisiert sich auf reduziertem Niveau Im Segment Wundversorgung erzielte HARTMANN in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 125,8 Mio. EUR. Dieser Wert entspricht einer organischen Umsatzsteigerung um 12,3 % gegenüber dem 1. Quartal 2021. Zu dieser Entwicklung hat die erhöhte Nachfrage nach traditionellen Wundprodukten sowie die erfolgreiche Umsatzentwicklung im Bereich der modernen Wundversorgung, wie superabsorbierende und silikonbeschichtete Produkte, beigetragen. Im Segment Inkontinenzmanagement lagen die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten des Jahres bei 171,7 Mio. EUR. Dies entspricht einem organischen Umsatzplus von 1,3 % gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals. Die langsame Normalisierung der Bettenauslastung in Alten- und Pflegeeinrichtungen trägt zur schrittweisen Erholung auf das vorpandemische Niveau bei. Zu den Wachstumstreibern des Segments zählten im ersten Quartal neben Einlagen und geschlechtsspezifischen Pants auch Hautpflegeprodukte. Gleichzeitig machten sich erhebliche negative Einflüsse durch gestiegene Material-, Transport- und Energiekosten bemerkbar. Diesen begegnete HARTMANN mit Preisanpassungen sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle. GESCHÄFTSVERLAUF ZUM 1. QUARTAL 2022 Das Segment Infektionsmanagement verzeichnete im Berichtszeitraum Umsätze in Höhe von 148,1 Mio. EUR und damit einen organischen Umsatzrückgang um −28,0 % gegenüber dem ersten Quartal 2021. Der Rückgang basiert vor allem auf dem Wegfall der positiven Corona-Sonderkonjunktur von Masken und Handschuhen. Zuwächse bei Produkten wie Tüchern und Sets für den OP-Bereich konnten diese Entwicklung nicht ausgleichen. Das Segment Komplementäre Divisionen der Gruppe erzielte Umsätze in Höhe von 115,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem organischen Umsatzwachstum von 4,4 % gegenüber dem ersten Quartal 2021. Bei der CMC-Gruppe hat vor allem die positive Umsatzentwicklung mit Babypflege- und Watteprodukten zu einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal geführt. Auch die KOB-Gruppe erzielte gegenüber dem Vergleichszeitraummit Zuwächsen in allen Produktkategorien, insbesondere bei Kompressionsverbänden, ein Umsatzplus. Bei der KNEIPP-Gruppe hingegen führte ein aktuell rückläufiger Markt zu einem spürbaren Umsatzrückgang. Weiter rückläufige Umsätze in Europa Im Kernabsatzmarkt Deutschland lag im 1. Quartal ein organischer Umsatzrückgang von −13,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres vor. Im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA, ohne Deutschland) ergab sich ein organischer Umsatzrückgang von −3,0 %. In der Region Asien-Pazifik (APAC) verzeichnete HARTMANN ein organisches Umsatzplus von 2,3 %. In der Region Americas blieb die organische Umsatzentwicklung stabil. UMSATZANTEILE NACH SEGMENTEN in Mio. EUR und Prozent 125,8 | 22,4 % 115,3 | 20,6 % 171,7 | 30,6 % 148,1 | 26,4 % Wundversorgung Komplementäre Divisionen der Gruppe Inkontinenzmanagement Infektionsmanagement 4 Inform 1. Quartal 2022 | Geschäftsverlauf zum 1. Quartal 2022

