Erfahrungen aus der Praxis –
IAD ist ein Thema

Ein besonderer Fall forderte Manuela Kindel, Pflegedienstleiterin eines Seniorenhauses, besonders heraus. Lesen Sie hier, wie sich die massiven Hautveränderungen einer Bewohnerin dank der HARTMANN Inkontinenzprodukte verbesserten.

von der HARTMANN Online-Redaktion 8/11/2020
Manuela Kindel
Manuela Kindel
Wenn es um das Thema Inkontinenz geht, kennt sich Manuela Kindel bestens aus. Seit anderthalb Jahren ist sie Pflegedienstleiterin des Seniorenhauses Klostereichen in Neheim-Hüsten, einem Stadtteil von Arnsberg, war zuvor aber schon rund 25 Jahre in der Pflege von Patienten mit Multipler Sklerose tätig und beschäftigt sich daher intensiv mit der professionellen Versorgung bei Inkontinenz. Ein besonderer Fall forderte aber auch sie heraus.

113 Bewohner leben in der von der Caritas betriebenen Altenpflegeeinrichtung, darunter auch die 79-jährige Frau K. „Bei ihr stellten wir massive Hautveränderungen vom Gesäß bis in die Leiste fest [Bild 1]“, erzählt Manuela Kindel. Die Bewohnerin leidet an neurologischen Blasenentleerungsstörungen und wurde mit einem offenen System aus Vorlage und Fixierhose versorgt.

„Die behandelnden Hautärzte probierten alles mögliche aus – von Cortisonsalben bis zu schwarzem Tee. Aber ohne Erfolg. Es sah wirklich schlimm aus, auch wenn die Bewohnerin keine Schmerzen hatte“, fasst die Pflegedienstleiterin zusammen. „Die Hausärztin empfahl dann, ein anderes Inkoprodukt auszuprobieren. Wie es der Zufall so wollte, war an diesem Tag Janet Heuschkel, eine Außendienstmitarbeiterin von ­HARTMANN in unserer Einrichtung zu Besuch, um uns ihre Inkontinenzprodukte vorzustellen“, erzählt Manuela Kindel.

Und so wurde Frau K. ab sofort mit ­MoliCare Premium Form Extra versorgt, bei unveränderten Wechselrhythmen von viermal tagsüber und zweimal nachts. Außerdem kamen mehrere Produkte aus dem MoliCare Skin Sortiment zum Einsatz: von den Feuchtpflegetüchern über den Reinigungsschaum bis zum Hautprotektor.

Nach vier Wochen war das Ergebnis eindeutig. „Die Hautschäden waren um rund 90% zurückgegangen [Bild 2]“, berichtet Manuela Kindel. Quasi als Gegenprobe wurde dann noch einmal ein Test mit dem zuvor verwendeten Produkt durchgeführt – und nach zehn Tagen gingen die Probleme wieder los.

Seitdem wird Frau K. jetzt dauerhaft und (noch) als einzige Bewohnerin in der Einrichtung mit MoliCare versorgt. „Wir haben alles so eingerichtet, dass HARTMANN als Leistungserbringer für Frau K. fungiert und wir führen unsere Bestellungen direkt mit HILMAS durch“, beschreibt die engagierte Pflegedienstleiterin den zusätzlichen Aufwand für die Versorgung. „Aber das lohnt sich auf jeden Fall und mich haben die Ergebnisse absolut überzeugt.“



Fallbeispiel IAD

Prävention ist der beste Schutz –
drei Bereiche stehen bei der IAD im Fokus

Hautschädigungen bis hin zu einer IAD sind bei Inkontinenz leider sehr häufig. Das muss aber nicht sein. Drei Komponenten sind für eine professionelle IAD-Prävention entscheidend:
  • Kontinenz fördern mit hoher Kompetenz und einem umfassenden Wissen, denn Urin und Stuhl von der Haut fernzuhalten, ist der beste Schutz.
  • Haufreundliche Inkontinenzhilfsmittel einsetzen, die die hauteigene Barrierefunktion fördern und helfen, den Säureschutzmantel der Haut zu bewahren.
  • Hautschutzprogramm umsetzen, das eine schonende Reinigung ermöglicht und die durch Inkontinenz belastete Haut optimal schützt.
IAD drei Bausteine