My Hygiene SOP – ein virtueller Assistent für eine bessere Pflege

Wie digitale Hilfe genutzt wird, um Leben zu retten.

My Hygiene SOP – ein virtueller Assistent für eine bessere Pflege

Standardarbeitsanweisungen (SOPs) in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind ein wichtiges Instrument zur Sicherung reproduzierbarer Qualität und zur Verbesserung von Prozessen. Aber das ist noch nicht alles – sie können auch zur Verbesserung der Patientensicherheit beitragen, insbesondere wenn sie bei Aufgaben angewendet werden, die häufig mit nosokomialen Infektionen verbunden sind. Die mobile App My Hygiene SOP hilft Leistungserbringern im Gesundheitswesen, eine höhere Hygiene-Compliance zu erreichen, indem sie ihre SOPs definieren, beobachten und analysieren.

Merle Haldenwang, Projektmanagerin im Geschäftsbereich Desinfektion
"Allein in Europa erkranken jährlich bis zu 3,8 Millionen Menschen während eines Aufenthalts in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung an einer nosokomialen Infektion, die auch als Hospital Acquired Infection (HAI) bezeichnet wird. Man geht davon aus, dass ~ 30% der HAIs verhindert werden könnten, wenn die medizinischen Einrichtungen die Einhaltung der Hygienestandards verbessern würden",

Nosokomiale Infektionen werden oft während des üblichen Pflegeprozess erworben. Daher ist die Implementierung und kontinuierliche Verbesserung von SOPs der Schlüssel zu einer besseren Einhaltung von Standards.


Digitale Unterstützung

Das ist der Grundgedanke hinter der My Hygiene SOP. Sie soll als digitales Hilfsmittel für medizinisches Fachpersonal und Pflegepersonal dienen. Sie gliedert komplexe Verfahren in eine illustrierte, leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung. So gibt es beispielsweise SOPs zum Verbandswechsel oder zum Anlegen von peripheren Venen- oder Blasendauerkathetern, die in ihre einzelnen Bestandteile aufgegliedert sind.


Haldenwang erklärt:

"Die My Hygiene SOP visualisiert Gesundheitsroutinen in einer praktischen und logischen Weise. Infolgedessen wissen medizinische und pflegerische Fachkräfte genau, was sie zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun haben. Sie halten sich auch besser an die etablierten SOPs."

Fokus auf Hygiene

Die App enthält derzeit vier vordefinierten SOPs. Sie wurden alle nach evidenzbasierten Empfehlungen international anerkannter Organisationen wie der WHO, dem Robert Koch-Institut (RKI) aus Deutschland oder dem CDC (USA) erstellt. „Für jeden Prozess stellt die App alle hygienerelevanten Schritte klar heraus“, so Haldenwang weiter.

Besonderes Gewicht wird auf die Händedesinfektion gelegt, die eines der entscheidenden Elemente bei der Prävention von nosokomialen Infektionen ist. Zusätzlich werden alle anderen hygienerelevanten Aufgaben wie Hautantiseptik, das Tragen steriler Handschuhe und aseptische Aufgaben berücksichtigt. Auf diese Weise schärft die App das allgemeine Bewusstsein der Anwender für Infektionsrisiken und ermutigt sie auch zur Einhaltung von SOPs.

Abgesehen von etablierten Praktiken und Routinen können die vordefinierten SOPs im Hinblick auf die Präferenzen der Institution für bestimmte medizinische Geräte oder Materialien sowie auf den genauen Ablauf eines internen Prozesses angepasst werden. Und SOPs können von Grund auf neu erstellt werden.

Vielseitiges Feedback, wertvolle Datenanalyse

Bei der My Hygiene SOP geht es nicht nur um Verfahren, sondern auch um Feedback und Schulungszwecke. Hygienefachkräfte können die Mitarbeiter bei der Durchführung ihrer täglichen Aufgaben beobachten, in der App kommentieren und direkt Feedback geben. Einzelne Schritte können nacheinander abgehakt werden, so dass die Hygienefachkraft analysieren kann, wie genau das Pflegepersonal eine bestimmte SOP befolgt, und folglich ein direktes Feedback in Echtzeit geben kann. Die App eignet sich auch als ergänzendes Unterweisungsinstrument, entweder zur Unterstützung bei der Schulung neuer Mitarbeiter oder zur Erstellung neuer SOPs.

Alle während der Beobachtung in der My Hygiene SOP eingegebenen Daten werden aufgezeichnet und analysiert. Anhand der gesammelten Daten können medizinische und pflegerische Einrichtungen verfolgen, wie gut ihre SOPs umgesetzt werden und wie sich die Compliance bei der Infektionsprävention im Laufe der Zeit entwickelt. Im Falle einer niedrigen Compliance-Rate unterstützt die App bei der Ermittlung der Gründe, so dass Interventionen abgeleitet werden können.

Bessere Versorgung, sicherere Patienten

„All diese Funktionen geben den Krankenhäusern ein zusätzliches Instrument an die Hand, um ihre Prozesse zu analysieren und in einem iterativen Lernprozess zu verbessern“, sagt Projektmanagerin Haldenwang. Eine bessere Qualität der Versorgung wirkt sich auch positiv auf die Patientensicherheit aus. Da die App medizinische und pflegerische Fachkräfte durch effiziente Prozesse führt und deren Einhaltung dokumentiert, schärft sie ihr Bewusstsein für die damit verbundenen Infektionsrisiken und hilft ihnen, Vertrauen aufzubauen. Dies wiederum ermöglicht es ihnen, ihre Routine leichter durchlaufen zu können, was wertvolle Zeit an anderer Stelle freisetzt. „Diejenigen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten, sind hohen Arbeitsbelastungen und langen Arbeitszeiten ausgesetzt“, sagt Haldenwang. „My Hygiene SOP gibt ihnen Sicherheit, auch unter dieser Belastung ihren Aufgaben bestmöglich nachzukommen“, so Haldenwang.



„Diejenigen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten, sind hohen Arbeitsbelastungen und langen Arbeitszeiten ausgesetzt“, sagt Haldenwang. „My Hygiene SOP gibt ihnen Sicherheit, auch unter dieser Belastung ihren Aufgaben bestmöglich nachzukommen.“

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