Steigende Kosten belasten Ergebnis Im 1. Quartal 2022 beträgt das bereinigte EBITDA 53,5 Mio. EUR. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang um −29,1 Mio. EUR. Die EBITDA-Rendite liegt bei 9,5 %. Die Ursachen für diese Entwicklung liegen neben den Umsatzrückgängen vor allem im starken Anstieg der Material-, Transport- und Energiekosten. Höhere Eigenkapitalquote Zum Ende des 1. Quartals 2022 lag die Eigenkapitalquote von HARTMANN mit 62,5 % um 4,4 %-Punkte über dem Vorjahreswert von 58,1 %. Der Nettofinanzstatus lag bei 36,0 Mio. EUR und damit unter dem Wert von 80,6 Mio. EUR vom 31. Dezember 2021. Grund dafür ist eine erhöhte Kapitalbindung im Wesentlichen durch einen gestiegenen Vorratsbestand zur Sicherung der Lieferketten an unsere Kunden. Stabile Beschäftigtenzahl Zum 31. März 2022 beschäftigte die HARTMANN GRUPPE weltweit 10.544 Menschen. Dieser Wert liegt mit einem Rückgang von −0,8 % leicht unter der Beschäftigtenzahl zum Ende des Geschäftsjahres 2021. Dies ist vor allem auf eine niedrigere Beschäftigtenzahl bei KOB in Indien zurückzuführen. ANTEILE DER REGIONEN AM GESAMTUMSATZ in Mio. EUR und Prozent 179,9 | 32,1 % 33,6 | 6,0 % 330,5 | 58,9 % 16,8 | 3,0 % Deutschland APAC EMEA (ohne Deutschland) Americas MITARBEITERZAHL IN DER HARTMANN GRUPPE 5.281 923 5.260 4.375 972 31.03.2022 31.12.2021 Deutschland Europa ohne Deutschland Außerhalb Europa 10.628 10.544 Mitarbeiter 4.361 Ausblick Aufgrund der unklaren Entwicklung des Russland-UkraineKriegs, der Material-, Transport- und Energiekosten sowie der Corona-Pandemie unterliegt der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 einer großen Streuungsbreite. HARTMANN managt diese Situation aktiv. Je nach Fortlauf des Russland-Ukraine-Kriegs hat das Unternehmen mögliche Szenarien mit entsprechenden Gegenmaßnahmen und unterschiedlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung erarbeitet. Das wahrscheinlichste Szenario bestätigt die aktuelle Prognose für das Geschäftsjahr 2022 mit einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA von 190 bis 230 Mio. EUR. Auch vor dem Hintergrund der auf die Corona-Pandemie folgenden erneuten internationalen Krise wird HARTMANN in den kommenden Monaten die Umsetzung seines Transformationsprogramms konsequent fortführen. Dieses leistet angesichts der enormen Herausforderungen einen maßgeblichen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung einer führenden europäischen Marktposition in den Kernsegmenten. 5 Inform 1. Quartal 2022 | Geschäftsverlauf zum 1. Quartal 2022

BASISINFORMATIONEN ZUR HARTMANN-AKTIE WKN 747404 ISIN DE0007474041 Handelsplatz Wertpapierbörse Frankfurt Segment Open Market Aktienart Girosammelverwahrte Namensstückaktien Grundkapital 91,3 Mio. EUR Anzahl Aktien 3.572.424 Stück, davon 20.682 Stück eigene Aktien DIE HARTMANN-AKTIE Entwicklung der HARTMANN-Aktie Der Schlusskurs der HARTMANN-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse lag Ende März 2022 bei 336 EUR je Stück und damit um 1 EUR unter dem Jahresendkurs 2021 (337 EUR). Das HARTMANN-Aktionärsportal: Jetzt den Online-Service für Aktionäre nutzen! Das Aktionärsportal bietet