Wundsymposium Herdecke

Symposium Wundbehandlung – ganzheitlich und phasengerecht

Die gesundheitspolitischen Veränderungen des Jahres 2020 und die phasengerechte Wundbehandlung mit Lösungen für einen wirksamen und einfachen Heilungsprozess standen im Fokus eines HARTMANN-Symposiums in Herdecke.

von der HARTMANN Online-Redaktion 9/21/2020
Wundsymposium Herdecke
Das breite Thema Wundbehandlung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, war die Aufgabenstellung beim HARTMANN Symposium, das am 26. August als Nachmittagsevent im nordrhein-westfälischen Herdecke. Eingeladen waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus niedergelassenen Arztpraxen – EVAs, MFAs und VERAHs – und 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei, als vier Experten Einblicke in die ambulante Versorgungssituation gaben.
Den Auftakt machte Steffi Nawrath mit dem Thema „Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden – relevante gesundheitspolitische Veränderungen 2020 im Rahmen der Erstattungsfähigkeit“. Als Senior Manager Regionales Krankenkassenmanagement im Referat Gesundheitspolitik der PAUL HARTMANN AG gab sie einen kompetenten Überblick über den aktuellen Stand in der Diskussion rund um die Erstattungsfähigkeit von Verbandmitteln und Wundauflagen. So ging es unter anderem um die Frage, was „klassische Verbandmittel“ von „sonstigen Produkten zur Wundbehandlung“ unterscheidet und zu welchen Terminen welche Änderungen in Kraft treten.

Aus der Praxis, für die Praxis

Einen Blick in die Praxis bot anschließend Christina Tacetta aus Hagen. Als Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) und Assistentin für Wundmanagement versorgt sie Patienten sowohl in der häuslichen als auch in der stationären Pflege und ist damit eine wertvolle Unterstützung in der Arbeit des Arztes. Sie präsentierte in Herdecke zahlreiche Fallbeispiele und konnte den Zuhörern damit wertvolle, praxisorientierte Tipps an die Hand geben für eine ganzheitliche und somit qualitativ hochwertige Versorgung. „Ganz wichtig ist neben dieser ganzheitlichen Betrachtung immer eine gute Klassifizierung der Wunden in die entsprechenden Phasen“, betonte sie.

Das bestätigte auch der dritte Referent und sprach von Herausforderungen in den unterschiedlicher Wundheilungsphasen und Strategien im Versorgungsalltag. Norbert Kolbig ist Leiter der Stabstelle Wundmanagement am Universitätsklinikum Düsseldorf und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der ICW e.V. und betreut sowohl Patienten in der Klinik als auch im ambulanten Bereich. „Phasengerechte Wundversorgung bei Patienten mit chronischen Wunden“ war sein Vortrag überschrieben und er zeigte detailliert die Stolpersteine und Herausforderungen während der Behandlung auf. Er unterstrich noch einmal die Bedeutung der differenzierten Diagnose und korrekten Klassifikation für eine phasengerechte Wundbehandlung.Im Fokus stand, wie man in den einzelnen Wundheilungsphasen den Körper unterstützen kann. Insbesondere in der Reinigungsphase mit der Wundspülung und in der Epthelisierung die Migration der Epithelzellen „Zu häufige Verbandwechsel können z. B. neu entstehendes Epithel zerstören“, sagt er. Zudem gab es Tipps für die Wundspülung und betonte die Wichtigkeit der Patientenadhärenz. „Nur wenn man den Patienten mit im Boot hat, kann die Behandlung erfolgreich sein.“



Wundsymposium Herdecke
Weiter vertieft wurde das Thema der phasengerechten Wundbehandlung im letzten Vortrag des Nachmittags. Aynur Sönmez-Yekta, Master of Science in Nursing (MScN) und Spezialist Medical Networks (SMN) bei HARTMANN, stellte die HydroTherapie vor, ein Therapiekonzept, das mit nur zwei Präparaten – HydroClean und HydroTac – alle Phasen von der der Wundreinigung bis zur Epithelisierung abdeckt und damit eine professionelle, phasengerechte Wundbehandlung einfacher und wirtschaftlicher macht. Beide Produkte konnten im Anschluss auf dem „Marktplatz“ gleich in Augenschein genommen werden.
Wundsymposium Herdecke

„Das Ziel des Symposium war es, im Licht der aktuellen für die Wundversorgung relevanten gesundheitspolitischen Veränderungen Lösungen für einen wirksamen Heilungsprozess aufzuzeigen“, fasst Aynur Sönmez-Yekta die Aufgabe für den spannenden Nachmittag zusammen – und ist überzeugt, dass dies voll und ganz gelungen ist.

Die zahlreichen Fragen zu den jeweiligen Themen und die anschließenden Diskussionen zeigten die Relevanz der Themen für die Zielgruppe, die das Event auch für das persönliche „Netzwerken“ nutzte. Besonders hervorgehoben wurde von den Teilnehmern die Auswahl der Referenten und die praxisnahen Tipps. So lautete beispielsweise ein Kommentar: "Diese Veranstaltung hat mir zum einen aktuelle Informationen geboten wie z. B. zur Verbandmitteldiskussion, zum anderen nehme ich viele Impulse hinsichtlich einer wirksamen und einfachen Wundversorgung mit wie z.B. das Hydrotherapiekonzept und das Konzept zur hochqualifizierten Weiterbildungsmaßnahme zur VERAH* mit.

* VERAH: Versorgungsassistent/in in der Hausarztpraxis)