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Hygiene in Deutschland: Mehr Ekel vor Toiletten als vor Tastaturen

1000 Befragte, 1000 Meinungen: Was denkt Deutschland über Hygiene im Alltag? Im Auftrag der PAUL HARTMANN AG untersuchte das unabhängige Marktforschungsinstitut Psyma Health & CARE, welches Sauberkeitsempfinden die Bundesbürger haben. Beruhigend: Deutschland tickt weitestgehend sauber.

von der HARTMANN Online-Redaktion 28.01.2020
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Immerhin 37 % der Befragten würden einem erkälteten Menschen nicht die Hand geben. 52 % bleiben höflich, waschen sich danach aber die Hände oder desinfizieren sie sogar. Vor allem Frauen greifen häufiger zu diesem Mittel. Um sich im Alltag vor Keimen zu schützen, ist für neun von zehn Befragten Händewaschen die wichtigste Maßnahme. Einen Schritt weiter geht nur noch jeder Zweite und nutzt zusätzlich Desinfektionsmittel. „Die Hände gründlich zu waschen, ist auf jeden Fall hilfreich, um einer Übertragung etwa von Erkältungen oder dem Norovirus vorzubeugen. Eine Desinfektion bietet zusätzlichen Schutz, weil sie eine Vielzahl von Viren und Bakterien noch sicherer abtötet“, erklärt Dr. Chima Abuba, Leiter HARTMANN Deutschland. Die Umfrage entstand als Teil der Initiative „MACH MIT! Desinfektion geht alle an“, die HARTMANN aktuell in Deutschland ausrollt.


Frauen sind vorsichtiger als Männer

Die Studie zeigt, dass sich Männer insgesamt mit der Händehygiene etwas zurückhalten und diesbezüglich unbedarfter agieren als Frauen. Ein Klassiker sind die Erdnussschälchen an der Bar oder andere, offen angebotene Snacks: Insgesamt 60 % der Befragten greifen gerne zu, Männer mit 68 % allerdings deutlich häufiger als Frauen mit 52 %. Auch wenn es darum geht, aus der Flasche eines anderen zu trinken, sind zumindest Frauen zwischen 30 und 49 Jahren klar zurückhaltender. Schutzmaßnahmen – vom Händewaschen über Händedesinfektion bis zur Vermeidung öffentlicher Orte – ergreifen durchweg öfter Frauen, allein beim Händewaschen sind es signifikante 18 % mehr. Dazu passt, dass Männer sich auch weniger Sorgen um eine mögliche Ansteckung mit Krankheitserregern machen. Während bei jedem dritten Mann (34 %) die Befürchtung gen Null tendiert, ist es bei den Frauen nur jede Vierte (25 %).

Hygiene-Spiegel

Wahre Keimträger verkannt

Spannend ist, wie beide Geschlechter gleichermaßen die Realität verkennen, wenn es darum geht, wovor sie sich aufgrund mutmaßlichen Hygienemangels ekeln. Erst an zehnter Stelle steht etwa der Bankomat, den zwar die meisten Menschen regelmäßig nutzen, aber nur 7 % ekelerregend finden. Mit 53 % führen öffentliche Toiletten mit weitem Abstand die Liste an. Dabei ist beispielsweise das Display eines Smartphones schmutziger als eine Klobrille – zwölfmal mehr Keime sind hier zu finden, wie andere Studien gezeigt haben. 71 % der Befragten haben ihr Handy schon einmal auf der Toilette benutzt, die meisten davon sind Digital Natives.

Für Dr. Abuba sind das erstaunliche Ergebnisse: „Letztendlich geht ja von den Dingen die größte Gefahr aus, mit denen unsere Finger viel Kontakt haben. Eine Klobrille gehört da kaum zu.“ Sondern vielmehr das, was unser modernes Leben ausmacht – Tastaturen, Touchscreens, Griffe oder Klinken. Allein auf Telefonen finden sich 1.700 bis 2.200 Keime. Was Menschen zu Keimüberträgern macht, ist in der Regel zum Greifen nah. „Krankheitserreger sind unsichtbar und werden dadurch aus den Augen verloren. Unsere Initiative soll genau hier ansetzen und für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Also, MACH MIT!“, sagt Dr. Abuba abschließend.