für jeden Aktionär vielfältige Services und Funktionen. Über das Portal können Sie sich für die elektronische Quartalskommunikation und den elektronischen Einladungsprozess für die Hauptversammlung registrieren. AußerdemkönnenSiesich imVorfelddernächstenHauptversammlung der PAUL HARTMANN AG ganz einfach über das Aktionärsportal online anmelden. Damit entscheiden Sie sich bewusst dafür, auf den Versand in Papierform zu verzichten und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz. Auch Ihre Kontaktdaten oder Ihren Aktienbestand können Sie im Aktionärsportal schnell und komfortabel per Mausklick einsehen. Wir freuen uns auf Sie! Wir freuen uns auf Sie! www.hartmann.de/portal ENTWICKLUNG DER HARTMANN-AKTIE IM VERGLEICH ZUM EURO STOXX 50 Monatsschlusskurse indexiert, 31. März 2021 (= 100 Prozent) bis 31. März 2022 PAUL HARTMANN AG (Frankfurt) EURO STOXX 50 2021 2022 April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jan. Feb. März 130 120 110 100 90 80 80 90 100 110 120 130 31.03.2022 336,00 EUR 380,00 EUR 31.03.2021 6 Inform 1. Quartal 2022 | Die HARTMANN-Aktie

RUSSLAND-UKRAINE-KRIEG: HARTMANN ERGREIFT INITIATIVE UND HILFT BETROFFENEN Umgehende Unterstützung für Hilfsorganisationen HARTMANN hat sofort nach Beginn des Kriegs einen Arbeitskreis zur Koordinierung von Hilfsleistungen einberufen. Noch im Februar leistete das Unternehmen Soforthilfe in Form von Geld- und Sachspenden, u. a. an das Deutsche Rote Kreuz und die Not- und Katastrophenhilfeorganisation humedica e.V. Insgesamt umfassten die Transporte über 200 Paletten, hauptsächlich mit Hilfsgütern für Wundversorgung, chirurgische Eingriffe und Inkontinenz. Die gespendeten Waren wurden direkt in die Krisen- und Flüchtlingsregionen geliefert. Hilfe für Angehörige Bei HARTMANN Tschechien waren schon vor Beginn des Kriegs rund 300 ukrainische Mitarbeitende mit Familienangehörigen in der Ukraine beschäftigt. Mehr als 150 dieser Angehörigen sind seit Februar in die Tschechische Republik geflohen. HARTMANN hilft den Geflüchteten nicht nur mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten. Das Unternehmen unterstützt sie auch bei Behördengängen und Unterkünften. Darüber hinaus hat HARTMANN in der Produktion am Standort Veverská Bítýška knapp 60 Arbeitsplätze für die Geflüchteten bereitgestellt. Das Angebot wird aktuell durch weitere Arbeitsplätze in Verwaltung und Produktion ergänzt. HARTMANN verurteilt jegliche Aggression, die Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet. Das Unternehmen hat sofort wesentliche Geld- und Sachspenden an Hilfsorganisationen getätigt sowie zahlreiche Hilfslieferungen unterstützt. Große Unterstützung gab es seitens HARTMANN und seiner Mitarbeitenden auch für die 300 ukrainischen Kolleginnen und Kollegen in Tschechien. Sie sind direkt vom Krieg betroffen, ihre Familien geflüchtet. Neben Geld- und Sachspenden erhielten geflüchtete Familienangehörige Hilfe bei Behördengängen, der Arbeits- und der Wohnungssuche. In den letzten Jahren hat HARTMANN in Krisen stets Stärke und Verantwortung gezeigt. Auch jetzt wird deutlich: Das Unternehmen ergreift Initiative.

