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HARTMANN hebt Prognose aufgrund temporärer Effekte
der Corona-Pandemie an

8/18/2020
  • HARTMANN erzielt in den ersten sechs Monaten 2020 ein organisches Umsatzwachstum von 16 % und eine deutliche Ergebnisverbesserung
  • Anhebung der Prognose aufgrund der noch anhaltenden Kompensation des Profitabilitätsrückgangs im Segment Wundmanagement durch Mehrverkäufe an Desinfektionsmitteln und Schutzprodukten – Ausmaß der temporären Überkompensation übertrifft Erwartungen
  • Konsequente Umsetzung des Transformationsprogramms erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit bei Corona-bedingtem wachsendem Budgetdruck der Gesundheitssysteme zu stärken

Die Corona-Pandemie war auch im zweiten Quartal 2020 das bestimmende Thema. „Die HARTMANN GRUPPE hat in der Corona-Pandemie ihre besondere Verantwortung als Unternehmen der Gesundheitsbranche wahrgenommen. Speziell den gestiegenen Bedarf an Desinfektionsmitteln und medizinischen Schutzprodukten konnten wir durch einen entsprechenden Ressourceneinsatz zur Erhöhung der Produktion sowie der Erweiterung von Bezugsquellen bei einzelnen Produktgruppen größtenteils bedienen“, unterstreicht Britta Fünfstück, CEO der HARTMANN GRUPPE. HARTMANN erzielte im ersten Halbjahr 2020 daher ein starkes organisches Umsatzwachstum von 16 Prozent und eine deutliche Ergebnisverbesserung. Britta Fünfstück: „Der Einsatz unserer Produkte zur Bewältigung der Corona-Pandemie führte im Segment Infektionsmanagement zu einer hohen Nachfrage, die in 2020 die durch die Corona-Pandemie bedingten rückläufigen Geschäfte kompensiert. Dieser Effekt trat erwartungsgemäß ein, jedoch wider Erwarten in einem stärkeren Ausmaß. Bezogen auf das Gesamtjahr 2020 erwarten wir daher, dass die genannten negativen Einflüsse, durch die positive Entwicklung des ersten Halbjahres überkompensiert werden.“

Wundmanagement und Risk Prevention spüren negative Effekte der Corona-Pandemie – Umsetzung des Transformationsprogramms maßgeblich

Nach Einschätzung von HARTMANN bleibt der Mehrbedarf an Desinfektions- und Schutzprodukten vorerst bestehen. Allerdings verzeichnet HARTMANN Gewinneinbrüche bei Wundprodukten und sterilen OP-Produkten aufgrund von verschobenen planbaren Operationen und rückläufigen Besuchszahlen bei Ärzten. Daher ist es für das Unternehmen umso wichtiger, seinen Maßnahmenplan umzusetzen, der auf Innovationen bei Produkten und digitalen Lösungen, Ausbau des Angebotsportfolios in profitablen Kundensegmenten und einer wettbewerbsfähigen Kostenposition abzielt. HARTMANN investierte letztes Jahr verstärkt in Produktionsanlagen und operative Verbesserungen, um die Effizienz zu steigern und die Kostenseite zu verbessern. Gleichzeitig überprüft das Unternehmen laufend seine Strukturen. Speziell unsere Bereiche Wundmanagement und Risk Prevention bekommen die negativen Effekte der Corona-Pandemie auch zukünftig deutlich zu spüren, da diese Produkte und Lösungen weniger nachgefragt werden. Unser Fokus auf die Gesamtkostenposition sowie die Stärkung unserer Innovationspipeline, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und dem zunehmenden Budgetdruck in den Gesundheitssystem zu begegnen, bleibt daher entscheidend“, so Fünfstück.

