PFLEGEDIENST 1/2021

pel-Kalthoff aber kritisch sieht, wie er offen sagt: „Ich bin es leid, lange Anträge zu stellen und Rückmeldun- gen mit unsinnigen Fragen vom MDK zu erhalten.“ Bleibt Variante drei: „Der Patient bekommt eine Preisliste und wird aufgeklärt, was wie viel kostet“, sagt Hampel-Kalthoff. Er nehme für seine Hausbesuche die Beratung im Pflege- Therapie-Stützpunkt Geld und nenne den Patienten bei der Anfrage den Betrag. „Die Patienten wiegen ab, viele sagen zu“, berichtet er und ist über- zeugt: „Patienten, die gut versorgt werden, sind auch bereit, dafür zu bezahlen.“ Andere setzten dagegen auf die Betreuung durch z. B. ein Sanitäts- haus, die nichts koste. „Aber dann wird der Service eben durch die Produkte bezahlt“, erklärt Hampel-Kalthoff. „Ich habe Schränke voller Verbandstoffe gesehen. Hier wird viel Geld verbrannt, das man eigentlich für eine vernünftige Vergütung von Beratung, Service und Fall-Management einsetzen könnte.“ Richtlinie mit Wirkung? Betriebswirtschaftlich sinnvolle Ver- träge in der Regelversorgung, bundes- einheitliche Vergütungen und eine bessere Vernetzung der Kostenträger sind in seinen Augen die Zielsetzung. Kann die seit Oktober geltende neue „Häusliche Krankenpflege-Richtlinie“ die Lösung sein, die eine Vergütung für die Versorgung durch „spezialisierte Einrichtungen“ möglich macht? Carsten Hampel-Kalthoff ist davon nicht überzeugt: „Die Richtlinie gilt, aber es ist nichts geklärt. Die Ver- gütung für die Versorgung von Ver- sicherten ist mit einer zusätzlichen Vergütung zu den bisherigen Leis- tungsgruppen festgelegt. Das gilt bis zu einer endgültigen Klärung und ist mehr als die bisherige Vergütung, aber betriebswirtschaftlich weiterhin nicht kostendeckend.“ Die Zukunft kommt sicher Es gibt also genug Aufgaben – und mit der Pandemie neue Herausforderun- gen. „Wir hatten doch weniger Patien- ten und diese kamen oft in einem deut- lich schlechterem Zustand zu uns“, berichtet Carsten Hampel-Kalthoff. Zugleich gab es aber auch erfreu- liche neue Ansätze, wie mit CGM ELVI, einem sicheren System zur elektroni- schen Visite und für Videosprechstun- den. Es kann beispielsweise genutzt werden, um Patienten und Angehörige vor Ort anzuleiten, nicht zuletzt bei der Versorgung im ländlichen Raum. „Bei einem Patienten war das ein richti- ges Familienevent und die 16-jährige Tochter war die Kamerafrau“, erzählt Hampel-Kalthoff. „Vieles, was wir in den letzten 12 Monaten neu eingesetzt haben, wird bleiben“, ist Carsten Ham- pel-Kalthoff überzeugt. Er hat sich ganz der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden verschrieben: Carsten Hampel-Kalthoff aus Dortmund. Seine Stützpunkte in Dortmund und Bochum wurden von der ICW mit dem Wundsiegel-Zertifikat als spezialisiertes pflegerisches Wund- zentrum ausgezeichnet, über das sonst nur noch ein weiteres Zentrum in ganz Deutschland verfügt. PRAXIS 19 HARTMANN PFLEGE DIENST 1/2021 Herausgeber: Paul Hartmann AG, Postfach 1420, 89504 Heidenheim, Tel.: +49 7321 36 - 0, http://www.hartmann.de , E-Mail pflegedienst@ hartmann.info , verantwortlich: Robin Bähr Redaktion und Herstellung: cmc centrum für marketing und communication gmbh, Erchen- straße 10, 89522 Heidenheim, E-Mail info@cmc- online.de Druck: Wahl-Druck GmbH, 73431 Aalen Copyright: Alle Rechte, wie Nachdrucke, auch von Abbildungen, Vervielfältigungen jeder Art, Vortrag, Funk, Tonträger- und Fernsehsendungen sowie Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise oder in Übersetzungen, behält sich die Paul Hartmann AG vor. Bildnachweise: Adobe Stock: Halfpoint (8), justyle (4), Robert Kneschke (15), Jacob Lund (7), piksel- stock (3), Pixel-Shot (14), Andrey Popov (18), Pro- xima Studio (3), Scanrail (13), Jean-Philippe Wallet (4), zinkevych (13); Amazon (13), Garmin (13), Carsten Hampel-Kalthoff (19), Initiative chronische Wunde e.V. (9), Morsa Images / Gettyimages (1); alle anderen PAUL HARTMANN AG Für ein kostenloses Abonnement registrieren Sie sich bitte unter http://pflegedienst.hartmann.de PflegeDienst erscheint zweimal jährlich. Ausgabe: Juni 2021. ISSN-Nr. 0949-5363, ISSN der Online-Ausgabe 2195-2043 Literatur für Beitrag „Grassolind“, S. 3 1) HARTMANN medical edition „Kompendium Wunde und Wundbehandlung“, Seite 138 2) Riedel/Triebsch/Sedlarik: Verbandstofffibel, Stuttgart, 1994 Für den Beitrag „Wundauflagen passend applizieren“, S. 14 1) HARTMANN medical edition „Kompendium Wunde und Wundbehandlung“, Seite 138 2) Specification in isis P 4.0200/ P 4.0300/ P 4.0400, HC 2.0 specification: July 13, 2015 3) Internal report: “HydroClean 2.0: Design vali- dation customer/user interviews” by Joachim Ellermann; International Marketing Department, April 22, 2015 4) HARTMANN Produktkatalog 5) Mikosiński J, et al (2018) Clinical assessment of a foam dressing containing growth factor- enhancing hydrated polyurethanes. J Wound Care. 2018 Sep 2;27(9):608-618. doi: 10.12968/ jowc.2018.27.9.608. 6) HydroTac transparent > siehe Artikel Seite 19 7) Evaluierung von Resposorb Silicone 21062017. IMPRESSUM UND LITERATUR

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