Große Hilfsbereitschaft auch bei HARTMANN Mitarbeitenden Parallel zu den umfangreichen Hilfsaktivitäten des Unternehmens rückten auch die Mitarbeitenden von HARTMANN zusammen und zeigten Initiative: In der Schweiz, Deutschland und der Tschechischen Republik spendeten sie im Rahmen verschiedener Aktionen Gehalt, Überstunden und Urlaubstage. Innerhalb kürzester Zeit kamen so fast 80.000 EUR zusammen. Das Geld kommt den geflüchteten ukrainischen Familien am HARTMANN Standort Veverská Bítýška in der Tschechischen Republik zugute. Medizinische Güter für Russland Mit einem Standort in Moskau ist HARTMANN auch in Russland präsent. Die UN-Menschenrechtscharta stuft Gesundheitsversorgung als Grundrecht ein, weswegen Medizinprodukte von Sanktionen und Embargos ausgenommen sind. Wie viele international tätige Gesundheitsunternehmen sieht sich HARTMANN in der Pflicht, die Verfügbarkeit von Medizinprodukten auch für Russland zu sichern und damit der Verantwortung gegenüber den Patienten vor Ort gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund hat HARTMANN entschieden, die Produktion von Wundversorgungsprodukten in Russland aufrecht zu erhalten. Das nach Russland exportierte Produktportfolio hat HARTMANN angepasst und beliefert den russischen Markt derzeit ausschließlich mit Produkten für den medizinischen Gebrauch. Lokale Marketingmaßnahmen wie auch Investitionsprojekte wurden gestoppt. Soforthilfe: HARTMANN spendete gruppenweit über 200 Paletten mit Hilfsgütern an Betroffene des Russland-Ukraine-Kriegs. Angesichts der humanitären Katastrophe in der Ukraine sind wir als Unternehmen sehr stolz auf die enorme Hilfsbereitschaft und den Zusammenhalt unserer Mitarbeitenden an den unterschiedlichen Standorten. Britta Fünfstück, CEO der HARTMANN GRUPPE 8 Inform 1. Quartal 2022 | Russland-Ukraine-Krieg

Umweltfreundliche Produkte: HARTMANN arbeitet an intelligentem Produktdesign und nachhaltigen Verpackungen HARTMANN verbessert kontinuierlich die Nachhaltigkeit seiner Produkte. Dabei setzt das Unternehmen auf intelligentes Produktdesign, nachhaltige Materialien, optimierte Verpackungen und die Vermeidung von Abfall. Nachhaltige Materialien Das Unternehmen nutzt in vielen Bereichen Kartonagen aus Recyclingfasern. An Standorten mit einer großen Menge an holzbasierten Materialien hat HARTMANN entsprechende Lieferkettenzertifizierungen wie etwa die FSC®-Chain-of-Custody-­ Zertifizierung implementiert („Lieferkettenzertifizierung“, FSC® C131245). Zellulose und sonstige Zellstofffasern stellen bei HARTMANN den größten Anteil am Rohstoffbedarf. Den Zellstoff für Inkontinenzprodukte bezieht das Unternehmen hauptsächlich aus zertifizierten Wäldern in Nordamerika und Skandinavien. Der gesamte Zellstoff ist ohne Chlorgas gebleicht. Dies reduziert die Menge absorbierbarer organischer Halogene (AOX) im Abwasser. Auch die Tochtergesellschaften haben mit Blick auf Roh- und Inhaltsstoffe zahlreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen ergriffen: Die von KNEIPP produzierten Duschprodukte und Handseifen bestehen zu 98 % aus biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen. Außerdem optimiert KNEIPP kontinuierlich die Packmittelkonzepte und setzt dabei unter anderem auf natürliche Papieralternativen ohne frische Holzfasern. Bis Jahresende werden diese bei allen Umverpackungen zum Einsatz kommen. Ab Ende des kommenden Jahres sollen alle Verpackungen vollständig recyclingfähig sein und bis 2025 will KNEIPP alle Plastikverpackungen, also auch recyceltes Plastik, durch nachhaltigere Alternativen ersetzen. Erste Erfolge dieser Strategie sind bereits messbar: Im Vergleich zu 2018 hat KNEIPP im vergangenen Jahr gut ein Viertel der Kunststoffe in den Verpackungen eingespart. KOB bietet latexfreie kohäsive Fixierbinden sowie Kompressions- und Stützbinden mit hohem Naturfaseranteil. Außerdem setzt das Unternehmen überwiegend Faltschachteln und Versandkartons aus 100 % recyceltem