Anhebung der Prognose für das Geschäftsjahr 2020

Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs im Jahr 2020, insbesondere der noch anhaltenden Kompensation der negativen Profitabilitätsentwicklung im Segment Wundmanagement und der Zahlen für das erste Halbjahr erwartet das Unternehmen, das bisher geplante Umsatz- und Ergebnisniveau für 2020 deutlich zu übertreffen. Der Vorstand der PAUL HARTMANN AG hat daher beschlossen, den Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 anzuheben. HARTMANN geht jetzt nach Einschätzung des Vorstands von einem starken organischen Umsatzwachstum und einem bereinigten EBITDA von EUR 230 bis EUR 280 Mio. aus. Bisher wurde ein moderates organisches Umsatzwachstum und ein bereinigtes EBITDA von EUR 159 bis EUR 176 Mio. erwartet.

HARTMANN geht davon aus, dass sich der Budgetdruck in den Gesundheitssystemen durch die Corona Pandemie verstärken wird. Zur Schaffung einer starken Basis ist es für die HARTMANN GRUPPE vorrangig, die Umsetzung des im Jahr 2019 gestarteten Transformationsprogramms konsequent fortzusetzen. Aus den damit verbundenen Investitionsanforderungen in Kombination mit den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie ist voraussichtlich eine Belastung für das Ergebnis im Folgejahr zu erwarten.

Die Veröffentlichung der Informationen zum ersten Halbjahr 2020 erfolgt am 26. August 2020. Für weiterführende Informationen zur HARTMANN GRUPPE besuchen Sie uns unter www.hartmann.info.


Über die HARTMANN GRUPPE

Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von professionellen Medizin- und Pflegeprodukten und unterstützenden Dienstleistungen. Ergänzt wird das Kernportfolio durch konsumentennahe medizinische Sortimente sowie Pflege- und Kosmetikprodukte. Im Segment Wundmanagement fokussiert sich HARTMANN auf Wundauflagen und -verbände im Bereich der traditionellen und modernen Wundversorgung. Im Segment Inkontinenzmanagement liegt der Schwerpunkt auf körpernahen saugenden Produkten für unterschiedliche Schweregrade der Inkontinenz. Das Segment Infektionsmanagement besteht aus den Geschäftsbereichen Risk Prevention und Desinfektion. In Risk Prevention führt das Unternehmen kundenspezifische, vorkonfektionierte Komponenten-Sets, Bekleidungs- und Abdeckmaterialien für den OP-Bereich sowie Untersuchungshandschuhe. Im Segment Desinfektion werden Produkte zur Hände- und Flächendesinfektion zum Schutz vor Infektionskrankheiten entwickelt und produziert. Dem Segment Weitere Konzernaktivitäten sind die Geschäfte der Konzerngesellschaften KNEIPP, CMC und KOB zugeordnet. Unter dem Markenkern „Glück, das wirkt“ vermarktet die KNEIPP-Gruppe Körperpflegeprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Arzneimittel. Über die CMC-Gruppe werden hauptsächlich Handelsmarken in den Bereichen Cotton/Cosmetic, Medical, Baby und Home Care vertrieben. Die KOB-Gruppe ist Experte für spezielle medizinische Textilien und Binden.

Weltweit ist das Unternehmen, dessen Schwerpunktmarkt Europa ist, mit eigenen Gesellschaften marktnah aufgestellt. Im Jahr 2019 erwirtschafteten 11.096 Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE einen Umsatz von 2,2 Mrd. EUR.

Die PAUL HARTMANN AG in Heidenheim/Deutschland ist das Herz der Unternehmensgruppe. Sie gehört zu den ältesten deutschen Industriebetrieben und geht auf eine 1818 von Ludwig von Hartmann gegründete Textilfabrik zurück. 1873 begann unter dessen Sohn Paul Hartmann die Produktion von Verbandwatte, später wurde das Unternehmen weltweit zum Flaggschiff einer expandierenden Verbandstoffindustrie.

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HARTMANN Press Jeremy Whittaker
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Jeremy Whittaker