Inform | 1. Quartal 2021
Corona-Pandemie bestimmt weiterhin den Geschäftsverlauf Die weltweite Bekämpfung der Corona-Pandemie hat die Ge- schäftsentwicklung der HARTMANN GRUPPE in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres erneut stark beein - flusst. Das Unternehmen erzielte in diesem Zeitraum insgesamt ein organisches Umsatzplus von 2,0 %. Die Umsatzerlöse über alle Geschäftssegmente hinweg beliefen sich auf 593,3Mio. EUR. Werden Währungseffekte (−1,0 %) und Akquisitionen / Desin - vestitionen (−2,7 %) einbezogen, reduziert sich der Gesamt umsatz um −1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch konnte die Umsatz- und Ergebnisdynamik im Vergleich mit dem vierten Quartal 2020 nicht gehalten werden. Lediglich das Geschäfts- segment Infektionsmanagement ist durch die Nachfrage nach Schutzprodukten Corona-bedingt gewachsen. Insgesamt spiegelt die Umsatzentwicklung eine allgemein deut- lich geringere Marktnachfrage und die hohen Lagerbestände der Kunden bei Desinfektionsprodukten wider. Weiterhin reduzierte planbare Operationen und Arztbesuche sowie ein niedrigeres Niveau in der Zimmerbelegungsrate in Krankenhäusern und Pflegeheimen sorgten für eine schwächere Nachfrage in den meisten Geschäftssegmenten von HARTMANN. Umsatzrückgang in fast allen Geschäftssegmenten Im Segment Wundmanagement erzielte HARTMANN im Zeitraum Januar bis März 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 111,4 Mio. EUR. Das Vorhalten von Klinikkapazitäten, redu - zierte Operationen sowie eine geringere Frequenz von Arzt- und Apothekenbesuchen führten insgesamt zu einem organischen Anteile der Regionen am Gesamtumsatz in Mio. EUR und Prozent 205,5 | 34,6% 45,0 | 7,6% 326,8 | 55,1% 16,0 | 2,7% Deutschland Afrika, Asien, Ozeanien Europa ohne Deutschland Amerika GESCHÄFTSVERLAUF ZUM 1. QUARTAL 2021 Umsatzrückgang von −1,3 %. Damit fällt das Segment hinter die Geschäftszahlen des Vergleichszeitraums 2020 zurück. Insbesondere das Geschäft mit traditionellen Verbandsstoffen, wie z. B. Fixier- und Kompressionsbinden oder Pflastern ist vom Umsatzrückgang betroffen. Positiver entwickelten sich moderne Wundbehandlungskonzepte wie superabsorbierende Wundauflagen. Im Segment Inkontinenzmanagement lagen die Umsatzerlöse im aktuellen Berichtszeitraum bei 168,6 Mio. EUR. Dies ent - spricht einem organischen Umsatzrückgang von −9,5 %. Auf - grund einer geringeren Bettenauslastung wurden insbesondere Produkte weniger nachgefragt, die in der Pflege in Krankenhäu - sern und Altenheimen eingesetzt werden. Zudem hatten sich die Kunden zu Beginn der Corona-Pandemie, als noch viele Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs bestanden, sehr stark mit Inkontinenzprodukten bevorratet. Dieser Effekt blieb im ersten Quartal 2021 aus. Das Segment Infektionsmanagement verzeichnete im Berichts- zeitraum Umsätze in Höhe von 203,4 Mio. EUR. Das organische Wachstum lag bei 23,9 %. Maßgeblich getrieben wurde diese Entwicklung durch die nach wie vor hohe Nachfrage nach Schutzbekleidung, beispielsweise Handschuhe. Die Umsätze mit vorkonfektionierten medizinischen Komplettsets, den so - genannten MediSets ® , sind hingegen durch eine reduzierte An- zahl an Operationen und Arztbesuchen deutlich zurückgegan- gen. Ebenso war das Geschäft mit Desinfektionsprodukten aufgrund der hohen Lagerbestände der Kunden und einer all - gemein nachlassenden Marktnachfrage deutlich rückläufig. Umsatzanteile nach Segmenten in Mio. EUR und Prozent 111,4 | 18,8% 109,9 | 18,5% 168,6 | 28,4% 203,4 | 34,3% Wundmanagement Weitere Konzernaktivitäten Inkontinenz- management Infektions management 4 Inform 1. Quartal 2021 | Geschäftsverlauf zum 1. Quartal 2021
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