Material sowie vereinzelt Verpackungen aus zertifizierten, nachwachsenden Rohstoffen ein. CMC stellt biologisch abbaubare Wattestäbchen mit umweltfreundlichen Papierschäften und -verpackungen her, bietet Wattepads in PE-Beuteln mit Rezyklatanteil an und verpackt einen Großteil der Medizinprodukte für den Retail in Papierverpackungen. Abfallvermeidung und Materialeinsparung HARTMANN treibt mit verschiedenen Maßnahmen die Einsparung von Material und die Vermeidung von Abfall voran. So überprüft und optimiert das Unternehmen im Segment Infektionsmanagement kontinuierlich den Materialeinsatz und die Verpackungskonzepte. Bei den OP-Abdeckungen sorgen Änderungen im Design für einen optimierten Materialeinsatz und damit verbesserte Transport-, Lager- und Sterilisationsbedingungen. Bei der Herstellung der Desinfektionstücher Mikrobac® Tissues setzt HARTMANN bereits seit 2017 auf den Einsatz eines Konzentrats in der Herstellung, der zu Einsparungen von mehr als 80 %beimTransportaufwand führt. Außerdem ist es HARTMANN gelungen, das Leervolumen der 750-ml-Flasche des Desinfektionsmittels Bacillol® 30 Sensitive Foam um 30 cm3 zu verringern und damit den Materialaufwand zu reduzieren. Auch im Segment Inkontinenzmanagement reduziert HARTMANN mit optimierten Produkten das Verpackungsvolumen und damit den Platzbedarf bei Straßentransporten und Lagerung. Die 2020 erfolgreich im Markt eingeführten Verpackungsoptimierungen bei den MoliCare® Bed Mats sorgten allein im vergangenen Jahr für eine Einsparung von 20.000 Paletten bei den dafür erforderlichen Lager- und Transportkapazitäten. HARTMANN wird dieses Optimierungsprogramm künftig auf weitere Inkontinenzsortimente ausweiten. Weitere Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit bei HARTMANN finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2021 und auf hartmann.de/sustainability. Alle Verpackungen von KNEIPP sollen ab Ende des kommenden Jahres vollständig recyclingfähig sein. VERSCHIEDENE MELDUNGEN 9 Inform 1. Quartal 2022 | Verschiedene Meldungen

Sicher durch die Pandemie: Schutz der Mitarbeitenden hat weiter höchste Priorität HARTMANN beschäftigt über 10.500 Menschen. Die Gesundheit aller Mitarbeitenden zusammen mit der Sicherstellung des Versorgungsauftrags als systemrelevanter Partner der Gesundheitssysteme ist seit Beginn der Corona-Pandemie eine besonders hohe Priorität. Angesichts der hohen Infektionszahlen entschied das Unternehmen deshalb nach dem Wegfall der gesetzlichen 3G-Regelung am Arbeitsplatz im März, die betrieblichen Corona-Regelungen für eine Übergangszeit fortzuführen. Dazu zählen u. a. Masken-, Abstands- und Hygieneregeln ebenso wie Vorgaben zu Bürobelegung. Erweitertes Impfangebot Bereits im Dezember 2021 hat HARTMANN das bestehende firmeninterne Corona-Impfangebot in Deutschland um die Schutzimpfung mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna erweitert. Seit März 2022 bietet das Unternehmen dort bislang ungeimpften Beschäftigten auch eine Impfung mit dem neuen Corona-Impfstoff von Novavax an. Zurück zur Normalität Direkt zu Beginn der Corona-Pandemie hat HARTMANN eine globale Task Force eingerichtet. Sie verantwortet die laufende Analyse und Steuerung der zahlreichen pandemiebedingten Maßnahmen. Die Task Force begleitet das Unternehmen nun auf dem Weg in eine zunehmende Normalität. Dabei bleibt der Fokus weiterhin auf dem Schutz aller Mitarbeitenden, der konstanten Gewährleistung des Versorgungsauftrags und der Sicherung der Produktion an allen Standorten. Corona-Impfung bei HARTMANN: Seit März 2022 auch mit dem neuen Wirkstoff von Novavax möglich. 10 Inform 1. Quartal 2022 | Verschiedene Meldungen

