Geschäftsbericht 2021 der HARTMANN GRUPPE

Geschäftsbericht 2021 | Konzernabschluss 53 Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Finanzierungskosten sind nicht enthalten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gewähren einen unbedingten Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung und werden beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Fair Value unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert. Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen wird erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter und Dienstleistungen erhält. Zu diesem Zeitpunkt ist der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt, das heißt, dass die Fälligkeit ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf eintritt. Die Folgebewertung wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich der Wertminderung durchgeführt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der nach IFRS 9 vorgeschriebene vereinfachte Ansatz zur Risikovorsorge für erwartete Kreditrisiken angewendet. Dieser schreibt die Erfassung von Wertminderungen für erwartete Verluste auf die Lebenszeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor. Hierzu werden innerhalb des Konzerns bei dem Großteil der Gesellschaften die Kunden in Risikoklassen eingeteilt und individuell unter Beurteilung von externen Ratinginformation, Insolvenz-Indizes sowie interner Beurteilungsmaßstäbe bewertet. Für einige wenige Gesellschaften erfolgt die Ermittlung der Wertberichtigungen portfoliobasiert, wobei die erwarteten Verluste auf Basis von historischen Ausfallraten ermittelt werden und um zukunftsgerichtete Elemente ergänzt werden. Zur Feststellung objektiver Hinweise auf eine Wertminderung erfolgt zusätzlich zum Jahresende eine Durchsicht aller ausstehenden Beträge. Bei der HARTMANN GRUPPE werden diese objektiven Hinweise, wie zum Beispiel Insolvenzen, kundengruppenspezifisch beurteilt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Zahlungsmittel Zahlungsmittel werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung enthält der Finanzmittelbestand Bargeld, jederzeit abrufbare Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von höchstens drei Monaten. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird, statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“. Hierbei ist der Verkauf der langfristigen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen innerhalb der nächsten 12 Monate als höchst wahrscheinlich anzusehen. Eigenkapital Externe Kosten werden unter Berücksichtigung der Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Sofern sie direkt der Emission von neuen Aktien zugerechnet werden können und es sich nicht um Unternehmenserwerbe handelt. Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Dividenden für Stammaktien werden in der Periode vom Eigenkapital abgezogen, in der sie beschlossen wurden. Wenn die PAUL HARTMANN AG oder eines ihrer Tochterunternehmen eigene Aktien der PAUL HARTMANN AG kauft, wird die bezahlte Gegenleistung einschließlich zurechenbarer Transaktionskosten unter Berücksichtigung der Steuereffekte vom Eigenkapital abgezogen. Wenn solche Aktien später verkauft oder neu ausgegeben werden, wird die erhaltene Gegenleistung wieder im Eigenkapital erfasst. Im Berichtsjahr kam es nicht zu einem Erwerb oder Verkauf eigener Aktien.

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