Das §21-Analysis-Modul von BinDoc und HARTMANN
Softwarelösung zur Mission: Infection Prevention

Dank Big Data Prozesse verbessern und Leben retten

Gemeinsam gegen nosokomiale Infektionen –
mit dem neuen digitalen Helfer von BinDoc und HARTMANN

Über 16.000 Menschen1 sterben jedes Jahr in Deutschland an nosokomialen Infektionen. Um dieser Zahl entgegenzuwirken, stellen die HARTMANN GRUPPE und die BinDoc GmbH deutschen Krankenhäusern ab sofort einen neuen, digitalen Helfer zur Seite: eine Softwarelösung, mit der medizinische Einrichtungen das Infektionsgeschehen in der eigenen Klinik überwachen und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten können. So werden Patienten geschützt und gleichzeitig wirtschaftliche Einbußen minimiert. Wir haben Manuel Heurich, CEO bei BinDoc, im Interview drei Fragen zu dem neuen Tool gestellt.

Gemeinsam für eine Welt mit weniger Infektionen

Mit dem Programm Mission: Infection Prevention (M: IP®) bündeln wir seit 2020 unsere Fachkompetenzen im Bereich der Infektionsprävention. Mit fundierten Informationen, durchdachten Lösungen, bewährten Produkten und erfolgreichen Praxisbeispielen gehen wir dabei gegen nosokomiale Infektionen vor. Gemeinsam mit der BinDoc GmbH, die sich auf digitale Anwendungen im Gesundheitswesen spezialisiert hat, stellen wir deutschen Krankenhäusern auf dieser Mission nun einen neuen Helfer zur Seite.

In enger Zusammenarbeit haben wir eine digitale Plattform entwickelt, welche die Analyse und Eindämmung des Infektionsgeschehens in deutschen Kliniken deutlich vereinfacht. Mit dem M: IP® §21-Analysis-Modul* erhalten medizinische Einrichtungen eine völlig neue Transparenz über das Infektionsgeschehen sowie die dabei entstehenden Opportunitätskosten und können schnell wirksame Gegenmaßnahmen einleiten.


* §21 KHEntG

Thomas Haeni, Leiter des M: IP® Programms bei HARTMANN.
Thomas Haeni, Leiter des M: IP® Programms bei HARTMANN.
„Mit dem sog. M: IP® §21-Analysis-Modul von BinDoc und HARTMANN können Fallzahlen und Kosten von nosokomialen Infektionen auf Einrichtungsebene sichtbar gemacht, Prozesse optimiert und damit Opportunitätskosten gezielt gesteuert werden. Damit können menschliches Leid verhindert, aber auch finanzielle Risiken minimiert werden.“

Mit Big Data Leben retten

Mit der Software kann das Infektionsgeschehen in Kliniken in jeglicher Detailtiefe, etwa auf Fachabteilungsebene, lokalisiert werden. Die Anwendung liefert dabei automatisiert verschiedene ökonomische Kennzahlen, z. B. entstandene Kosten durch eine diagnostizierte Infektion und das entsprechende Optimierungspotenzial. Zudem wird analysiert, welche Auswirkungen eine bestimmte Infektion auf den Patientenaufenthalt hat. So können Daten nicht nur wirtschaftlichen Einbußen entgegensteuern – sondern auch Leben retten.

Die Vorteile des §21-Analysis-Moduls von BinDoc und HARTMANN im Überblick:

Wir haben Manuel Heurich, CEO bei BinDoc, im Interview drei Fragen zu dem neuen Tool gestellt:

Wie kann die Digitalisierung im Gesundheitswesen bei der Infektionsprävention unterstützen?

Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass die Digitalisierung einen positiven Einfluss auf Krankenhäuser im Allgemeinen und die Verbesserungen klinischer Outcomes im Speziellen haben kann. Diese Dynamik hat seit 2020 nochmals deutlich zugenommen. Während wir bei der BinDoc GmbH auch aufgrund der Datenverfügbarkeit unsere Softwarelösungen zunächst auf ökonomische Bereiche wie Markt- und Wettbewerbsanalysen oder Reimbursement-Szenarien fokussiert haben, ermöglicht uns die zunehmende Digitalisierung nun, auch Potenziale im Bereich der klinischen Outcomes zu analysieren und zu heben.

Ein sehr wichtiger Teil ist hierbei die Infektionsprävention. Durch den Aufbau großer Datenbanken, die sehr vielseitige Informationen beinhalten, können wir Kliniken aktiv in der Infektionsprävention unterstützen. Das ist ein klarer Mehrwert, der ohne die Digitalisierung nicht möglich wäre und von welchem die Patienten am Ende stark profitieren.

Welche konkreten Vorteile können Kliniken durch den Einsatz des M: IP® §21-Analysis-Moduls von BinDoc und HARTMANN erwarten?

An erster Stelle steht die Transparenz über das Infektionsgeschehen, die bislang in dieser Art und Weise nicht existiert. Kliniken können per Knopfdruck analysieren, wo Problemfelder im Bereich der nosokomialen Infektionen bestehen und welche Prozesse verbessert werden müssen. Darüber hinaus gibt unser Tool auch Auskunft darüber, welche Kosten durch die nosokomialen Infektionen verursacht werden und welche klinischen Einflussfaktoren für die Patienten entstehen. Zum Beispiel werden Liegezeiten durch nosokomiale Infektionen deutlich verlängert, was zu einer höheren Arbeitsbelastung des Klinikpersonals, zu einer Reduzierung der Bettenkapazität in der Klinik und deutlich höheren Kosten führt.

Durch die Bündelung des Know-hows der HARTMANN GRUPPE, die eine hohe Expertise im Bereich des Infektionsmanagements aufweist, und unserem Know-how im Bereich der Big-Data-Analytik und dem Klinikmanagement können wir Kliniken im Problemfeld der nosokomialen Infektionen eine tolle Unterstützung anbieten.

Gibt es bestimmte fachliche oder technische Voraussetzungen für die Implementierung der digitalen Lösung?

Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung der Cloud-Lösung war für uns, dass in den Kliniken kein Mehraufwand entsteht. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, auf Standarddatensätze zuzugreifen, die in den Krankenhäusern ohnehin erhoben werden. Für die Anwender in der Klinik entsteht dadurch zunächst keinerlei Mehraufwand, was ein sehr großer Vorteil für die Akzeptanz der Lösung ist.

Darüber hinaus haben wir großen Wert auf Einfachheit und Mehrwert gelegt. Das soll heißen, dass die Anwendung als webbasierte Lösung von überall genutzt werden kann und einfach in der Bedienung ist. Die Anwender, egal ob Hygienefachkraft, Geschäftsführer oder Arzt, erhalten mit wenigen Mausklicks einen Überblick über das nosokomiale Infektionsgeschehen in ihrem Haus. Das ist wichtig, um schnell Handlungsfelder zu identifizieren, die verbessert werden können.

Beispielsweise ist für das Personal im Hygienemanagement sehr wichtig, den Ort und den Prozess häufiger nosokomialer Infektionen zu kennen, während der Mediziner vielleicht gezielt nach einer Häufung in Diagnosegruppen oder Therapieformen suchen will. Aus diesem Grund ist das Tool so konzipiert, dass jeder Anwender sich einen raschen Meta-Überblick verschaffen, aber auch beliebig tief in die Detailanalyse eintauchen kann.

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Sources:

1
Zacher et al. Application of a new methodology and R package reveals a high burden of healthcare-associated infections (HAI) in Germany compared to the average in the European Union/European Economic Area, 2011 to 2012. Euro Surveill. 2019; 24(46): pii=1900135

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