Datenschutzhinweise: Quartalsinformationen und Geschäftsbericht der HARTMANN GRUPPE 1) Zwecke der Datenverarbeitung und Rechtsgrundlage Wir übersenden Ihnen, den Aktionären der PAUL HARTMANN AG, automatisch verschiedene Informationen, um Sie über die Entwicklung der HARTMANN GRUPPE und aktuelle Marktentwicklungen zu informieren. Zu diesen Informationen gehören insbesondere Finanzinformationen, beispielsweise die Übersendung von Quartalsinformationen (insbesondere unseres Aktionärsmagazins „Inform“) und, sofern Sie um postalische Übersendung gebeten haben, des jährlichen Geschäftsberichts der HARTMANN GRUPPE. Gleichzeitig stehen eine Online-Version der Quartalsinformationen und des Geschäftsberichts auf unserer Internetseite hartmann.de/ir unter dem Menüpunkt „Downloads“ und im Aktionärsportal für Sie bereit. Wenn Sie künftig die Quartalsinformationen und/oder den Geschäftsbericht nicht mehr oder ausschließlich elektronisch erhalten wollen, wenden Sie sich bitte an PAUL HARTMANN AG, Investor Relations, Postfach 14 20, 89504 Heidenheim oder per E-Mail an ir@hartmann.info. Für die Zusendung der Informationen sowie ggf. des Geschäftsberichts verarbeitet die PAUL HARTMANN AG Ihre personenbezogenen Daten (Name und Vorname, Anschrift, ggf. Aktionärsnummer) jeweils auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 6 (1) S. 1 lit. f) DSGVO). 2) Empfänger von personenbezogenen Daten Sofern Sie uns Ihre Daten nicht selbst zur Verfügung stellen, erfolgt dies über die Depotbank. Die von uns für diese Zwecke beauftragten Dienstleister verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten ausschließlich nach unserer Weisung und nur soweit dies für die Ausführung der beauftragten Dienstleistung erforderlich ist. Alle Mitarbeiter der PAUL HARTMANN AG und der beauftragten Dienstleister, die Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten haben und/oder diese verarbeiten, sind verpflichtet, diese Daten vertraulich zu behandeln. 3) Löschung der personenbezogenen Daten Wir löschen Ihre personenbezogenen Daten im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen. Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten solange hierfür eine entsprechende Rechtsgrundlage vorliegt. Die vorgenannten Angaben zur Löschung gelten nicht, soweit u. a. gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungsfristen der unverzüglichen Löschung entgegenstehen. 4) Ihre Datenschutzrechte Unter den gesetzlichen Voraussetzungen haben Sie das Recht, Auskunft über Ihre verarbeiteten personenbezogenen Daten zu erhalten, die Berichtigung oder Löschung Ihrer personenbezogenen Daten oder die Einschränkung der Verarbeitung zu beantragen. Zudem stehen Ihnen ein Widerspruchsrecht sowie ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde zu. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Sie einer Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu den genannten Zwecken jederzeit ohne Angabe von Gründen widersprechen. 5) Verantwortliche Stelle und Kontaktwege Bitte wenden Sie sich hierzu jeweils an: PAUL HARTMANN AG, Investor Relations, Postfach 14 20, 89504 Heidenheim oder per E-Mail an ir@hartmann.info. Für Anmerkungen und Rückfragen zu der Verarbeitung von personenbezogenen Daten erreichen Sie unseren Datenschutzbeauftragten unter: PAUL HARTMANN AG, Datenschutzbeauftragter, Paul-Hartmann-Straße 12, 89522 Heidenheim, datenschutz@hartmann.info. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie auf unserer Internetseite unter: https://www.hartmann.info/de-de/datenschutz. 11 Inform 1. Quartal 2022 | Datenschutzhinweise

Impressum Herausgeber: PAUL HARTMANN AG Postfach 14 20 89504 Heidenheim Deutschland Investor Relations: Monika Faber Telefon +49 7321 36-1105 E-Mail: ir@hartmann.info External Communications: Stephanie Reuter (V.i.S.d.P.) Telefon +49 7321 36-1393 E-Mail: presse@hartmann.info Stand: 29. April 2022 Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten abweichen. Rundungsdifferenzen nicht ausgeglichen. Investor Relations www.hartmann.de/ir Aktuelles aus der HARTMANN GRUPPE www.hartmann.de/presse PAUL HARTMANN AG I Postfach 14 20 I 89504 Heidenheim I Deutschland Hilft. Pflegt. Schützt.

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